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	<title>Das Motorrad Blog &#187; erfahrungen</title>
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	<description>Gedanken rund um das Thema Motorrad</description>
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		<title>Erstinspektion bei der KLX 250, 1.000 Kilometer Erfahrungsbericht</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 15:50:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc</dc:creator>
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		<category><![CDATA[klx 250]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern war ich vor der Arbeit mit meiner kleinen Kawa zur 1.000 Kilometer Erstinspektion bei Motorrad Schnock in Soest. Ich konnte direkt um neun in die Werstatt fahren und es wurde ein Öl- und Ölfilterwechsel gemacht. Dazu habe ich noch einen neuen Kupplungshebel bestellt, obwohl der Verbogene mit Fäustlingen nun eigentlich besser zu bedienen ist als vorher. Vielleicht sollte ich mich nochmal auf die rechte Seite fallen lassen. ;-)

Gekostet hat die Inspektion eine Stunde Arbeit und das Material, insgesamt 88 Euro. Da kann ich nicht meckern, zumal die nächste Inspektion erst wieder bei 12.000 Kilometern ansteht. Dazwischen noch einen Ölwechsel, den ich selber machen werde und gut. Ganz schön wartungsfreundlich das kleine grüne Ding.

Auch mit dem Verbrauch der KLX 250 bin ich sehr zufrieden, bei längeren Vollgasfahrten nimmt sie rund 3,5 Liter Sprit auf 100 Kilometer zu sich, bei gemäßigtem Fahren nur 3,4 Liter. Das bedeutet: 1.000 Kilometer fahren kostet ungefähr 50 € - ziemlich genial. Au]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/4ad8c0215d3142169b9dfb81ccc4d94a" height="1" width="1" class="VGWortPixel" alt=""/>
<p>Gestern war ich vor der Arbeit mit meiner kleinen Kawa zur 1.000 Kilometer Erstinspektion bei Motorrad Schnock in Soest. Ich konnte direkt um neun in die Werstatt fahren und es wurde ein Öl- und Ölfilterwechsel gemacht. Dazu habe ich noch einen neuen Kupplungshebel bestellt, obwohl der Verbogene mit Fäustlingen nun eigentlich besser zu bedienen ist als vorher. Vielleicht sollte ich mich nochmal auf die rechte Seite fallen lassen. ;-)</p>
<p>Gekostet hat die Inspektion eine Stunde Arbeit und das Material, insgesamt 88 Euro. Da kann ich nicht meckern, zumal die nächste Inspektion erst wieder bei 12.000 Kilometern ansteht. Dazwischen noch einen Ölwechsel, den ich selber machen werde und gut. Ganz schön wartungsfreundlich das kleine grüne Ding.</p>
<p>Auch mit dem Verbrauch der KLX 250 bin ich sehr zufrieden, bei längeren Vollgasfahrten nimmt sie rund 3,5 Liter Sprit auf 100 Kilometer zu sich, bei gemäßigtem Fahren nur 3,4 Liter. Das bedeutet: 1.000 Kilometer fahren kostet ungefähr 50 € &#8211; ziemlich genial. Auch die Fahrleistungen sind, nach dem die Kawa nun halbwegs eingefahren ist, besser geworden. Wenn du den 250er Motor auf Drehzahl hälst, dann beschleunigt die Maschine bis 100 Km/h durchaus zügig. Nun, ein Porschekiller ist sie nicht gerade, aber für den Opel- oder VW-Proll der neben dir an der Ampel steht und nicht akzeptieren will, dass du so oder so schneller weg bist, reicht es dicke. Erwähnenswert ist noch, dass sich auch der Klang der Maschine durch das Einfahren verbessert hat. Sie ist nicht mehr ganz so leise, oder ich habe mich an die Flüstertüte einfach gewöhnt.</p>
<p>Ansonsten waren die ersten 1.000 Kilometer &#8211; bis auf den Sturz &#8211; echt unspektakulär, tanken fahren, tanken fahren, ab und zu mal nach dem Öl schauen, sich freuen, dass kein Öl verbraucht wird, die übliche Kettenpflege, das war&#8217;s. Die Reifen haben noch satt Profil, ich denke 5.000 Kilometer könnten mit den Stollen drin sein, was für Cross-Reifen okay ist. Abwarten, Benzin verbrauchen.</p>
<p>Sehr gefällig an der Maschine ist vorallem das geringe Gewicht, nächste Woche soll es ja schneien, da wird sich zeigen, ob ich nicht doch besser wieder auf&#8217;s Ural Gespann umsteige.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die ersten 1.000 Kilometer mit dem Ural Gespann</title>
		<link>http://www.das-motorrad-blog.de/erfahrungsbericht-ural-650-gespann/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Oct 2008 15:43:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nun bin ich mit dem Ural Gespann 1.000 Kilometer gefahren, Zeit also einen Erfahrungsbericht zu liefern. Was also habe ich in diesen drei Wochen gelernt, erlebt und wie denke ich über die Ural? Hat sich der Kauf gelohnt? Ist schon was kaputt? Ist Gespannfahren schwierig? Und gibt es wirklich kein Bier auf Hawaii?

