… allerdings nicht vom Blitzgerät der Ordnungshüter, die Überschrift ist wörtlich zu nehmen: Gestern am späten Nachmittag ist der Blitz in den Baum eingeschlagen, unter dem ich immer meine Motorräder abstelle.

Aber von vorne: Kurz nach Feierabend, ich war gerade auf der Rückfahrt, begann es in meiner Hose hektisch zu vibrieren. Normalerweise lasse ich mich vom Mobiltelefon beim Motorradfahren nicht stören, aber als das Vibrieren kein Ende nahm fuhr ich dann doch rechts ran.

„Schatz, du musst schnell nach Hause kommen, in den Baum wo deine Motorräder immer stehen ist der Blitz eingeschlagen und die Feuerwehr muss den fällen. Die Motorräder müssen weg.“

Glücklicherweise ist der Blitz auf der Rückseite des Baums eingeschlagen, so dass meine Motorräder nicht beschädigt wurden. Schwein gehabt.

Als ich dann Zuhause bin herrscht Volksfest Atmosphäre: Jede Menge Schaulustige, mehrere Einsatzwagen von Polizei und Feuerwehr, die das Gebiet um den Baum herum großflächig abgesperrt haben. Einsam und verlassen steht vor dem Baum meine MZ. Die Schwalbe haben sie wohl einfach weggetragen. Leider bin ich nicht geistesgegenwärtig genug und mache ein Foto von diesem ziemlich skurilen Bild. Auf Geheiß der Feuerwehrmänner schiebe ich die MZ dann hinter die Absperrung und wünsche „gut Holz!“.

Der Blitzeinschlag hat den Baum auf der Linken Seite gesprengt. Der Baum wurde von der Feuerwehr notgeschlachtet.

Hinter der Absperrung mache ich dann erstmal zwei Fotos von der Szenerie, während die Feuerwehr anfängt den Baum stückchenweise zu zerteilen. Bis der Baum wirklich liegt wird es noch ein paar Stündchen dauern.

Keine Ahnung warum, aber irgendwie muss ich an das Lied „Mein Freund der Baum“ denken. Schließlich habe ich meine Motorräder dort, seit wir da wohnen jeden Tag abgestellt.

Mein Freund der Baum ist tot, er fiel im späten Abendrot…

Obwohl… einen Vorteil hat es: Jetzt kacken mir die blöden Vögel nicht mehr auf die Karren.