Hier stünde normalerweise ein schönes Bild. ;-)

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Royal Enfield Diesel Update

Nachdem mich am Freitag eine Halsentzündung dahingerafft hat und ich schon Sorge hatte, am Wochenende nicht schrauben zu können, wie ich es geplant hatte, war ich dann am Samstag glücklicherweise doch bereits wieder soweit genesen, dass ich den Nachmittag und auch den Sonntag in der Garage verbringen konnte.

Am Samstag habe ich als erstes einen Ölwechsel vorgenommen und dabei dem Motoröl einen Motorölzusatz von Mathy beigemischt. Bevor ich so richtig loslegen konnte, musste ich allerdings erstmal in Baumarkt fahren, weil ich keinen Innensechskantschlüssel für meinen Proxxon hatte. Das ist auch ehrlich gesagt die erste Ölablassschraube mit Innensechskant, die ich je beschraubt habe. Als Frischöl besorgte ich mir normales 15W40 an der Tankstelle.

Da die Füllmenge des Motor 1,4 Liter beträgt, habe ich 0,2 Liter Mathy-M und 1,2 Liter Öl eingefüllt. Das entspricht etwa 15 % Mathy, was denke ich okay ist. Jochen Sommer mischt dem Öl der Hatz Enfields nur 10% bei, aber ich denke etwas mehr schadet da sicherlich nicht. Während das Öl auslief, habe ich auch noch einen neuen Kickstarter angebaut. Den anderen hatte es abgeschüttelt. Außerdem habe ich den Rücklichträger nochmal abgebaut und die Blinker hinten neu verkabelt, beim Anbau der Chromschutzbleche hatte ich da aufgrund von Hirnerschöpfung irgendwas zusammengesteckt, was meine Blinker dazu veranlasste als Warnblinkanlage zu fungieren. Als ich mir dann im Wachzustand die Kabel nochmal angesehen habe, war dann sofort klar, wie es zusammen gehört. Ansonsten war der Ölwechsel langweilig. Das Gewinde nicht überdreht und dicht ist auch alles.

Am nächsten Tag habe ich dann endlich diesen unsäglich fetten Kofferträger demontiert. Problem dabei: Die Blinker waren am Träger montiert und die original Blinkerhalter waren nicht dabei. Aber da hat mir mein Vater ausgeholfen und wir hatten uns überlegt, einfach aus der alten Halterung einer Deckenlampe neue Blinkerhalter zu bauen. Was soll ich sagen? Einfach in der Mitte durchgeflext, entsprechend gekürzt, Löcher gebohrt und lackiert sahen sie wirklich gut aus und auch solider als die Originale, die doch recht schmal sind. Der Kofferträger war schnell entfernt und dann ging es daran die Blinker zu befestigen.

Dazu musste erstmal das Nummerschild wieder runter und ich kramte aus meiner Werkzeugkiste noch ein paar Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben hervor. Eiserne Reserven. Dann habe ich die Halter am Rücklichträger mit ordentlich foffo montiert, um festzustellen, dass die Bohrlöcher einen Tick zu klein für die Blinkergewinde waren. Die Rundfeile löste dieses Problem und danach waren die Blinker ruck zuck wieder dran.

Dann widmete ich mich den vorderen Blinkern, aber nicht, weil diese es nicht taten, sondern weil die runter mussten, um diese hässliche “Powered by Lombardini” Frontplate gegen ein verchromtes Original zu tauschen. Wenig Arbeit, großer Effekt. Nur der Aufkleber fehlt noch auf dem neuen Teil, das wird nachgeholt.

Das Beste hob ich mir für den Schluss auf: Die Goa-Pipe wurde montiert. Leider musste ich dabei vom hinteren Halter die letzte Schraube weglassen, egal was ich gemacht habe, es passte einfach nicht. Egal, wird schon halten…

Die anschließende Probefahrt war ein Traum: Endlich Sound! Endlich kein Monstrum mehr am Heck und seltsamerweise springt die Enfield mit dem neuen Topf und vielleicht auch wegen dem Mathy-M Zusatz besser an, auch der Durchzug ist besser! Sehr fein, wieder was geschafft, was die Enfield immer mehr zu meinem Motorrad werden lässt.

Und jetzt zum Abschluss noch einige wenige Fotos, die ich heute Abend in der Garage geschossen habe. Ein Video folgt noch, wenn ich Zeit habe und das Wetter am Wochenende mal gut ist.

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Royal Enfield Diesel ToDo Liste

Ein kleiner Plan zum umbauen meiner Diesel, dass ich auch bloß nichts vergesse und einen kleinen Überblick habe.

