Ich Döspaddel tapere vorgestern Abend aus der Firma auf den Parkplatz, stecke den Zündschlüssel in die MZ, drehe ihn herum und stelle fest, dass nichts geht. Habe beim Abstellen wohl einen zu weit gedreht und das Standlicht angelassen: Nun ist die Batterie leer. Das ist ziemlich doof, weil eine ETZ erstens ziemlich blöd anzuschieben ist (zu leicht), und zweitens ich mir nicht sicher bin, ob das überhaupt funktionieren würde, wenn die Batterie völlig entladen ist.

Also muss ich Wohl oder Übel fremde Hilfe in Anspruch nehmen und rufe meine Freundin an, die eine kalte halbe Stunde und zwei Zigaretten später mit ihrem alten Opel auf den Parkplatz rollt. Motorhaube auf, Starthilfekabel gezückt, das leider nicht wirklich für Motorradbatterien geeignet ist, weil die Klemmen nicht passen, aber einfach nur dranhalten und Kontakt herstellen geht auch - mit ein wenig Geschick. Sie hält an, spendet Energie, ich kicke im richten Moment und die ETZ läuft.

Auf dem Nachhauseweg dann an der Tankstelle dasselbe Spiel nochmal, inzwischen klappts richtig gut, aber daran gewöhnen möchte ich mich nicht, weswegen ich Zuhause die Batterie ausbaue und über Nacht ans Ladegerät hänge.

Am nächsten Morgen ist die Batterie wieder fit und weiter geht's.

Wer sich also mal die Frage gestellt hat, ob ein Motorrad mit Hilfe eines Autos fremdgestartet werden kann: Jau, dat geit. Zumindest bei einem robusten Mopped wie der ETZ. Früher war eben doch nicht alles schlechter.