Hier stünde normalerweise ein schönes Bild. ;-)

testfahrten |

Honda Testtage 2011

Scheiße, was wird das für ein geniales Wochenende. Freitag mit dem Motorrad zur Honda Akademie Hondas testen, am Abend dann weiter nach Stuttgart, am Samstag zum Wheelie-Training und dort lernen das Vorderrad in der Luft zu halten und am Sonntag wieder zurück. Also werde ich drei Tage lang nichts anderes machen als Motorradfahren. Außer Abends natürlich, da wird gechillt. Am Freitag morgen stehe ich also um kurz nach 6 auf und fahre mit der KLX zum neuen Haus, weil da noch die Luftmatratze und der Schlafsack liegt. Dann geht es zügig weiter Richtung Lüdenscheid, wo ich auf die A45 fahre. Autobahn fahren ist ätzend, vor allem mit unzureichendem Gerät, aber es geht nicht anders, denn ich will spätestens um 10 Uhr in Erlensee ankommen, sonst würde ich einfach zu viel verpassen. Mit der KLX ist die Autobahn, bis auf die wirklich unbequeme Enduro Sitzbank, gerade noch erträglich, da ich dauerhaft zwischen 110 und 120 fahren kann. (mehr …)
Abgestempelt unter , , , , , , ,
2 Leute haben was dazu gesagt und 1434 haben das bereits gelesen.
Ich will das weitergeben: Tweet Facebook Share

Neue Stulpen, Test der Heidenau K60 snow

Es hat mich sehr gefreut, als Stephan von Mopeten.TV fragte, ob ich noch einen gebrauchten Satz Winterreifen (Heidenau K60 snow) von seiner Baghira gebrauchen könnte, die - wie sich dann herausstellte - sogar die selben Felgengrößen hat, wie mein kleiner 250er Giftzwerg. Nach einigen Tagen kam das Paket dann an (herzlichen Dank an dieser Stelle!) und ich ließ die Reifen beim örtlichen Reifenmeister aufziehen.

Einen Tag vor den Reifen, hatte ich auch glücklicherweise endlich meine neuen Lenkerstulpen von Touratech erhalten. Schweineteure Dinger, aber ungemein einfach zu montieren und gut durchdacht. Außerdem sind die Einstiege verstärkt, so dass es kein Problem ist nach dem Visierwischen die Hand wieder in die Stulpe zu bekommen. Bei meinen alten Lenkerstulpen war das so friemlig, dass es teilweise schon gefährlich war. Naja, wer billig kauft, kauft zweimal - von den Touratech Stulpen werde ich jedenfalls länger etwas haben.

Was ich allerdings bei Touratech eine Frechheit finde: "Ab 500.00 EUR liefern wir innerhalb von Deutschland versandkostenfrei!". Geht's noch? Wenn ich etwas für 160 € bestelle, dann erwarte ich einfach, dass mir die 6 € Versandkosten nicht auch noch aufgedrückt werden. Andere Online-Händler machen es doch vor.

Am Dienstag morgen konnte ich dann endlich die KLX mit komplettierter Winterausrüstung testen und fuhr mit den frisch montierten K60 snow los. In der ersten Kurve hatte ich dann sofort ein sehr komisches Gefühl, die Reifen fallen quasi von selbst in die Schräglage, was ich im ersten Moment als sehr kippelig empfunden habe. Wie sich später herausstellen sollte, ist dies aber ein großer Vorteil. Da die Straßen relativ gut geräumt und frei waren, bin ich dann mit der KLX auf eine ungeräumte und vereiste Landstraße gefahren, um die Reifen unter diesen extremen Bedingungen zu testen.

Die KLX 250 spielt im Schnee.

Schnell konnte ich bei diesen Bedingungen nicht fahren, maximal 40 Km/h waren drin und das Gas wollte sehr fein dosiert werden, sonst drehte sofort das Hinterrad durch. Aber: Ich kam selbst bei leichten Steigungen auf dem mit leichtem Schnee bedecktem Eis noch gut voran.

Was ich bei den Heidenau K60 snow übrigens absolut top finde ist eben genau die oben erwähnte "Kippeligkeit". Beginnt nämlich das Vorderrad den Grip zu verlieren, weil man zu schnell fährt, führt das dazu, das sich das Rad durch deutliche Bewegungen der Gabel bemerkbar macht. Der Reifen gibt ein erstklassiges Feedback, so dass ich sofort bemerken konnte, wann ich zu schnell für den Untergrund war. Dann habe ich einfach immer etwas Gas rausgenommen, das leichte Schwingen der Gabel verschwand.

