Ich lese derzeit ein Buch, dass ich allen die sich für Reisen mit dem Motorrad interessieren wärmstens ans Herz legen möchte: “Jupiters Fahrt” von Ted Simon ist ein zeitlos schönes, philosphisch und ehrliches Buch, das von der Reise mit einer Triumph um die Welt berichtet.
Und dabei lernt der Leser nicht nur die Menschen am Wegesrand der Reise kennen, sondern auch den Autor und ich muss sagen: Mir ist er sympatisch, der nachdenkliche Mann, für den während seiner Fahrt der Weg immer mehr zum Ziel wird. Ted findet einfache Wahrheiten wie, dass die Reise nicht die Anzahl der gefahrenen Kilometer ausmacht, sondern die Anzahl der Stopps und die Menschen, die man während der Zeit in der nicht gefahren wird trifft. Oder die simple Aussage, das man sich vom Regen nicht vereinnahmen lassen darf und gerade dies kann ich als Allwetter- und Winterfahrer absolut nachvollziehen.
Was mich an dem Buch auch sehr begeistert, ist die Zuversicht mit der Ted vorgeht, der auf seinem Weg natürlich einige Male anhalten muss, weil ein Kolben defekt ist, oder ihm einfach mal wieder das Benzin ausgeht. Aber er lässt sich nicht unterkriegen und lernt der Hilfe anderer Menschen zu vertrauen. Ich habe beim Lesen fast den Eindruck gewonnen, dass wir Menschen, bis auf einige gemeingefährliche Ausnahmen, gar nicht so übel sind und das die Angst gegenüber dem und den Fremden in der Regel unbegründet ist.
Und mir gefällt, dass “Jupiters Fahrt” mehr ist als ein interessant geschriebener Reisebericht. Ich mag die philosophischen Betrachtungen der Reise und des Lebens ansich, die Ted Simon immer wieder findet und manchmal scheint es gar, als sei er nicht nur einfach ein Mann, der mit einer Triumph um die Welt fährt, sondern als sei er in seinen Gedanken auf einer Reise zu sich selbst und je weiter er von seinem Zuhause entfernt ist, je näher kommt er seiner eigenen ganz persönlichen Wahrheit.
Fazit: Ein wirklich tolles Buch, lesenswert, kurzweilig, zeitlos, auch geeignet für Leser, die mit dem Thema Motorradreisen vielleicht nicht ganz so viel am Hut haben.
Ja, diesmal geht es um ein richtiges Männermotorrad, um die Yamaha XT500, den Käfer unter den Motorrädern. Einfache Bauweise, robuste Technik, kein Schnickschnack.
Aber warum Männermotorrad? (weiterlesen …)
Jenseits der nichtssagenden Massenware gibt es immer wieder ganz besondere Zweiräder, die von ihren Besitzern geliebt, gepflegt und gehegt werden. Ob ein Motorrad etwas Besonderes ist, liegt zweifelsfrei im Auge des Betrachters, deshalb sei erwähnt, dass ich nur meine äußerst subjektive Sicht der Dinge schildere. Mein einziges Kriterium für die Gegenstände dieser Serie ist “Das könnte ich mir als Zweitmotorrad vorstellen“, denn ganz ehrlich: Gegen meine Enfield anzustinken, das schaffen bei mir nicht viele Motorräder (außer die Zweitakter, haha). Aber zur Sache. Heutiger Gegenstand meiner Begierde ist die Honda CX 500, in der Szene auch bekannt unter dem klangvollen Namen “Güllepumpe”. Gleich vorweg: Der Spitzname für dieses wirklich schöne Kraftrad entstammt einem Werner Comic. Dort fällt nämlich die Güllepumpe des Bauern aus und kurzerhand wird die Wasserkühlung einer CX 500 umfunktioniert, um dem Bauern aus der Not zu helfen. (weiterlesen …)
Ich bin in den Siebzigern geboren, habe diese Ära also nicht wirklich mit erlebt. Aber noch heute kann ich mich für die 50er Mokicks aus diesen Jahren begeistern und verstehen, warum Männer der Generation vor mir bei den Name “Kreidler”, “Hercules”, “Zündapp” und “Simson” schnell ins Schwärmen geraten und oft auch einige interessante Geschichten parat haben. (weiterlesen …)