Die Anreise
Am späten Donnerstag Nachmittag komme ich los, und fahre direkt vom Büro aus auf die Autobahn Richtung Süden. Weibersbrunn im schönen Spessart ist mein Ziel, dort stehen ein paar Hondas die bewegt werden wollen. Bis zum ersten Tankstopp drehe ich den Gasgriff der KLX auf Anschlag und fahre mit 115 bis 120 Km/h über die Sauerlandlinie. Mehr schafft der kleine Motor einfach nicht, was ich aber nicht als hinderlich empfinde, die dünne harte Sitzbank ist da schon eher etwas anstrengend – und der Rucksack, der an meinen Schultern zerrt. Aber ich habe mich einfach nicht getraut die Kameraausrüstung diesmal auch in die Gepäckrolle zu verfrachten, um diese dann wieder – wie auf der Twitaly-Tour – auf der Autobahn zu verteilen.
Während des ersten Tankstopps fällt mir dann auf, dass diese “hohen Geschwindigkeiten” den Hinterreifen stark belasten, der Abrieb ist sichtbar, die erste Etappe hat mich bestimmt 2 bis 3 Millimeter Gummi gekostet. Ich fahre weiter und hänge mich fortan hinter zu schnell fahrende LKWs, lasse mich mit 100 bis 105 Km/h vom Windschatten mitziehen, wodurch die Fahrt etwas entspannter wird. Irgendwann wechsele ich von der Sauerlandlinie auf die A3 Richtung Nürnberg, und die Sonne verschwindet teilweise hinter den Bergketten, so dass ich nochmal anhalten muss, weil meine Hände von der Kälte kribbeln. Auf einem Autobahnrastplatz ziehe ich die Winterhandschuhe an und die Regenjacke über, danach geht es besser.
Dann wird es nochmal spannend, der Tankinhalt neigt sich kurz vor dem Ziel seinem Ende entgegen, aber ich möchte nicht ein weiteres Mal anhalten, da es inzwischen schon kurz vor 20 Uhr ist. Als der Tageskilometerzähler dann 180 anzeigt wird es langsam ernst, doch kurz darauf erreiche ich die ersehnte Ausfahrt. Das Hotel liegt keine 500 Meter von der Ausfahrt entfernt und direkt nebenan ist eine Tankstelle. Perfekt.
Dennis empfängt mich auf dem Parkplatz und begleitet mich zum einchecken, danach ziehe ich mich kurz um und wir gehen in das Hotelrestaurant, wo auch auch schon die Honda Mitarbeiter/-innen sitzen und auch Jochen. Ich versuche mich zu aklimatisieren, indem ich ein Bier bestelle. Mein Hirn ist von der Autobahnheizerei noch unterwegs und bisher nur in Teilen in Weibersbrunn angekommen.
Nach dem Essen wird es mit meinem Hirn langsam besser und wir quatschen in der sehr netten und sympatischen Runde über dies und das, interessanterweise aber weniger über Motorräder, sondern es geht eher um Internet-Kram, Sozial-Media und Web2.0, was mich ein wenig an die Twitaly-Tour erinnert. Blogger auf Motorrädern. Irgendwann verschwindet Dennis in seinem Zimmer und ein Bier später gehe auch ich ziemlich angeschickert aber glücklich schlafen. (weiterlesen …)
Da mein Bericht “Honda Pressetag 2010 – von CBR125 bis Goldwing” sicher noch bis morgen Abend in der Schreibe ist, hier vorab einige kleine optische Appetithäppchen. Viel Spaß beim linsen! Mein Lieblingsbild ist übrigens das, wo die CBR 600 RR ABS im Vordergrund und die CBR 1000 RR Fireblade im Hintergrund unscharf zu sehen ist. :-)
Ich habe übrigens bewusst versucht keine schnöden Fotos von der Seite zu machen, weil mich das selbst immer irgendwie anödet. Zuerst habe ich einfach mal die meisten Typbezeichnungen als Nahaufnahme aufgenommen und dann auch möglichst immer einige Details fotografiert. Ich hoffe es ist gefällig, ich finde es so zumindest interessanter und lebendiger.