Im Vergleich zu den vorher montierten Metzeler Enduro 1 eine riesen große Steigerung, denn der Enduro 1 ist ja eher ein Langstrecken-Allrounder, der im Winter - zumindest bei mir - überhaupt nicht funktioniert hat. Da war sogar die Dunlop DT605 Grobstolle, die ich im letzten Winter gefahren noch wesentlich besser, gab aber auch einfach nicht so viel Feedback wie der K60 snow. Beim Dunlop war es so, dass der Verlust des Grips sehr plötzlich einsetzte, beim K60 snow kündigt es sich viel angenehmer an.

Mein Fazit zum Heidenau K60 snow: Erstklassig. Und auf Asphalt und bei Regen so und so Gripmonster, wie dieser Bericht hier zeigt.

Übrigens kann ich nun dank der Stulpen in Kombination mit der Griffheizung mit Sommerhandschuhen fahren, wenn es nicht gerade -10° ist. Fast schon zu warm. Einfach Genial!

Abgestempelt unter , , , , , , ,
5 Leute haben was dazu gesagt und 1469 haben das bereits gelesen.
Ich will das weitergeben: Tweet Facebook Share

Kurz angefahren: Kawasaki Versys

Da sich meine KLX gerade bei Motorrad Schnock wegen zuwenig Bumms in Behandlung befindet, wurde mir freundlicherweise eine Kawasaki Versys als Leihmotorrad zur Verfügung gestellt. Die Gelegenheit habe ich natürlich genutzt, dieses spacige Mopped ein wenig zu testen.

Die Sitzposition erinnert mich ein wenig an die kürzlich gefahrene Honda TransAlp, auch wenn die Maschine selbst ein klein wenig tiefer baut, für meine Körpergröße aber immernoch sehr angenehm, die langen Beine müssen schließlich irgendwo hin. Der Sitz ist breit und bequem, auch der Soziasitz sieht sehr tourentauglich aus. Der breite Tank und der relativ hohe Lenker vermitteln auf Anhieb ein gutes Gefühl für die Versys, ich bin auf der Rückfahrt gestern sofort mit dem Mopped klar gekommen, was auch am - für einen Tourer - relativ niedrigen Gewicht von 209 Kilo fahrfertig liegen mag. Von der Haptik her also subjektiv ein richtig toller Tourer: Nicht zu schwer, nicht zu verkleidet, interessant anzuschauen und richtig langstreckentauglich.

Die Optik ist zugegeben etwas gewöhnungsbedürftig, aber nachdem ich gestern Abend die Versys in der Garage hatte und sie mir genauer angesehen habe, ging das Konzept dann doch auf. Highlight ist für mich der Auspuff, den ich suchen musste und schließlich kurz hinter und ein Stück unter dem Schwingenlager fand. Das finde ich ziemlich mutig, denn lange Zeit und auch heute noch dominieren beim Motorrad-Design "dicke Tüten" - übrigens eine Gemeinsamkeit mit der amerikanischen Pornoindustrie, aber nicht jeder steht eben auf Silikonbusen so groß wie Medizinbälle. Dadurch, dass der Auspuff bei der Versys so dezent ist, wird der Blick auf ganz andere Details des Motorrads frei. Da hat Kawaski wirklich etwas gewagt und es geht auf, denn die Schwinge und der Rahmen haben gerade rechtsseitig eine ganz eigene und besondere Kontur - optisch sehr eigenständig. Zudem dürfte der unten liegende Auspuff den Schwerpunkt der Maschine positiv beeinflussen.

Und wie fährt sie sich? Einfach draufsetzen, bequem losfahren und nach 100 Metern der Maschine vertrauen. Die Schaltung gefällt mir dabei besonders gut: Keine weichgespülte quirlige Schaltpampe, sondern ein Getriebe bei dem noch Kraft aufgewendet werden muss und es eine deutliche Rückmeldung gibt, wann der nächste Gang drin ist. Der 650 Kubik Zweizylinder ist unter 3.000 U/min etwas brummbärig, darüber läuft er aber sehr ruhig und hängt gut am Gas. Die 64 PS sind genau richtig für ein unkompliziertes Tourenkraftrad, sportliche Ambitionen konnte ich bei der Versys allerdings nur wenige finden. Sicherlich kann jedes Motorrad schnell um die Ecken getrieben werden, doch das Eine verleitet dazu, das Andere eben nicht. Die Versys würde ich nach meinem Gefühl in letztere Kategorie einsortieren.

