Erstinspektion bei der KLX 250, 1.000 Kilometer Erfahrungsbericht

Gestern war ich vor der Arbeit mit meiner kleinen Kawa zur 1.000 Kilometer Erstinspektion bei Motorrad Schnock in Soest. Ich konnte direkt um neun in die Werstatt fahren und es wurde ein Öl- und Ölfilterwechsel gemacht. Dazu habe ich noch einen neuen Kupplungshebel bestellt, obwohl der Verbogene mit Fäustlingen nun eigentlich besser zu bedienen ist als vorher. Vielleicht sollte ich mich nochmal auf die rechte Seite fallen lassen. ;-)

Gekostet hat die Inspektion eine Stunde Arbeit und das Material, insgesamt 88 Euro. Da kann ich nicht meckern, zumal die nächste Inspektion erst wieder bei 12.000 Kilometern ansteht. Dazwischen noch einen Ölwechsel, den ich selber machen werde und gut. Ganz schön wartungsfreundlich das kleine grüne Ding.

Auch mit dem Verbrauch der KLX 250 bin ich sehr zufrieden, bei längeren Vollgasfahrten nimmt sie rund 3,5 Liter Sprit auf 100 Kilometer zu sich, bei gemäßigtem Fahren nur 3,4 Liter. Das bedeutet: 1.000 Kilometer fahren kostet ungefähr 50 € – ziemlich genial. Auch die Fahrleistungen sind, nach dem die Kawa nun halbwegs eingefahren ist, besser geworden. Wenn du den 250er Motor auf Drehzahl hälst, dann beschleunigt die Maschine bis 100 Km/h durchaus zügig. Nun, ein Porschekiller ist sie nicht gerade, aber für den Opel- oder VW-Proll der neben dir an der Ampel steht und nicht akzeptieren will, dass du so oder so schneller weg bist, reicht es dicke. Erwähnenswert ist noch, dass sich auch der Klang der Maschine durch das Einfahren verbessert hat. Sie ist nicht mehr ganz so leise, oder ich habe mich an die Flüstertüte einfach gewöhnt.

Ansonsten waren die ersten 1.000 Kilometer – bis auf den Sturz – echt unspektakulär, tanken fahren, tanken fahren, ab und zu mal nach dem Öl schauen, sich freuen, dass kein Öl verbraucht wird, die übliche Kettenpflege, das war’s. Die Reifen haben noch satt Profil, ich denke 5.000 Kilometer könnten mit den Stollen drin sein, was für Cross-Reifen okay ist. Abwarten, Benzin verbrauchen.

Sehr gefällig an der Maschine ist vorallem das geringe Gewicht, nächste Woche soll es ja schneien, da wird sich zeigen, ob ich nicht doch besser wieder auf’s Ural Gespann umsteige.

Mein erster Sturz

Heute war es dann soweit. Ich fahre auf dem Weg zur Arbeit hinter einem Auto her, dass auf einen Kreisverkehr zusteuert. Die Situation ist total entspannt, ich fahre nicht mal dicht auf. Plötzlich steigt die Tante vor mir voll in die Eisen. Das Heck kommt immer näher, ich überbremse, das Vorderrad rutsch nach rechts weg und es haut mich 80 cm vor der Stoßstange auf den Asphalt.

Aus dem Auto steigt eine erschrockene Blondine und fragt mich, ob sie zu stark gebremst hat. Ich sage “Ja”, krabbele unter der KLX hervor und versuche die Maschine wieder aufzuheben, was mir auch schnell gelingt. Die Frau erkundigt sich mehrmals, ob alles okay ist, oder ob sie mir helfen könne. Ziemlich wortkarg und wütent schmeiße ich die KLX wieder an und fahre weiter, bis ich merke, dass ich gar nicht mehr hochschalten kann. Also wieder am Straßenrand halten. Den Schalthebel hat es verbogen und unter den Deckel der Lichtmaschine gedrückt. Mit großem Kraftaufwand gelingt es mir den Hebel wieder zurückzubiegen. Dann sortiere ich erstmal meine Knochen und schau mir die Maschine an: Mein Knie rechtes Knie schmerzt ziemlich, obwohl ich nach links gefallen bin. Keine Ahnung wo ich mir das angeschlagen habe. Bei der KLX ist sonst nur noch der Kupplungshebel ziemlich übel verbogen, aber ich kann noch kuppeln. Aber erstmal zur Arbeit, schalten geht ja wieder.

