Je nach Breite und Polsterung der Sitzbank eines Motorrads, können lange Touren schnell unangenehm werden. Gerade wer am Pöter etwas empfindlich oder nicht ausreichend natürlich gepolstert ist, fängt sich dann schnell einen Dekubitus ein. Das ist mir selbst schon bei einer langen Autofahrt passiert, nachdem ich ein paar Stunden auf meinem Portmonai gesessen hatte. Aus der Erfahrung kann ich sagen: So ein Druckgeschwür ist sehr unangenehm und die Heilung vollzieht sich sehr langsam. Rund zwei Wochen hat es gedauert, bis es verheilt war.
Die meisten Motorradhosen berücksichtigen dies allerdings und sind in der Regel am Gesäß gepolstert. Aber gerade bei nicht sehr breiten oder unergonomischen und steinharten Sitzbänken, kann diese Polsterung schon nicht mehr ausreichen, um auch auf langen Fahrten einen schmerzfreien Hintern zu garantieren. Gerade, wenn die Sitzbank sehr schmal ist, verteilt der der Druck auf eine kleinere Fläche und das kann unangenehm werden. Da hilft nur die ordentliche Polsterung der eigenen Hinterfläche.
Eine einfache Lösung des Problems kostet ca. 30 Euro und nennt sich “Fahrradhose, gepolstert”. Einfach drunterziehen und gut. Okay, macht hintenrum ein wenig dicklich, aber es soll ja nicht schön aussehen, sondern zur Gesundheit der Gesäßhälften beitragen. Und im Winter wärmt es sogar noch – also auf zum Elefantentreffen.
Tags: eisenarsch, Gegenwart, gesundheit, tipps, touren
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schreibt am 01 Dez 2006 um 12:26
Marc, auf was für Sitzbänken treibst Du dich bitte rum?
Verliert beim Einsatz von gepolsterten Hosen, das sog. “Popometer” nicht an Genauigkeit? :-)
schreibt am 01 Dez 2006 um 15:19
Also wenn ich mit der MZ fahre, tut mir nach 1ner Stunde der Arsch weh – und nicht zu knapp – jedenfalls wenn ich mit Hose ohne Polster fahre. Mit gepolsterte Kombi-Hose ist es nicht so schlimm, aber ich denke auf richtig langen Touren würde ich es bei der MZ trotz Polster stark merken. Die Sitzbank ist nicht sehr breit und bei meiner Statur braucht es dann vielleicht etwas Extrapolster. :-)
Leider kann ich mir kein natürliches Polster anfuttern, weil bei mir nichts ansetzt. Meine Freundin beneidet mich drum, ich find’s eher nervig, hätte lieber ein wenig mehr auf den Rippen.
Also Dekubitus hatte ich auch noch nie vom Moppedfahren (auch nicht nach dem 16 Stunden Trip in den Schwarzwald, die Enni Sitzbank ist ganz okay.
schreibt am 02 Dez 2006 um 01:31
ja, das problem kenn ich zu gut. 4 stunden autobahn mit ner bockelharten sr und ebensolcher sitzbanck haben mich meine heimische couch mit voellig neuen augen sehen lassen *G* .. daher ja nun auch das sofaaehnliche tourengefaehrt aus italien !
schreibt am 05 Dez 2006 um 16:20
Ich bin da mal gegensätzlicher Ansicht. Je weicher eine Sitzbank ist, um so übler wird die Sache auf Dauer. Es drücken sich die wenigen Knochenund Knorpel des Hinterteils richtig hübsch in den Muskel und “arbeiten” dort wegen der Weicheheit der Polsterung rum.
Die Sitzbank der 500er Bullet ist wegen dem Knick unzumutbar, die der Elektra ist m. E. zu weich. Richtig gut für Dauerreisen sind entweder ein fetter Solosattel ohne große Polsterung, aber mit Federung oder eine verbreiterte härtere Sitzbank. Die kann man selbst auch herstellen, indem man eine gute Isomatte (EVA) einarbeitet.
Qualfrei wird langes Kradieren erst mit Übung. Die erste lange Tour im Frühjahr bereitet mir noch Probleme an div. Körperteilen, im Herbst sind auch 12 h noch ein angenehmes Erlebnis.
schreibt am 05 Dez 2006 um 16:50
Wir sind gar nicht gegensätzlicher Ansicht. Vermutlich haben wir nur verschiedene Ärsche! ;)
Nein mal Ernst: Mit der Sitzbank meiner Bullet Sixty-5 bin ich zufrieden. Die Sitzfläche ist schön breit, hat nicht diesen Knick wie die Sitzbank der 500er Standard und ist schön gepolstert. Wie auch schon geschrieben: 16 Stunden auf dem Ding kein großes Problem. Da sind’s eher die Knie die dann schmerzen, nicht das Gesäß.
Bei der (meiner) MZ ist es allerdings anders: Die Sitzfläche ist gerade und nicht sehr breit. Da verteilt sich das Gewicht auf weniger Fläche und der Po schmerzt dann schneller.
Ich denke am meisten Einfluss auf die Sitzqualität hat die Breite der Sitzfläche. Deswegen sind die breiten aber ungepolsterten Einzelsitze auch kein Problem, weil die den Druck einfach gut verteilen.
Das mit der Polsterung ist dann wohl wieder recht individuell. Ich mags schön gepolstert, weil mir leider das natürliche Polster fehlt. Mein Mutter hat früher immer gesagt: “Der Junge hat so spitze Knochen”. Auch wenn mich das immer peinlich berührte… Unrecht hat sie damit nicht! ;)
schreibt am 07 Dez 2006 um 20:41
Ich hab die letzten Jahre versucht, mir ein Polster anzufuttern. Wenn ich den Erfolg nutzen wollte, müsste ich jetzt allerdings Skeleton statt Mopped fahren (bäuchlings liegend). Also kein Neid, die Neigung zum asetzten nutzt hier wohl nur dem weiblichen Geschlecht.
Gruß
Lothar