Alle Beiträge zum Tag "klx-250"...

Enduro Stammtisch in Overath

Gestern bin ich der Einladung von Armin (vintage dual sport blog) gefolgt und habe den Enduro-Stammtisch in Overath besucht. Direkt nach der Arbeit bin ich los und über die Autobahn nach Overath gefahren, was glücklicherweise nicht länger als 90 Minuten gedauert hat. Positiver Nebeneffekt: Auf der Autobahn konnte ich mein neues Hitzeschutzband von ThermoTec einfahren und zugleich auch testen. Das “Cafe Lukas”, in dem der Stammtisch stattfand, war nicht zu verfehlen und pünktlich um kurz nach 19 Uhr, hatte ich mein Ziel erreicht.

Der Abend gestaltete sich nett, 8 Personen waren gekommen, um sich über Enduros, Trialmotorräder und andere Dinge auszutauschen. Benzin- und Techniksprech, wie es sich gehört. Schön war auch einen weiteren Motorrad-Blogger mal persönlich kennenzulernen, schließlich ist die Szene überschaubar, aber doch recht weit über Deutschland verteilt. Vielleicht wird’s langsam mal Zeit für eine “Re:Moppedblogger:Publica” oder so.

Viertel nach neun bin ich dann wieder aufgebrochen, wobei die Autobahn außen vor blieb. Die recht langweilige B55 führt mich zügig nach Gummersbach, von dort aus nahm ich die sehr schön zu fahrende Strecke Richtung Meinerzhagen. Eine recht kurvige Bundesstraße, die zum Ende hin auf eine Geschwindigkeit von 60 Km/h beschränkt ist und vorher das motivierende Schild “Unfallstrecke” am Straßenrand prangt. Genau das richtige für ein Mopped also.

In Meinerzhagen bin ich dann auf die B54 geschwenkt und über Kierspe war Lüdenscheid fix erreicht. Von dort ist es über Werdohl nur noch ein Katzensprung bis Menden, wo ich um 23 Uhr in die Heimatgarage einlaufen konnte. Interessanterweise dauert die Fahrt über Land nur 30 Minuten länger, als über die Autobahn. Das werde ich mir merken. Auf die halbe Stunde kommt es nämlich wirklich nicht an, wenn man sich damit eine nette Strecke und vorallem einen nicht schmerzenden Hintern erkauft.

Die KLX lief übrigens wie gewohnt super und ohne Probleme. Durch das Hitzeschutzband (Bericht folgt) ist der Sound noch etwas dumpfer geworden. Es pöttert so herrlich vor sich hin, dass ich auf der Rückfahrt eher den Sound, als die Kurven genossen habe. Im sechsten Gang mit neunzig kann eben auch schön sein.

KLX 250 Update: D-Flex Handprotektoren von Tusk

Vor einiger Zeit hatte ich Acerbis Handprotektoren bestellt, die aber leider nicht an meinen KLX Lenker gepasst haben. Die waren um’s verecken nicht zu montieren. Also habe ich mich im Netz ein wenig umgesehen und bin über das Planet KLX Forum auf die D-Flex Handprotektoren der Firma Tusk gestoßen. Leider gibt’s die nur in den USA, aber ich habe ja Geduld. Nach 3 Wochen war das Paket endlich da, wobei die Frachtkosten genau so teuer waren, wie das Kit selbst. Narf!

Dann habe ich mich natürlich sofort daran gemacht die Dinger anzubauen und nach dem ersten groben anhalten war klar: Es passt. Irgendwie. Doch nachdem ich mit einem Messer den Gasgriff beschnitten hatte, staunte ich erstmal nicht schlecht: Kawasaki hatte die tolle Idee innen im Lenker Lenkerendengewichte einzuschweißen. Mit drei Schweißpunkten. An dieser Stelle vielen Dank dafür.

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Odenwald Bollern 2010.01 – Blogger pöttern durch den Wald

Jetzt aber los. Es ist kurz nach 16 Uhr und irgendwie ahne ich schon, dass ich mich ein paar mal verfahren werde, auch wenn ich die Strecke aus dem Spessart in den Odenwald mit dem Milestone ein paar Mal durchgegangen bin. Die KLX ist schnell gesattelt, ich verabschiede mich nochmal von Aaron Lang, der mir das vielfältige durchtesten von Honda Motorrädern ermöglicht hat. Da ich schonmal in der Gegend bin, habe ich mich mit Patrick, Boris und Alexander verabredet am folgenden Tag ein wenig durch den schönen Odenwald zu bollern.