Auf der Arbeit angekommen kriege ich dann noch fast einen Kreislaufkollaps und ich muss mich hinsetzen, aber dann wird es wieder besser, bis auf die Schmerzen im Knie und die Gedanken wie es zu diesem Sturz gekommen ist.

Die Olle in der Dose hat – für mich völlig unerwartet – eine Vollbremsung eingeleitet, weil sie einen Linksabbieger auf der Gegenfahrbahn auf die Tankstelle auf der rechten Seite lassen wollte. Am Kreisverkehr, der ca. 20 Meter weiter kommt, wäre aber noch massig Platz gewesen. Ich hätte nie gedacht, dass die Tussi da voll in die Eisen steigt und konnte einfach nicht schnell genug reagieren. Weil das Heck dann immer näher kam, habe ich in meiner Panik überbremst. Ich hab in dem Moment sogar gedacht: Besser hinlegen, als hinten rein knallen, mir war das mit dem Überbremsen echt scheiß egal.

Die ganz Geschichte hat mir mal wieder eines gezeigt: Immer mit der Doofheit der Anderen rechnen. Und mit dem Unmöglichsten.

Trotzdem eine ganz schöne Scheiße.

Neues von Cologne Shanghai: Oman Island

Ich hatte das Projekt “Cologne Shanghai” von Erik und Alain hier im Blog bereits vor ewigen Zeiten vorgestellt und dann leider nicht weiter verfolgt. Aus reiner Neugier habe ich dann heute die Seite aber doch nochmal angesurft und war ziemlich überrascht: Es gibt schon seit längerem ein Buch von der Tour und die zweite Tour “Oman – Island” ist bereits erfolgreich absolviert. Ich sollte wohl des öfteren meine eigenen Links aufrufen. Na egal.

Das Buch ” Cologne – Shanghai: Eine Abenteuerreise” scheint jedenfalls echt lesenswert zu sein, wie die Kommentare vermuten lassen. Es wäre bestimmt ein schönes Weihnachtsgeschenk für mich (@Steffi ;P). Ich habe ja damals bereits die Berichte auf der Webseite verschlungen, da kann das Buch ja eigentlich nur toll sein.

Das neue Projekt von Erik, der diesmal mit seinem Freund Carsten unterwegs war, führte die Beiden durch 26 Länder. Es ging von Köln aus Richtung Oman, wieder zurück und dann bis nach Island. Was für eine interessante Tour: Erst die Alpen, dann die Toskana, dann Griechenland, die Türkei, der sicherlich sehr interessante Iran, und dann mit der Fähre in den Oman. Danach wieder Richtung Nord-Westen und über Bulgarien, Rumänien, die Urkaine, Litauen, Lettland, Estland, nach Norwegen, um in Dänemark die Fähre nach Island zu erwischen. Was für eine verrückte Tour, die abwechslungsreicher an Landschaft, Kultur und Menschen nicht sein könnte!

Natürlich gab es auch auf dieser Tour wieder einige Rückschläge, bei so einer langen Strecke bleibt das nicht aus, aber angekommen sind die Beiden. Ich empfehle daher einfach die Webseite von Oman Island zu besuchen, auf der ich übrigens auch erfahren habe, dass es ein weiteres Buch von Erik, diesmal über die Oman-Island Reise geben wird. Schöne Bilder und Texte zu den einzelnen Etappen erwarten dich. Einfach mal hinsurfen.

Bleibt nur die Frage, wo es Erik als nächstes hin verschlagen wird. Vielleicht Nordcap-Südcap, oder Australien-Mallorca? Wer weiß…

Mit der KLX 250 im leichten Gelände

Letztes Wochenende habe ich mit der KLX endlich mal ein wenig im Dreck gespielt. Ich musste zwar lange suchen, bis ich einen Waldweg fand, der öffentlich befahrbar war, dafür wurde ich aber mit fast 10 Kilometer über Matsch, Schlamm und Schotter belohnt.

