Jedes Jahr wird von der lockeren Vereinigung „Motorcycle Bloggers International“ (MBI), in der auch ich Mitglied bin, der MBI Award vergeben. Dennis vom Moppedblog stellt in einem aktuellen Beitrag die Ergebnisse vor und hat weitere Links parat.

Meine persönliche Analyse der Ergebnisse schreibe ich später.

[Update]

So, nun habe ich mir die Ergebnisse mal angeschaut, und was mich nicht erstaunt: „Most disappointing new motorcycle: Suzuki B-King“ (1. Platz) und „What were they thinking? Suzuki B-King“ (2. Platz). Das die B-King gleich in zwei der negativ Kategorien vertreten ist, war irgendwie zu erwarten, da in der Blogosphäre und im übrigen Netz dieses Motorrad von Suzuki schon nicht unbedingt positiv aufgenommen wurde. Besonders die Heckpartie und die Endtöpfe ließen es zu Vergleiche mit Fledermäusen anzustellen und auch ich habe mich gefragt, was sich der Erfinder dabei wohl gedacht hat, oder ob da nicht vielleicht beim Zeichnen zuviel Kaffee im Spiel war. Glücklicherweise könnte Suzuki ja immer noch argumentieren: „Wir sind stolz darauf, ein Bike geschaffen zu haben, dass so polarisiert.“ – Zum polarisieren gehören aber immer zwei Fraktionen und hier habe ich den Eindruck, die Einen finden’s scheiße, die Anderen finden’s doof, aber Schönheit liegt ja im Auge des Betrachters… vielleicht hat dich B-King doch ein paar Fan’s gefunden. Und Optik ist ja nicht alles. Meine MZ sieht ja auch ziemlich seltsam aus, ist aber trotzdem ein tolles Mopped.

Sehr interessant fand ich auch die Tatsache, dass die Webseite von BMW in der Kategorie „Best manufacturer’s website“ auf Platz 1 und in der Kategorie „Worst manufacturer’s website“ auf Platz 3 rangiert. Da konnten sich die Wähler wohl nicht entscheiden. Ich persönlich finde die Webseite ganz nett, aber auch nur dann, wenn ein Flash-Plugin im Browser verfügbar ist, da die Webseite fast vollständig auf dieser Technologie aufbaut. Ich denke ein Schritt in Richtung Barrierearmut täte den meisten Seiten der Motorradhersteller ganz gut.

So richtig gut finde ich den ersten Platz der Kategorie „Thumbs down“, denn endlich haben die Wähler sich getraut zu sagen, dass das Motto „Loud Pipes Save Lives“ dem Ansehen der Motorradfahrer in der Allgemeinheit schadet. Zu leise sollte es meiner Meinung nach auch nicht zugehen, aber wer morgens beim Startes des Kraftrades regelmäßig die Nachbarschaft unsanft aus dem Schlaf reißt, sorgt damit dafür, dass es wieder heißt: „Immer diese Motorradfahrer“ und das muss ja nicht sein.

Dem gegenüber stehen in der Kategorie „Thumbs up“ auf Platz 1 die zwei Schauspieler Charlie Boorman und Ewan McGregor, bekannt aus „Long way round“, „Long way down“ und „Race to Dakar“, womit sie das Ansehen der Motorradfahrer in der Öffentlichkeit gesteigert und den Menschen die Faszination Motorradfahren näher gebracht haben. Echte Zweiradweltenbummler mögen Kritik üben, denn mit Servicewagen, dickem Geldbeutel und großem Team im Rücken sind diese Touren natürlich leichter zu meistern, aber ich meine: Es war trotzdem eine gute Sache für alle Motorradfahrerinnen und -fahrer.

Zum „Best new motorcycle“ wurde übrigens die Triumph Street Triple 675 gekürt. Nicht verwunderlich wie ich finde, ein wirklich interessantes Motorrad, dass sich aus der Masse hervorhebt und diesen Titel verdient hat.

Alle Ergebnisse der Wahl findest du hier.