Beim Stöbern bin ich auf eine wirklich tolle Initiative gestoßen: Den Crazy Run Bremen e.V., dessen Ziel es ist Menschen mit geistiger Behinderung am Motorradfahren teilhaben zu lassen. Zu diesem Zwecke veranstaltet der Verein regelmäßig Touren, bei denen behinderte Menschen wahlweise auf dem Soziussitz, oder auch im Boot eines Gespanns platznehmen können, um sich den Wind um die Nase wehen zu lassen.

Die Iniative setzt sich mit Ihrem Handeln dafür ein, dass behinderte Menschen in ihrer Selbstständigkeit und ihrem Selbstbewusstsein gefördert werden, was laut Aussage des Vereins viel zu selten geschieht. Das Motorradfahren bietet sich da an, da es schon immer mit dem Begriff „Freiheit“ in Verbindung gebracht wurde – und das gilt für behinderte Menschen anscheinend genauso, wie für Nichtbehinderte. Dabei profitieren nicht nur die Mitfahrer/-innen von den gemeinsamen Ausfahrten, auch die fahrenden Teilnehmer lernen im Umgang mit behinderten Menschen mehr soziale Verantwortung zu übernehmen und Toleranz zu zeigen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich die Auseinandersetzung mit geistig behinderten Menschen wirklich lohnt – allein schon um die eigenen bescheuerte Vorurteile loszuwerden.

Und übrigens: Nicht nur Motorradfahren zählt zu den Freizeitaktivitäten des Vereins, auch andere Aktionen werden zusammen mit Behinderten durchgeführt und es gibt einen regelmäßigen Stammtisch.

Fazit: Ein tolles Projekt, weitere Initiativen mit diesem Inhalt finde ich wünschenswert.

Mehr Informationen gibt es auf der Webseite des Vereins.