Ich drehe den Schlüssel um und in dem Digitaldisplay der kleinen Enduro blinkt die Anzeige “FUEL” auf. Ach ja, da war ja was. Also fahre ich noch direkt an die nebenan gelegene Tankstelle, und fülle den Tank bis zum Anschlag. Dabei fällt mir wieder auf, wie fantastisch der Verbrauch der KLX ist – im Schnitt 3,4 Liter auf 100 Kilometer, das schont den Geldbeutel.

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Vorbereitungen zum Honda Testtag im Spessart

Donnerstag Nachmittag geht’s Richtung Spessart, ich freue mich schon. Die Anreise mit der KLX wird vermutlich etwas langweilig und anstrengend, denn ich werde wohl die Autobahn benutzen müssen, da ich am Donnerstag noch arbeiten muss, aber ich bin gespannt, wie der darauf folgende Freitag werden wird und ob es mir gelingt dieses Ereignis auch medial ansprechend zu dokumentieren.

Zur Erinnerung: Ich darf die aktuelle Modellpalette von Honda zusammen mit Dennis vom Moppedblog und vermutlich vielen weiteren Pressevertretern, wie z.B. Jochen Vorfelder, ordentlich durchtesten. Da ich noch nie Honda gefahren bin, eine spannende Sache.

Getestet werden können ziemlich viele der edlen Honda Krafträder:

  • Gold Wing
  • VT1300CX
  • CB1300
  • VFR1200F
  • CBR1000RR Fireblade
  • CB1000R
  • CBF1000F ABS
  • CBF1000 ABS
  • Varadero 1000
  • VFR800
  • Shadow 750
  • VT750S
  • Transalp
  • CBR600RR ABS
  • CBF600SA
  • Hornet
  • SilverWing 600, ABS
  • SW-T400
  • CBR125R
  • CBF125
  • SH125
  • Innova

Ich möchte gerne die neuen 125er (CBR/CBF) testen, weil Kaja nämlich mit 16 – also in nichtmal 2 Jahren – den A1 Führerschein machen will. Da lohnt es sich für mich auf jeden Fall Eindrücke über die aktuellen 125er von Honda zu sammeln, auch was Leistung, Sicherheit und Handling angeht. Ein wenig Sorgen mache ich mir nämlich schon, auch wenn ich es toll finde, dass sie sich für das Motorradfahren begeistert.

Was mich auch noch sehr interessiert ist die Transalp, die einen sehr guten Ruf besitzt. Die Zuverlässigkeit kann ich zwar nicht testen, wohl aber, wie sich die “Transe” bewegen lässt und wie gut die Komponenten des Motorrads ingesamt zusammen passen.

Was ich sonst noch so fahren werde, weiß ich noch nicht, das lasse ich einfach auf mich zukommen. Die CBR1000RR Fireblade wäre natürlich der Oberkracher, aber ich könnte mir auch durchaus vorstellen die Goldwing mal zu fahren. Vielleicht überzeugt mich die Maschine ja sogar, dass meine Aversion gegen “Dickschiffe” unbegründet ist. Die VFR800 finde ich auch noch ziemlich interessant, weil mir die Optik gefällt.

Interessant wäre auch, wenn Dennis und ich die gleichen Maschinen fahren würden, so ließen sich unsere Einschätzungen später vergleichen, was sicherlich spannend wäre. Naja, mal sehen… ich quatsche ihn einfach mal darauf an.

Um einige optische Eindrücke von der Veranstaltung vermitteln zu können, werde ich meine Flip HD Videokamera mitnehmen und neben Twitter (Hashtag: #honda2010tt :D) und dem nachträglichen Schreiben eines Blog-Eintrags auch versuchen die Veranstaltung per Video festzuhalten. Das wird auf jeden Fall spannend, da es das Blog vielleicht endlich um eine weiteres Medium erweitert. Hoffentlich verliere ich meine Kamera-Ausrüstung nicht wieder auf der Autobahn… ich denke aber nicht. So ein Mist passiert mir nur einmal.

Auf den Freitag folgt meistens der Samstag, den ich mit den Jungs von der Handwaschpaste und mit Alexander von abgeschweift.de im Odenwald verbringen werde. Wenn ich schonmal da unten bin und Herr Troelf mir dieses verlockende Angebot unterbreitet, dann kann ich das einfach nicht ausschlagen.