Ich schrub ja bereits, dass ich mit der Ural ins kalte Wasser springen musste und mich meine erste richtige Fahrt im öffentlichen Straßenverkehr gleich 150 Kilometer von Verden nach Hause führte. Nun, ich habe das ja ohne Probleme überstanden, war allerdings nach der Fahrt erstmal ziemlich erschöpft, so als wäre ich 400 Kilometer mit der Enfield gefahren.

Das ist die erste Erfahrung, die ich gemacht habe: Gespannfahren ist am Anfang ziemlich anstrengend, sowohl körperlich, als auch geistig. Das Lenken braucht Kraft, das Fahren noch mehr Aufmerksamkeit als sonst. Das schöne ist aber: Es wird besser. Mit der Zeit erschließt sich das Prinzip des Lenkens mittels Gas geben und Gas wegnehme]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/20930598e1c04a24918d9a3df042e053" height="1" width="1" class="VGWortPixel" alt=""/>
<p>Nun bin ich mit dem Ural Gespann 1.000 Kilometer gefahren, Zeit also einen Erfahrungsbericht zu liefern. Was also habe ich in diesen drei Wochen gelernt, erlebt und wie denke ich über die Ural? Hat sich der Kauf gelohnt? Ist schon was kaputt? Ist Gespannfahren schwierig? Und gibt es wirklich kein Bier auf Hawaii?<span id="more-474"></span></p>
<p>Ich schrub ja bereits, dass ich mit der Ural ins kalte Wasser springen musste und mich meine erste richtige Fahrt im öffentlichen Straßenverkehr gleich 150 Kilometer von Verden nach Hause führte. Nun, ich habe das ja ohne Probleme überstanden, war allerdings nach der Fahrt erstmal ziemlich erschöpft, so als wäre ich 400 Kilometer mit der Enfield gefahren.</p>
<p>Das ist die erste Erfahrung, die ich gemacht habe: Gespannfahren ist am Anfang ziemlich anstrengend, sowohl körperlich, als auch geistig. Das Lenken braucht Kraft, das Fahren noch mehr Aufmerksamkeit als sonst. Das schöne ist aber: Es wird besser. Mit der Zeit erschließt sich das Prinzip des Lenkens mittels Gas geben und Gas wegnehmen, was das Lenken sehr erleichtert, denn die Masseträgheit lehrt uns: Der Beiwagen will weiter fahren obwohl wir bremsen und er bremst uns, obwohl wir Gas geben. Und nach einigen hundert Kilometern wird dann klar: Das muss auch so! Denn es macht tierisch Spaß das auszunutzen und hilft uns flott um die Ecken zu kommen.</p>
<p>Dann habe ich natürlich die Sache mit dem Beiwagen versucht. Also erstmal ab auf einen leeren Parkplatz, Rechtskurven üben, bis der Beiwagen in der Luft hängt und siehe da: Es ist relativ problemlos möglich eine Kurve auch nur auf zwei Rädern zu durchfahren, wenn der Impuls gegenzulenken ignoriert wird. Allerdings darf natürlich auch hierbei nicht übertrieben werden, das ist ja logisch. Inzwischen klappt das mit dem Beiwagen übrigens wirklich gut, wenn ich es möchte, allerdings versuche ich dennoch es zu vermeiden, weil diese Art zu fahren die Radlager und Felgen stark belastet.</p>
<p>Linkskurven hingegen nehme ich immer mit dem nötigen Respekt und einigem Körpereinsatz, indem ich mich vor der Kurve anders hinsetze und mich nach Links lehne &#8211; zumindest bei höheren Kurvengeschwindigkeiten. Dabei habe ich es noch nicht geschafft, dass das Motorrad anfängt über den Beiwagen zu kippen und ganz ehrlich: Das ist auch gut so und ich habe es auch noch nicht versucht, weil der Grenzbereich hier einfach viel zu eng ist &#8211; ich finde es ist zu gefährlich das auszuprobieren, muss ich nicht können.</p>
