Was mich bei meiner MZ ETZ 250 – die ich Moment aufgrund des hohen Spaßfaktors sehr viel fahre – von Anfang an gestört hat, war der 25 Jahre alte Sicherungskasten, bei dem die Blechlaschen, zwischen denen die Sicherungen geklemmt sind, total ausgeleiert waren. Dies hatte den Effekt, dass sich die Sicherungen regelmäßig verabschiedet haben. Sei es durch simples herausfallen, oder aber durch ein Schmelzen des Plastikmantels, wegen elektrischem Funkenflug.
Es gab mehrere Möglichkeiten das Problem zu beheben:
- Einen Sicherungshalter für Flachsicherungen verbauen
- Fliegende Sicherungen verwenden
- Eine klassische Sicherungsbox vom Oldtimermarkt einbauen
Ich habe mich dazu entschieden wieder eine klassische Sicherungsbox zu verwenden, denn so konnte ich die ja noch funktionierenden Sicherungen einfach weiter verwenden. Bei den anderen Möglichkeiten hätte ich Flach- oder Glassicherungen kaufen müssen, und das war mir zu aufwändig.
Also habe ich mir für 15 Euro eine Sicherungsbox mit geschraubtem Deckel und stabilen Laschen besorgt und eingebaut. Siehe da: Jetzt geht die Drehzahl auch nicht mehr in den Keller, wenn ich das Licht einschalte, die Blinker blinken nicht mehr unregelmäßig und die MZ geht auch nicht mehr gelegentlich einfach aus, weil die Hauptsicherung mal wieder keinen Kontakt hat, was immer besonders ärgerlich war – sowas passiert ja bekanntlich nur in Situationen, wo man es gar nicht gebrauchen kann. An der Ampel, vor dem Eiscafé, auf der Autobahn, beim Überholen, …
Fazit: 15 Euro und Minuten Arbeit, ergeben ein ganz neues Fahrgefühl. Wenn es doch nur immer so einfach wäre. ;-)
Tags: basteln, elektrik, sicherungen, Technik, Technik
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schreibt am 16 Aug 2007 um 17:40
Hallo,
ich hatte auch mal ne ETZ 250. Die Blechlaschen der Kabelkontakte waren bei mir auch so eine liederliche Angelegenheit. Darin war im grossen und ganzen auch die einzige Unzuverlässsigkeit an dem Mopped zu sehen. Am schlimmsten war es, als einer der drei Kabelschuhe in der Lima abgerutscht war und sich quer über die anderen beiden Kontakte gelegt hatte. Dies gab einen saftigen Kurzschluss. Ungeschickterweise schmorte nicht eines der Kupferkabel des Kabelbaumes weg,(das hätte man ja zu leicht ersetzten können) sondern das Kabelende der Laschen welche aus der Spule kommt fing an sich zu verfärben und zu schmoren. Glücklicherweise ist es nicht durchgeschmort. Ich konnte somit durch blossem nachbiegen der Kabelschuhe noch viele weitere km zurücklegen. An dieser Stelle solltest Du mal eine Auge draufwerfen und ggf. die Schuhe etwas nachbiegen. (Das kann man ja an allen mal machen. Schad ja nix!)
Güsse aus dem verregneten Köln
schreibt am 17 Aug 2007 um 08:40
“So einfach” ist das wohl nur, wenn man auch Ahnung davon hat.
schreibt am 17 Aug 2007 um 12:02
Kannst du mal paar Fotos von deiner MZ einstellen?
lg laemmy
schreibt am 17 Aug 2007 um 14:52
@Joachim:
Lima hatte ich kürzlich mal inspiziert. Schien soweit alles okay. Aber danke für den Tipp, bei der nächsten Kontrolle werfe ich da nochmal ein Auge drauf. Schad ja nix. :-)
@Chopper Fahrrad:
Die Elektrik der MZ ist wirklich überschaubar. Es sind gerade mal 4 Sicherungen.
@laemmy:
Wird in naher Zukunft erledigt. :-)
Gruß,
Marc
schreibt am 20 Sep 2007 um 14:30
@marc
4 Sicherungen bei den “modernen” MZ. Wer, wie ich mit älterem TS bzw ETS und ES fährt, braucht sich nur um 2 Sicherungen zu kümmern. Und teilweise nicht mal um Blinker (ETS + ES 300)
Gruß
Gerhard