Nun ist es tatsächlich passiert: Ich habe ein Motorrad verkauft - zum ersten Mal in meinem Leben. Die ETZ ist Geschichte, Vergangenheit, nur noch eine schöne Erinnerung an rund 15.000 Kilometer auf der rattigen Zonenfeile. Doch Motoren sind wie Menschen: Je älter sie werden, um so mehr verschleißen sie und mit ziemlicher Sicherheit wird irgendwann ein wichtiges Teil versagen. Das ist der Lauf der Dinge. Beim Motor der ETZ versagte nach über 74.000 Kilometern das Lager des Pleuls.

Danach gingen mir so einige Gedanken durch den Kopf: Dieselmotor rein, Austauschmotor rein, oder den Motor neu aufbauen. Letztendlich entschied ich dann aber die MZ zu verkaufen, denn egal was ich gemacht hätte, es wäre entweder zu teuer, zu zeitaufwändig, oder beides gewesen. Und da ich bis heute nicht dazu gekommen bin, die Enfield wieder zusammenzuschrauben, war die Entscheidung ein Motorrad abzugeben vielleicht nicht die schlechteste. Außerdem war für mich zusätzlich die Bestätigung: Nein, du bist kein Motorrad-Messie.

Einige Tage, nachdem ich eine Anzeige ins MZ Forum gesetzt hatte, meldete sich dann tatsächlich ein Interessent, der die ETZ kurz darauf abgeholt hat. Übrigens nicht zum ausschlachten, sondern zum Wiederaufbau, was mich sehr gefreut hat.

Jedenfalls wünsche ich dem Käufer viel Spaß mit der Maschine und hoffe das meine seine Emme noch ein langes und würdiges Leben haben und niemals zum Organspender wird.

Ein Ersatzmotorrad habe ich mir schon ausgesucht: Nächstes Jahr gibt's noch eine SR 500. Patricks Maschine hat mich auf der #Twitaly Tour so begeistert, da komm ich wohl nicht dran vorbei.


Und nun noch ein Abschiedsfoto... *schief*

Der neue stolze Besitzer der MZ ETZ 250