<p>Die ersten Regenfahrten waren dann auch nochmal interessant: Bei nasser Straße lässt sich gut driften. Sowohl linksrum, als auch rechtsrum und der Beiwagen kommt nicht mehr hoch, weil das Gespann vorher anfängt zu schmieren. Auch das ist nicht ungefährlich, macht aber Spaß, solange sich das Gespann unter dem Grenzbereich aufhält.</p>
<p>Ein weiteres Schlüsselerlebnis hatte ich in einer leichten Rechtskurve, in der es bergab ging und bei welcher die Straße nach links recht stark abschüssig war. Solche Kurven sind gefährlich, wenn sie nicht mit der nötigen Vorsicht durchfahren werden, denn der Beiwagen kommt viel schneller hoch und durch die schräge Fahrbahn sagt der Kopf noch zusätzlich, das weiter nach rechts lenken jetzt gerade keine gute Idee ist. Ich sag&#8217;s mal so: Gut, dass kein Gegenverkehr kam. Ich hätte wahrscheinlich noch ausweichen können, aber darauf war ich total unvorbereitet. Also Obacht bei solchen Kurven!</p>
<p>Nach ungefähr 700 Kilometern bin ich dann, weil ich es eilig hatte doch mal auf die XJ gestiegen und war sehr erstaunt, wie einfach und präzise ein Solomotorrad im Vergleich zu einem Ural Gespann lenkbar ist. Und wie leicht eine Schaltung zu bedienen sein kann, und wie gut Scheibenbremsen funktionieren. Ich bin ja wirklich täglich mit der Ural gefahren und habe mich deshalb schnell an diese Art zu fahren gewöhnt, aber bei der Fahrt mit der XJ wurde mir klar, wie unglaublich anstrengender und anders das Gespannfahren ist. Das Tolle aber wieder: Du gewöhnst dich einfach daran, es wird zur Normalität und es macht auch noch Spaß!</p>
<p>Jetzt nach 1.000 Kilometern mit der Ural muss ich sagen, dass mir das Fahren inzwischen wirklich leicht fällt und es nun einfach nur noch tierisch Bock bringt. Es ist schön geradeaus zu fahren, den breiten Fehling Lenker fest umschlossen und neben mir das Boot, es ist schön Kurven zu fahren und dabei mit seinem Körper zu agieren und es ist schön, wie die Leute ungläubig glotzen, wenn sie dieses kernige Alteisen und vorallem sehen, wie ich rückwärts ausparke, wobei der Klang der Ural übrigens auch richtig lecker ist. Einfach ein geiler Eisenhaufen. Eigentlich unfahrbar, aber es fährt.</p>
<p>Technisch hatte ich auch schon wie zu erwarten einige kleinere Problemchen. Manchmal läuft sie nicht gut, was ich zuerst auf den zu heftigen Einsatz des zu fetten Chokes geschoben habe. Ohne morgendlichen Choke Start ging es dann auch einige Zeit gut, doch dann fingen die Aussetzer während dem Übergang von lauwarm zu betriebswarm wieder an. Als nächstes vermutete ich Dreck im Tank, weil mir das zwei Mal direkt nach dem Tanken passiert ist, und es nach dem Reinigen der Hauptdüsen wieder lief. Aber gestern war es dann auch wieder da, obwohl ich nicht getankt hatte. Also bleibt noch der Kondensator übrig, der wohl einen weg hat und nur kalt oder heiß funktioniert, aber nicht lauwarm. Erklärt auch, warum es nach dem Reinigen der Hauptdüsen wieder funktionierte: Ich stand lange genug, dass die Restwärme des Motors den Kondensator genügend aufheizen konnte. Nun ja, ein kleineres Problem, nichts wildes. Der Kondensator wird getauscht und gut.</p>
<p>Dann habe ich noch ein wenig an der Elektrik rumgebastelt, als Leerlaufanzeige war nachträglich eine Birne aus dem Fahrradzubehör in die Instrumententafel gefentert worden, die natürlich nach wenigen 100 Kilometern durchvibriert war. Ich habe die Leerlaufanzeige dann einfach auf eine unbelegte Leuchte gelegt und gut.</p>