Über 3000 U/min ist das Motorrad sehr vibrationsarm, allerdings klapperte die Plastikverkleidung bei bestimmten Geschwindigkeiten ein wenig, was ich als störend empfand - ein Problem, das sich sicherlich mit dem Gummi eines alten Fahrradreifens beheben lässt. Ansonsten gibt's nicht viel zu meckern, nur das die äußere Tachoverkleidung vom Plastik irgendwie billig rüberkommt, sonst ist die Optik der Kanzel interessant anders und die seltsame Form der Rückspiegel vermittelt den Eindruck, auf einem Batman-Motorrad zu sitzen - schon spaßig.

Es fährt gut, es bremst gut - dank serienmäßigem ABS, es hat ordentlich Reichweite, daher mein Fazit: Richtig interessantes und doch sehr solides Tourenmotorrad. Und obwohl meine Freundin eher auf Chopper steht, fand sie die Versys auf Anhieb optisch richtig toll. Das hat mich - wie der Neupreis von gerade mal 8.000 € - ziemlich überrascht.

Abgestempelt unter , , , ,
5 Leute haben was dazu gesagt und 2549 haben das bereits gelesen.
Ich will das weitergeben: Tweet Facebook Share

Honda Pressetag 2010, von CBR125 bis Goldwing

Die Anreise

Am späten Donnerstag Nachmittag komme ich los, und fahre direkt vom Büro aus auf die Autobahn Richtung Süden. Weibersbrunn im schönen Spessart ist mein Ziel, dort stehen ein paar Hondas die bewegt werden wollen. Bis zum ersten Tankstopp drehe ich den Gasgriff der KLX auf Anschlag und fahre mit 115 bis 120 Km/h über die Sauerlandlinie. Mehr schafft der kleine Motor einfach nicht, was ich aber nicht als hinderlich empfinde, die dünne harte Sitzbank ist da schon eher etwas anstrengend - und der Rucksack, der an meinen Schultern zerrt. Aber ich habe mich einfach nicht getraut die Kameraausrüstung diesmal auch in die Gepäckrolle zu verfrachten, um diese dann wieder - wie auf der Twitaly-Tour - auf der Autobahn zu verteilen.

Während des ersten Tankstopps fällt mir dann auf, dass diese "hohen Geschwindigkeiten" den Hinterreifen stark belasten, der Abrieb ist sichtbar, die erste Etappe hat mich bestimmt 2 bis 3 Millimeter Gummi gekostet. Ich fahre weiter und hänge mich fortan hinter zu schnell fahrende LKWs, lasse mich mit 100 bis 105 Km/h vom Windschatten mitziehen, wodurch die Fahrt etwas entspannter wird. Irgendwann wechsele ich von der Sauerlandlinie auf die A3 Richtung Nürnberg, und die Sonne verschwindet teilweise hinter den Bergketten, so dass ich nochmal anhalten muss, weil meine Hände von der Kälte kribbeln. Auf einem Autobahnrastplatz ziehe ich die Winterhandschuhe an und die Regenjacke über, danach geht es besser.

Dann wird es nochmal spannend, der Tankinhalt neigt sich kurz vor dem Ziel seinem Ende entgegen, aber ich möchte nicht ein weiteres Mal anhalten, da es inzwischen schon kurz vor 20 Uhr ist. Als der Tageskilometerzähler dann 180 anzeigt wird es langsam ernst, doch kurz darauf erreiche ich die ersehnte Ausfahrt. Das Hotel liegt keine 500 Meter von der Ausfahrt entfernt und direkt nebenan ist eine Tankstelle. Perfekt.

Dennis empfängt mich auf dem Parkplatz und begleitet mich zum einchecken, danach ziehe ich mich kurz um und wir gehen in das Hotelrestaurant, wo auch auch schon die Honda Mitarbeiter/-innen sitzen und auch Jochen. Ich versuche mich zu aklimatisieren, indem ich ein Bier bestelle. Mein Hirn ist von der Autobahnheizerei noch unterwegs und bisher nur in Teilen in Weibersbrunn angekommen.

Nach dem Essen wird es mit meinem Hirn langsam besser und wir quatschen in der sehr netten und sympatischen Runde über dies und das, interessanterweise aber weniger über Motorräder, sondern es geht eher um Internet-Kram, Sozial-Media und Web2.0, was mich ein wenig an die Twitaly-Tour erinnert. Blogger auf Motorrädern. Irgendwann verschwindet Dennis in seinem Zimmer und ein Bier später gehe auch ich ziemlich angeschickert aber glücklich schlafen. (mehr …)

Abgestempelt unter , , , ,
11 Leute haben was dazu gesagt und 4808 haben das bereits gelesen.
Ich will das weitergeben: Tweet Facebook Share

Vorbereitungen zum Honda Testtag im Spessart

Donnerstag Nachmittag geht's Richtung Spessart, ich freue mich schon. Die Anreise mit der KLX wird vermutlich etwas langweilig und anstrengend, denn ich werde wohl die Autobahn benutzen müssen, da ich am Donnerstag noch arbeiten muss, aber ich bin gespannt, wie der darauf folgende Freitag werden wird und ob es mir gelingt dieses Ereignis auch medial ansprechend zu dokumentieren.