Donnerstag Nachmittag geht’s Richtung Spessart, ich freue mich schon. Die Anreise mit der KLX wird vermutlich etwas langweilig und anstrengend, denn ich werde wohl die Autobahn benutzen müssen, da ich am Donnerstag noch arbeiten muss, aber ich bin gespannt, wie der darauf folgende Freitag werden wird und ob es mir gelingt dieses Ereignis auch medial ansprechend zu dokumentieren.
Zur Erinnerung: Ich darf die aktuelle Modellpalette von Honda zusammen mit Dennis vom Moppedblog und vermutlich vielen weiteren Pressevertretern, wie z.B. Jochen Vorfelder, ordentlich durchtesten. Da ich noch nie Honda gefahren bin, eine spannende Sache.
Getestet werden können ziemlich viele der edlen Honda Krafträder:
Ich möchte gerne die neuen 125er (CBR/CBF) testen, weil Kaja nämlich mit 16 – also in nichtmal 2 Jahren – den A1 Führerschein machen will. Da lohnt es sich für mich auf jeden Fall Eindrücke über die aktuellen 125er von Honda zu sammeln, auch was Leistung, Sicherheit und Handling angeht. Ein wenig Sorgen mache ich mir nämlich schon, auch wenn ich es toll finde, dass sie sich für das Motorradfahren begeistert.
Was mich auch noch sehr interessiert ist die Transalp, die einen sehr guten Ruf besitzt. Die Zuverlässigkeit kann ich zwar nicht testen, wohl aber, wie sich die “Transe” bewegen lässt und wie gut die Komponenten des Motorrads ingesamt zusammen passen.
Was ich sonst noch so fahren werde, weiß ich noch nicht, das lasse ich einfach auf mich zukommen. Die CBR1000RR Fireblade wäre natürlich der Oberkracher, aber ich könnte mir auch durchaus vorstellen die Goldwing mal zu fahren. Vielleicht überzeugt mich die Maschine ja sogar, dass meine Aversion gegen “Dickschiffe” unbegründet ist. Die VFR800 finde ich auch noch ziemlich interessant, weil mir die Optik gefällt.
Interessant wäre auch, wenn Dennis und ich die gleichen Maschinen fahren würden, so ließen sich unsere Einschätzungen später vergleichen, was sicherlich spannend wäre. Naja, mal sehen… ich quatsche ihn einfach mal darauf an.
Um einige optische Eindrücke von der Veranstaltung vermitteln zu können, werde ich meine Flip HD Videokamera mitnehmen und neben Twitter (Hashtag: #honda2010tt :D) und dem nachträglichen Schreiben eines Blog-Eintrags auch versuchen die Veranstaltung per Video festzuhalten. Das wird auf jeden Fall spannend, da es das Blog vielleicht endlich um eine weiteres Medium erweitert. Hoffentlich verliere ich meine Kamera-Ausrüstung nicht wieder auf der Autobahn… ich denke aber nicht. So ein Mist passiert mir nur einmal.
Auf den Freitag folgt meistens der Samstag, den ich mit den Jungs von der Handwaschpaste und mit Alexander von abgeschweift.de im Odenwald verbringen werde. Wenn ich schonmal da unten bin und Herr Troelf mir dieses verlockende Angebot unterbreitet, dann kann ich das einfach nicht ausschlagen.
Worüber ich mich jedoch besonders freue: Das ist meine erste Tour mit der KLX. Mal sehen, wie ich den Packsack auf die dünne Sitzbank gefriemelt bekomme und ob mir der Arsch am Abend blutet. :-)
Vorfreude ist was schönes. Und eine 4-Tage Arbeitswoche auch.