Worüber ich mich jedoch besonders freue: Das ist meine erste Tour mit der KLX. Mal sehen, wie ich den Packsack auf die dünne Sitzbank gefriemelt bekomme und ob mir der Arsch am Abend blutet. :-)

Vorfreude ist was schönes. Und eine 4-Tage Arbeitswoche auch.

Mit der KLX 250 im Schneegestöber: Kein Wintermärchen

Es ist Freitag Abend und ich besuche die Weihnachtsfeier meiner ehemaligen Firma in Dortmund. Schon auf der Hinfahrt ist es schweinekalt und es schneit leicht. Die Straßenverhältnisse sind schon jetzt als eher beschissen zu bezeichnen. Ich bleibe auch nicht lange auf der Feier, denn diese findet draußen statt und ich bin bereits durchgefroren. Als der Schneefall immer stärker und stärker wird, sattle ich mein giftgrünes Ross und fahre Richtung Heimat.

Es sind ungefähr 40 Kilometer bis nach Hause und wenn es hier in Dortmund schon so übel schneit, wie sieht es dann erst bei uns im Sauerland aus? Bereits die ersten Kilometer ist die Fahrt gruselig und ich komme kaum über 60 Km/h, weil die Straßen teilweise bereits von einer Schneedecke bedeckt sind. Die kleine und leichte 250er KLX lässt sich aber dennoch gut beherrschen, ich muss zwar langsam fahren, aber noch fühle ich mich recht wohl. Es ist noch nicht allzu kalt und die Finger sind noch beweglich, die Stulpen, die ich am Lenker montiert habe helfen. Sieht zwar scheiße aus, aber Hauptsache nicht so schnell frieren.

Ich erreiche den Dortmunder Flughafen und fahre weiter Richtung Unna. Der Schnee wird plötzlich wesentlich stärker und die Temperatur sinkt deutlich ab. In Unna schmerzen meine Finger wie Teufel, ich versuche sie durch ständiges Bewegen wenigstens ein bisschen zu erwärmen. Es gelingt mir nicht und zu allem Übel werden auch die Straßenverhältnisse immer schlechter. Hinter Unna nehme ich die Bundesstraße Richung Menden, kann aber nur maximal 50 fahren, weil sich unter der nun geschlossenen Schneedecke auf der Fahrbahn Eis gebildet hat. Es ist ungefähr fünfzehn Grad Minus, das Visir beginnt unten bereits zuzufrieren, was mir aber im Moment egal ist. Ich muss so oder so andauernd die linke Hand aus der Stulpe ziehen, das Visir vom Schnee befreien und die dick behandschuhte Hand danach wieder in die Stulpe fummeln.

Hinter mir bildet sich eine kleine Autoschlange, aber sie trauen sich nicht mich zu überholen, die Verhältnisse lassen das selbst mit vier Rädern nicht zu. Trotzdem spüre ich im Nacken, wie die Ungeduld der Autofahrer wächst und ihr Verständnis für meine beschissene Situation sinkt. Glücklicherweise fahre ich dann auf ein noch langsamer fahrendes Auto auf, was die Situation etwas entspannt. Ich erreiche eine kleine Bergkuppe, die kurz vor Langschede liegt, dann geht es langsam und vorsichtig bergab. Meinen linken Daumen spüre ich kaum noch, nur einen pulsierenden Schmerz. Überhaupt schmerzen meine Finger wie mit Nadel gespickt, so dass es mir vor Schmerz teilweise das Gesicht verzieht.

Nach ein paar Kilometern erreiche ich die Ruhr und fahre über die Brücke, lege ich mich im darauf folgenden Kreisverkehr fast auf die Fresse, obwohl ich im ersten Gang mit gezogener Kupplung und ohne Schräglage die KLX um die Kurve trage. Dieses verdammte Eis. Tückisch ist es.

Das Auto, das unsere Kolonne bremste ist leider in eine andere Richtung abgebogen und nun bin ich wieder das Hindernis. Die Autofahrer hinter mir werden mir aber mit jedem Meter immer egaler, denn die Schmerzen in meinen Finger beschäftigen mich mehr. Der rechte Daumen brennt inzwischen wie Feuer und auch die restlichen Finger schmerzen fürchterlich. Die Stulpen helfen bei diesen Temperaturen einfach nicht mehr dauerhaft, eine Griffheizung wäre toll.