<p>Der Ölverbrauch hält sich übrigens auch in Grenzen, ich komme wohl so zwischen 0,6 und 0,9 Liter auf 1.000 Kilometer raus, was okay ist.</p>
<p>Die Technik der Ural ist auf jeden Fall beherrschbar, wenn man sich ein wenig mit Motoren älterer Bauart beschäftigt und auch beschäftigen möchte. Ich denke das ist schon ein Muss, denn wer ein wartungsarmes, pflegeleichtes Fahrzeug ohne Macken sucht, der ist mit einem Japaner besser beraten. Wer allerdings ein kultiges Kraftrad sucht, das gnadenlos einfordert beschraubt zu werden, der ist bei der Ural genau richtig. Womit ich nicht sagen will, das meine Ural unzuverlässig wäre. Die 1.000 Kilometer hat sie bis auf das kleine Kondensator Problem ohne weitere Zicken überstanden. Sie springt sehr gut an, fährt sehr gut, macht Spaß und bietet viele Bastelmöglichkeiten und Alibis um ein Garagenbier zu trinken.</p>
<p>Kurzum: Ich bin sehr zufrieden.</p>
<p>Nun werde ich demnächst einen Ölwechsel machen, das Ventilspiel prüfen, den Kondensator tauschen und die Zündung kontrollieren. Kardanöl könnte sie auch mal gebrauchen, und &#8230; naja ich schau einfach mal alles durch, danach geht&#8217;s an die Lackierung. Schwarzmatt wird&#8217;s wohl werden, wie es aussieht. Die Abstimmung läuft ja noch, bis ich mit der Bestellung der Farben beginne.</p>
<p>Bleibt noch die Frage, ob ich die Ural empfehlen kann&#8230; ich denke ich würde sie jemandem Empfehlen, der einen ausgeprägten Hang zu altem Eisen, Klassikern, oder Motorrädern ganz Allgemein hat. Ich würde sie uneingeschränkt jedem Empfehlen, der wie ich kein Auto besitzt und total auf Motorrädern abfährt, Leute wie ich werden sehr sehr viel Freude damit haben.<br />
 Bruchstrichfahrer und Saisonherbrenner, die mehr Putzen als Fahren, oder in jeder Kurve mit dem Knie schleifen müssen, werden daran vermutlich keine Freude und auch kein Interesse haben. Und sich so ein Ding zu kaufen weil &#8220;Opa/Papa/ich das im Krieg gefahren ist&#8221;, ist vielleicht auch ein blöde Idee, schließlich ist es russisch und nicht von der Wehrmacht.<br />
 Eine Ural ist irgendwie ein wenig schmutzig, kernig, ungestüm, wie ein Kaltblüter, Richtung Haflinger und ganz bestimmt kein Vollblutaraber. Klar kann sie schön zurecht gemacht werden, aber innen drin bleibt sie eben wie sie ist. Russisches Eisen.</p>
<p>Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich mich immer noch nicht entscheiden kann, ob ich nun &#8220;Die Russin&#8221;, oder &#8220;Der Russe&#8221; sagen soll?</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die erste Fahrt mit einem Ural Gespann</title>
		<link>http://www.das-motorrad-blog.de/die-erste-fahrt-mit-einem-ural-gespann/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Sep 2008 09:31:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mein Vater hat mich gestern zu Gernot von Moto Moscow gefahren, ich habe mir bei ihm eine Ural 650 Baujahr 92 mit 5500 Kilometern gekauft. Auf der A1 ist Stau, also trudeln wir etwas später als erwartet ein, was aber nicht schlimm ist, da ich mit Gernot eh keine feste Zeit ausgemacht hatte. Als wir dann endlich ankommen, hat Gernot bereits Besuch und wir unterhalten uns erstmal ein wenig.