  • Scheibe demontieren
  • Serien-Spiegel gegen Chrom-Spiegel tauschen
  • Rückbau der Front-Number-Plate zum originalen Zierblech
  • Austausch des monströsen Kofferträgers gegen einen modifierten Kofferträger von MZ (klappbar)
  • Motorölwechsel auf 15W40 mit mit MATHY-M Ölzusatz
  • Fließfett im Getriebe gegen Oldtimer Einbereichsöl, oder ähnlichen Schmierstoff tauschen
  • Den originalen “Fahrradlenker” gegen einen Sixty-5 Lenker tauschen (tiefer, breiter!)
  • Auf härteres Gabelöl wechseln
  • Serienstoßdämpfer hinten auf Sportstoßdämpfer wechseln
  • Fahrradtacho montieren (der indische Wackeltacho sucks…)
  • Seitentaschen montieren
  • Schutzbleche gegen die verchromte Version tauschen
  • Umbau der zwei Säurebatterien auf eine einzelne Gelbatterie
  • Öl im Primärgehäuse gegen ATF tauschen, Primärkettenspannung überprüfen
  • Kupplung feinjustieren
  • Original Rücklicht gegen Oldtimer Rücklicht (LUCAS/HELLA) tauschen
  • Sekundärkette erneuern
  • Oberen Öleinfüllstutzen mit Entlüftungsbohrung versehen und Öl auf die Kette, äh in einen Auffangbehälter leiten
  • Auspuff mit Hitzeschutzband (Thermo-Tec) umwickeln (Edelstahlkrümmer und Chrom-Topf sieht scheiße aus)
  • Serienendtopf gegen Goa-Pipe tauschen
  • Wenn erforderlich Reifenwechsel auf Heidenau
  • Tank mit zusätzlichem Anschluss für die Entlüftung versehen
  • Benzinhähne (aus dem Hydraulikzubehör) für Vor- und Rücklauf montieren
  • Beim Tanken dem Diesel fortan Zweitaktöl in der Mischung 1:100 beigeben
  • Einen weißen Seidenschal kaufen

Habe ich was vergessen?

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KLX 250 Update: D-Flex Handprotektoren von Tusk

Vor einiger Zeit hatte ich Acerbis Handprotektoren bestellt, die aber leider nicht an meinen KLX Lenker gepasst haben. Die waren um’s verecken nicht zu montieren. Also habe ich mich im Netz ein wenig umgesehen und bin über das Planet KLX Forum auf die D-Flex Handprotektoren der Firma Tusk gestoßen. Leider gibt’s die nur in den USA, aber ich habe ja Geduld. Nach 3 Wochen war das Paket endlich da, wobei die Frachtkosten genau so teuer waren, wie das Kit selbst. Narf!

Dann habe ich mich natürlich sofort daran gemacht die Dinger anzubauen und nach dem ersten groben anhalten war klar: Es passt. Irgendwie. Doch nachdem ich mit einem Messer den Gasgriff beschnitten hatte, staunte ich erstmal nicht schlecht: Kawasaki hatte die tolle Idee innen im Lenker Lenkerendengewichte einzuschweißen. Mit drei Schweißpunkten. An dieser Stelle vielen Dank dafür.

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Probleme mit der Einspritzung bei der KLX

Nachdem ich die KLX vom Händler abgeholt hatte, ging mir die Maschine gelegentlich beim ausrollen einfach aus und die Leerlaufdrehzahl wanderte bei warmem Motor immer zwischen 2.000 und 3.000 U/min hin und her. Auch eine intensive Recherche im Netz brachte kaum etwas nützliches hervor – kein Wunder, bei einem total neuen Mopped. Nur bei Motorradfrage.net fand ich einen Eintrag, wo ein ähnliches Problem beschrieben wurde, aber leider keine Lösung. Auch der Händler konnte mir nichts sagen und versprach nach dem Wochenende bei Kawasaki nachzufragen.

Weil mir das Problem aber keine Ruhe gelassen hat, habe ich mir mal das Owners-Manual der KLX 250 vorgenommen, ein wenig durchgeblättert und tatsächlich wurde ich fündig. Die Leerlaufdrehzahl soll bei der KLX zwischen 1.250 und 1.350 U/min betragen, bei mir war der Leerlauf aber auf 2.000 U/min eingestellt. Viel zu hoch also.

Also ab in die Garage, Mopped warmlaufen lassen und dann den Leerlauf neu reguliert. Das wird bei der Einspritzung der KLX über eine große Schraube geregelt, die an der Einspritzanlage sitzt. Und weil ich gerade dabei war, habe ich noch den Bremslichtschalter und das Spiel des Gaszugs eingestellt.

Danach ging es auf die Probefahrt, und alle so Yeaahh: Problem behoben. Die KLX läuft nun perfekt, hält das Standgas sauber und geht nicht mehr ab und zu aus. Ich vermute, dass die Einspritzelektronik den Leerlauf manchmal nicht schnell genug hochregeln kann, wenn der Leerlauf zu hoch ist, so dass der Motor abstirb.

Und da sag noch einer, an Neumotorrädern gäb es nichts zu schrauben. ;-)

PS: Gestern hab ich die KLX über die Hausstrecke getrieben – prima! Macht echt Spaß die Kleine!

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Low-Budget Sandstrahlen mit Backpulver

Eine interessante Alternative zum Sandstrahlen habe ich heute im Netz gefunden. Alles was benötigt wird ist eine Druckluftpistole, ein Schlauch und Backpulver.

Geniale Idee und wie die Fotos zeigen ideal zum optischen Aufbessern von Aluminium Teilen.

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