Schließlich erreiche ich Menden, nun ist es nicht mehr weit, aber die Straßenverhältnisse sind kontinuierlich schlechter geworden. Es ist sehr rutschig und ich kann nur noch maximal 50 Km/h fahren, dann merke ich, wie die KLX langsam instabil wird und die Reifen die Traktion verlieren. Ich denke an den Bieberberg, den ich in Lendringsen noch hinauf muss. Davor graust es mir am meisten. Warum zur Hölle ist eigentlich nicht ein Streuwagen unterwegs? Seit Dortmund nicht einer? Haben die Weihnachtsfeier?

Kurz vor Lendringsen lege ich mich dann doch nochmal fast auf die Seite, weil ich einen stark drängelnden Autofahrer vorbei lassen will und dabei in tieferen Schnee am Straßenrand gerate. Das Vorderrad beginnt zu rutschen, aber ich kann es gerade noch stabilisieren. Mit einer schwereren Maschine hätte ich in jedem Fall gelegen.

So ein blödes Arschloch, was drängelt der auch so? Warum überholt er nicht einfach, wenn ich ihm zu langsam bin? Nächstes Mal lass ich keinen mehr vorbei… keinen Bock mich hinzupacken und dann von einem solchen Spinner überfahren zu weren. Aber das Adrenalin tut wenigstens meinen Händen etwas gut, weil es die Schmerzen ein wenig abschwächt und endlich erreiche ich die Abfahrt der verschneiten Bundesstraße.

Ich dirigiere die KLX vorsichtig um eine rutschige Kurve, dann bin ich endlich in Lendringsen. Nur noch zwei Kreisverkehre, die ich vorsichtig mit beiden Beinen am Boden durchfahre und es folgt die letzte Herausforderung. Der Bieberberg. Oben steht unser Haus, es geht teilweise recht Steil hinauf, also beginne ich vorsichtig im 2. Gang den Anstieg. Und über den zweiten Gang komme ich auch nicht hinaus, sobald ich den Dritten einlege, um die Geschwindigkeit auf mehr als 30 zu “katapultieren”, beginnt das Hinterrad trotz der Stollenreifen nicht mehr richtig zu packen. In den leichten Kurven muss ich die Geschwindigkeit so oder so drosseln, zu groß meine Sorge, dass mir wieder die Haftung des Vorderreifen flöten geht. Auch an diesem Anstieg wurde übrigens nicht gestreut, so wie auf der gesamten Strecke von Dortmund nach Menden.

Nach gefühlten 10 Minuten bin ich dann endlich oben an unserem Haus angekommen. Total fertig, als hätte ich gerade eine 400 Kilometer Tour gefahren, steige ich von der 250er und versuche den Schlüssel abzuziehen. Geht nicht, ist im Schloss festgefroren, was mir im Moment aber auch ziemlich egal ist, ich will einfach nur noch, dass die Schmerzen aufhören und gehe rein.

Die Kleidung abzulegen fällt mir schwer, ich kann die Finger kaum bewegen. Irgendwie gelingt es mir dann doch mich zumindest der Regenkleidung und der Lederjacke zu entledigen. Ich stecke die Finger in die Achselhöhlen und presse, was den Schmerz lindert. Steffi eilt herbei und betrachtet mit mitleidig. Fast zwei Stunden habe ich für die Strecke gebraucht. Normal wären 40 Minuten. Mit der FZR höchstens 20.

Steffi kommt auf die Idee, ich solle mir einen Schnaps trinken, das würde die Arterien weiten. Also kloppe ich mir 2 Whiskey in den Kopf und tatsächlich, es wird sofort merklich besser. Langsam tauen meine Finger wieder auf, aber mein rechter Daumen bleibt eine einzige Frostbeule, die Haut ganz weiß und auch ein wenig taub.

Steffi, meine Freundin, fragt mich später, warum ich denn nicht mit ihrem Auto gefahren bin, aber die Antwort fällt ihr sofort nach der Frage selbst ein. “Du musstest das einfach machen oder?”. Ich nicke: “Ich musste doch testen ob die KLX wintertauglich ist”.

Und das ist sie. Geringes Gewicht, Stollenreifen und wenig Leistung. Im Winterbetrieb sind das große Vorteile.

Nur eine Griffheizung muss ich noch kaufen. Oder wenigstens mal neue Handschuhe. Oder endlich die Zündung vom ollen Russen reparieren. Drei Räder sind ja manchmal doch nicht so verkehrt.

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