Dann gehen wir ins "Werk II" wie Gernot immer scherzhaft zu seinem Schuppen etwas die Straße rauf sagt. Dort angekommen helfen wir Gernot erstmal ein paar Reifen ins Lager zu schaffen, dann rangieren wir die Urals hin und her, bis wir mein neues Schätzchen aus dem Schuppen schieben können.

Ich will es selbst antreten, und zum Leben erwecken, also Benzinhahn auf, drei mal leer durchkicken wie ich es auch bei der Enfield mache, Zündung an und Rums. Läuft an, geht wieder aus. Naja okay, dann vielleicht doch besser mit Choke. Also Choke rein, ankicken und siehe da: Es lebt.

Wir fahren dann über die Wiese wieder n]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/b077637a2d67438d803eabe3c53de306" height="1" width="1" class="VGWortPixel" alt=""/>
<p>Mein Vater hat mich gestern zu Gernot von Moto Moscow gefahren, ich habe mir bei ihm eine Ural 650 Baujahr 92 mit 5500 Kilometern gekauft. Auf der A1 ist Stau, also trudeln wir etwas später als erwartet ein, was aber nicht schlimm ist, da ich mit Gernot eh keine feste Zeit ausgemacht hatte. Als wir dann endlich ankommen, hat Gernot bereits Besuch und wir unterhalten uns erstmal ein wenig.</p>
<p>Dann gehen wir ins &#8220;Werk II&#8221; wie Gernot immer scherzhaft zu seinem Schuppen etwas die Straße rauf sagt. Dort angekommen helfen wir Gernot erstmal ein paar Reifen ins Lager zu schaffen, dann rangieren wir die Urals hin und her, bis wir mein neues Schätzchen aus dem Schuppen schieben können.<span id="more-436"></span></p>
<p>Ich will es selbst antreten, und zum Leben erwecken, also Benzinhahn auf, drei mal leer durchkicken wie ich es auch bei der Enfield mache, Zündung an und Rums. Läuft an, geht wieder aus. Naja okay, dann vielleicht doch besser mit Choke. Also Choke rein, ankicken und siehe da: Es lebt.</p>
<p>Wir fahren dann über die Wiese wieder nach &#8220;Werk I&#8221;, ich alleine mit meiner Neuen, Gernot und sein Besuch mit der Dieselural. Dort angekommen schraubt mir Gernot das Kurzzeitkennzeichen an mein Schätzchen und baut mir noch ein neues Blinkrelais ein, weil es das Andere nicht richtig tun will. Danach schieben wir uns erstmal eine Pizza in den Ofen und quatschen ein wenig. Das nenne ich Service. Da kaufst du ein gebrauchtes Motorrad und wirst noch kulinarisch und auch sonst freundlich umsorgt, da könnten sich andere Händler ruhig eine Scheibe von abschneiden. Wobei es natürlich schwierig ist, als &#8220;normaler Händler&#8221; diese Art von Service zu bieten, denn der Kundenstamm ist einfach viel Größer. Wer interessiert sich schon für Ural, müssen wohl alles Freaks sein.</p>
<p>Nach dem Essen beschäftige ich mich noch ein wenig mit dem Computer von Gernots Frau, der keine Verbindung zum Internet herstellen kann. Also fix die Netzwerkkarte installiert, IP und Gateway eingerichtet und siehe da, die Tore zur digitalen Welt stehen wieder offen.</p>
<p>Bevor ich losfahre möchte Gernot, dass ich noch eine Runde um die Stadt fahre und er zwingt seinen Bekannten, der übrigens mit einer F650 angereist ist, sich als Lebendballast in mein Boot zu quetschen. Ankicken, Gang rein, los gehts. Wir fahren vom Hof auf die Straße, das Gespann fährt ziemlich eirig, aber ich komme gut um die Ecken und absolviere die Ehrenrunde durchs Dorf ohne Probleme. Seltsames Gefühl mit einem Gespann zu fahren, wirklich seltsam. Danach gibt Gernot mich für die Straße frei und kurz nach 17 Uhr rolle ich dann alleine und mit mitgebrachten Gewicht, also Katzenstreu und meine Werkzeugkiste im Boot, vom Hof.</p>