Zur Erinnerung: Ich darf die aktuelle Modellpalette von Honda zusammen mit Dennis vom Moppedblog und vermutlich vielen weiteren Pressevertretern, wie z.B. Jochen Vorfelder, ordentlich durchtesten. Da ich noch nie Honda gefahren bin, eine spannende Sache.

Getestet werden können ziemlich viele der edlen Honda Krafträder:

  • Gold Wing
  • VT1300CX
  • CB1300
  • VFR1200F
  • CBR1000RR Fireblade
  • CB1000R
  • CBF1000F ABS
  • CBF1000 ABS
  • Varadero 1000
  • VFR800
  • Shadow 750
  • VT750S
  • Transalp
  • CBR600RR ABS
  • CBF600SA
  • Hornet
  • SilverWing 600, ABS
  • SW-T400
  • CBR125R
  • CBF125
  • SH125
  • Innova

Ich möchte gerne die neuen 125er (CBR/CBF) testen, weil Kaja nämlich mit 16 - also in nichtmal 2 Jahren - den A1 Führerschein machen will. Da lohnt es sich für mich auf jeden Fall Eindrücke über die aktuellen 125er von Honda zu sammeln, auch was Leistung, Sicherheit und Handling angeht. Ein wenig Sorgen mache ich mir nämlich schon, auch wenn ich es toll finde, dass sie sich für das Motorradfahren begeistert.

Was mich auch noch sehr interessiert ist die Transalp, die einen sehr guten Ruf besitzt. Die Zuverlässigkeit kann ich zwar nicht testen, wohl aber, wie sich die "Transe" bewegen lässt und wie gut die Komponenten des Motorrads ingesamt zusammen passen.

Was ich sonst noch so fahren werde, weiß ich noch nicht, das lasse ich einfach auf mich zukommen. Die CBR1000RR Fireblade wäre natürlich der Oberkracher, aber ich könnte mir auch durchaus vorstellen die Goldwing mal zu fahren. Vielleicht überzeugt mich die Maschine ja sogar, dass meine Aversion gegen "Dickschiffe" unbegründet ist. Die VFR800 finde ich auch noch ziemlich interessant, weil mir die Optik gefällt.

Interessant wäre auch, wenn Dennis und ich die gleichen Maschinen fahren würden, so ließen sich unsere Einschätzungen später vergleichen, was sicherlich spannend wäre. Naja, mal sehen... ich quatsche ihn einfach mal darauf an.

Um einige optische Eindrücke von der Veranstaltung vermitteln zu können, werde ich meine Flip HD Videokamera mitnehmen und neben Twitter (Hashtag: #honda2010tt :D) und dem nachträglichen Schreiben eines Blog-Eintrags auch versuchen die Veranstaltung per Video festzuhalten. Das wird auf jeden Fall spannend, da es das Blog vielleicht endlich um eine weiteres Medium erweitert. Hoffentlich verliere ich meine Kamera-Ausrüstung nicht wieder auf der Autobahn... ich denke aber nicht. So ein Mist passiert mir nur einmal.

Auf den Freitag folgt meistens der Samstag, den ich mit den Jungs von der Handwaschpaste und mit Alexander von abgeschweift.de im Odenwald verbringen werde. Wenn ich schonmal da unten bin und Herr Troelf mir dieses verlockende Angebot unterbreitet, dann kann ich das einfach nicht ausschlagen.

Worüber ich mich jedoch besonders freue: Das ist meine erste Tour mit der KLX. Mal sehen, wie ich den Packsack auf die dünne Sitzbank gefriemelt bekomme und ob mir der Arsch am Abend blutet. :-)

Vorfreude ist was schönes. Und eine 4-Tage Arbeitswoche auch.

Abgestempelt unter , , ,
5 Leute haben was dazu gesagt und 185 haben das bereits gelesen.
Ich will das weitergeben: Tweet Facebook Share
Bloggeramt.de bloggerei.de - deutsches Blogverzeichnis Blog Top Liste - by TopBlogs.de blogoscoop AKISMET

Inhalte und Theme: Marc Schieferdecker, angetrieben durch WordPress