Die KLX ließ sich als Leichtgewicht dabei in jeder Situation gut kontrollieren und ich fühlte mich im leichten Gelände schnell so wohl, dass ich mir auch mal zutraute schneller als 40 zu fahren. Es machte richtig Spaß Gas zu geben und dabei mit dem Grip des Hinterrads zu spielen. Einmal rutschte mir an einer sehr schlammigen Stelle, die auch noch von Herbstlaub bedeckt war, das Vorderrad seitlich weg, aber durch beherztes ausfahren des Fußes hatte ich die Maschine sofort wieder unter Kontrolle.

Nach dieser wirklich schönen Enduro-Einlage ging es dann zurück auf den harten Asphalt und ich drehte noch eine Runde Richtung Sorpe, um hinter der Sorpe auf einer kleinen, engen Landstraße durch den Wald wieder einen öffentlich befahrbaren Waldweg zu finden, der mich recht anspruchsvoll um einen kleinen Berg herumführte. Leider etwas wenig Schlamm, dafür um so mehr Gras und Schotter.

Der Weg endete in einer kleinen Siedlung, wo ich einen weiteren Abzweig nahm, der asphaltiert begann, um dann immer härter zu werden und schließlich im Nichts endete. Da ich nicht ohne Weg im Wald herumfahren wollte (das ist nämlich verboten), wendete ich die KLX und fuhr zurück. Die restliche Strecke der 100 Kilometer Tour riss ich dann auf der Straße ab. Danach ging es in der Waschanlage ein paar mal mit dem Kärcher über das Maschinchen und die KLX glänzte wieder. Naja, fast. Vorher schoss ich aber noch ein Foto, doch leider hatte es zwischendurch geregnet, so das der ganze schöne Schlamm schon fast wieder verflossen war. ;-)

KLX 250, ein wenig dreckig :-)

Mein Fazit zu leichtem Gelände ist übrigens: Kann ich öfter haben, ist zwar anstrengend, macht aber irre Spaß!

Probleme mit der Einspritzung bei der KLX

Nachdem ich die KLX vom Händler abgeholt hatte, ging mir die Maschine gelegentlich beim ausrollen einfach aus und die Leerlaufdrehzahl wanderte bei warmem Motor immer zwischen 2.000 und 3.000 U/min hin und her. Auch eine intensive Recherche im Netz brachte kaum etwas nützliches hervor – kein Wunder, bei einem total neuen Mopped. Nur bei Motorradfrage.net fand ich einen Eintrag, wo ein ähnliches Problem beschrieben wurde, aber leider keine Lösung. Auch der Händler konnte mir nichts sagen und versprach nach dem Wochenende bei Kawasaki nachzufragen.

Weil mir das Problem aber keine Ruhe gelassen hat, habe ich mir mal das Owners-Manual der KLX 250 vorgenommen, ein wenig durchgeblättert und tatsächlich wurde ich fündig. Die Leerlaufdrehzahl soll bei der KLX zwischen 1.250 und 1.350 U/min betragen, bei mir war der Leerlauf aber auf 2.000 U/min eingestellt. Viel zu hoch also.

Also ab in die Garage, Mopped warmlaufen lassen und dann den Leerlauf neu reguliert. Das wird bei der Einspritzung der KLX über eine große Schraube geregelt, die an der Einspritzanlage sitzt. Und weil ich gerade dabei war, habe ich noch den Bremslichtschalter und das Spiel des Gaszugs eingestellt.

Danach ging es auf die Probefahrt, und alle so Yeaahh: Problem behoben. Die KLX läuft nun perfekt, hält das Standgas sauber und geht nicht mehr ab und zu aus. Ich vermute, dass die Einspritzelektronik den Leerlauf manchmal nicht schnell genug hochregeln kann, wenn der Leerlauf zu hoch ist, so dass der Motor abstirb.

Und da sag noch einer, an Neumotorrädern gäb es nichts zu schrauben. ;-)

PS: Gestern hab ich die KLX über die Hausstrecke getrieben – prima! Macht echt Spaß die Kleine!

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