<p>Was habe ich doch vorher für Schreckensberichte über die erste Gespannfahrt gelesen. Grausige Geschichten kursieren, bei denen sich Gespannfahrer auf ihrer ersten Fahrt gleich in der ersten Kurve den Graben angesehen haben. Auch Gernot erwähnte das und daher scheinen diese Geschichten nicht nur Gerüchte zu sein. Deswegen hatte ich letzte Woche schon ein wenig Sorgen und las viel über Gespannfahren, die Fahrphysik und viele andere Erfahrungsberichte. Wie es theoretisch funktioniert, war mir also klar, nur Theorie und Praxis, das sind eben zwei paar Schuhe.</p>
<p>Mein Angst ist unbegründet. Das Fahren ist einfacher als ich dachte. Ich habe mehr Probleme mich auf das Getriebe einzustellen, als auf das Fahren. Ich komme ohne Probleme um die Kurven, achte aber auch immer darauf, dass ich eine der Kurve angepasste Geschwindigkeit fahre, damit der Seitenwagen nicht hochkommt. Das möchte ich erstmal in Ruhe auf einem Parkplatz trainieren, also heißt es erstmal die Kurven nicht allzu schnell zu fahren. Wenn es geradeaus geht, fahre ich meist zwischen 80 und 90 Km/h, was problemlos funktioniert. Die Woche vorher habe ich versucht mir die ganze Zeit Eines in mein Gehirn zu meißeln: Du musst lenken, nämlich dahin, wo du hin willst. Scheint geholfen zu haben.</p>
<p>Gespannfahren ist witzig, richtig witzig! Das Ding fährt eigentlich nie geradeaus, es eiert immer ein wenig. Irgendwie fühlt sich das so an, wie auf einem Schiff bei leichtem Seegang. Naja und Kurvenfahrten sind auch toll, wenn das mit dem Gasgeben und Bremsen sich erstmal erschlossen hat. Gasgeben bedeutet nach rechts fahren, Bremsen bedeutet nach links fahren. Kurven können so bis zu einem bestimmten Grad nur durch Gasgeben oder Bremsen durchfahren werden. Als ich das nach etwa 50 Kilometern raus habe, wird das Fahren viel angenehmer und fängt an richtig Spaß zu machen. Auch der nicht vorhandene klare Geradeauslauf stört mich nun nicht mehr und das Gegensteuern und Korrigieren scheint bereits aus dem Unterbewusstsein zu kommen.</p>
<p>Nach vier Stunden und rund 140 Kilometern rolle ich dann schließlich in Menden bei Steffi auf den Parkplatz. Ich parke <strong>rückwärts </strong>ein, stelle den Motor ab und freue mich, dass alles so gut geklappt hat und das ich nun endlich mein lang ersehntes Ural Gespann habe.</p>
<p>Abschließend noch einige Tipps, wenn Jemand zum Ersten mal von einer Solomaschine auf&#8217;s Gespann wechselt:</p>
<ul>
<li>Erstmal auf einer Wiese oder auf einem Parkplatz rumfahren, das Lenken verinnerlichen und sich mit dem Verhalten eines Gespanns vertraut machen</li>
<li>In die Fahrphysik einlesen, andere Erfahrungsberichte lesen, im Internet gibt es viel kostenlose Literatur dazu</li>
<li>Immer unbedingt angepasste Geschwindigkeiten fahren</li>
<li>Vor Rechtskurven ein wenig bremsen und dann die Kurve mit leichtem Gasgeben durchfahren</li>
<li>Vor Linkskurven ein wenig Gasgeben und dann die Kurve mit leichtem Bremsen durchfahren</li>
<li>Ballast in den Seitenwagen geben, Blumenerde, Zementsack, Katzenstreu, egal, aber Gewicht muss rein</li>
<li>Nicht übermütig werden, wenn der Seitenwagen hochkommt, ohne es vorher trainiert zu haben, geht es meistens in den Gegenverkehr</li>
<li>Vorausschauend fahren, ein Gespann bremst anders</li>
<li>Die Breite des Seitenwagens beachten, wichtig beim Abbiegen, Kurvenfahren und Überholen</li>
</ul>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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