Hier stünde normalerweise ein schönes Bild. ;-)

Technik |

KLX Tuning abgeschlossen

Gestern Abend war es so weit, ich habe meine 250er KLX wieder bei Motorrad Schnock abgeholt, wo der Power Commander USB implantiert und weil ich schon mal da war gleich die 6.000er Inspektion gemacht wurde. Natürlich habe ich sofort mit einer Probefahrt begonnen, habe es aber langsam angehen lassen, da der Motor ja noch kalt war. Eine Veränderung konnte ich aber sofort beobachten: Der Motor läuft nun sowas, aber sowas von cremig – als hätte ich einen Schuss Nivea mit in den Tank gegeben.

Nach dem Austausch des Original-Auspuffs gegen den Grand Prix Evolution, hatte ich ein wenig mit Schieberuckeln zu kämpfen und die Gasannahme gerade bei niedrigeren Drehzahlen war ziemlich ruppig und heftig. Jetzt beschleunigt und verzögert die KLX in allen Drehzahlbereichen so wie es sein muss und tourt gleichmäßig und sauber auf und ab.

Nachdem ich die Rechnung bezahlt habe (Inspektion und Einbau PC USB 190 € netto) und wir uns noch ein wenig unterhalten haben, gehts ab auf die B1. Auf der meist ziemlich geraden Bundesstraße fahre ich erstmal den Motor warm, dann beschleunige ich den 6. Gang voll durch und bin erstaunt, dass auf dem Tacho plötzlich 133 Km/h steht – und das, obwohl es leicht bergauf geht.

Da Bundesstraßen echt öde sind, biege ich nach kurzer Zeit auf eine Nebenstrecke Richtung Neheim ab. Jetzt will ich wissen, was die KLX in Ihrem Territorium so drauf hat. Ich fahre durch ein paar Kurven, reiße das Gas auf und ziehe den 4. Gang bis hundert. Uiuiui, da hat sich aber schon mächtig was getan. Gerade der 3. und 4. Gang sind nun ganz anders abgestimmt und den 5. und 6. Gang kann ich bis in den Begrenzer fahren. Da ist nicht mehr dieses ätzende Loch bei 95 Km/h, bei dem die Einspritzung im 5. Gang zu macht und der 6. die Maschine dann nur wiederwillig auf 110 bringt, nö: Die kleine 250er beschleunigt jetzt von null bis Vmax (115 Km/h) straight durch und noch darüber hinaus (ca. 135 Km/h). Hey Kawasaki, warum denn nicht gleich so? Als ich Zuhause ankomme, grinse ich über das ganze Gesicht. Kann mir das mal bitte Jemand wieder wegmeißeln?

Auch wenn ich es eigentlich nicht machen sollte, aber fragen wir uns doch mal, was der ganze Spaß gekostet hat. Nun, da wären der Power Commander Umrüstsatz für 605 € und der GPR Grad Prix Evolution für 655 € und noch der Einbau für 170 €, macht: 1430 Euronen. Hui, da kriegt man ja schon was nettes gebrauchtes für. Hat sich der Scheiß also gelohnt?

Subjektiv: JA und nochmal JA. Die GPR-Anlage ist teuer, aber der Sound einfach nur gierig. Der Power Commander ist ebenfalls teuer, aber die KLX läuft nun richtig richtig gut und zieht endlich auch die Wurst vom Brot. Da die KLX im Moment einfach das Motorrad ist mit dem ich täglich fahre lohnt sich der Umbau doppelt, denn so macht die Kleine auch doppelt Spaß. Und für die Reise gibt’s bald noch eine klassische Gepäckbrücke und Handprotektoren.

Jetzt noch eine Diesel-Enfield und ich bin zufrieden.

Ich hätte da übrigens noch so eine XJ und ‘ne FZR im Angebot…

Hinweis: Eine einfache Methode die selten dämlichen Zündkurven im 5. und 6. Gang zu übergehen hat Svendura auf ihrer Webseite ganz hervorragend beschrieben.

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KLX 250 pimpen: GPR – Grand Prix Evolution Auspuff-System [Update]

Neulich bin ich bei eBay über so ziemlich die einzige Zubehör Auspuff-Anlage für die aktuelle Kawasaki KLX 250 gestolpert, doch der Preis von 655 Euro hat mich im ersten Moment sehr abgeschreckt. Dann ist mir eingefallen, dass ich dieses Jahr eine Steuerrückzahlung erhalten habe, worauf mein Gehirn sich kurz verabschiedet hat und ich die Anlage in geistiger Umnachtung bestellt habe. Du kennst das sicher: Da wird ein total geiles, aber teures Irgendwas angeboten und weil dir der Sabber in die Tastatur tropft kaufst du es dann, wirst aber hinterher von einem schlechten Gewissen heimgesucht.

Als das Paket dann am Freitag endlich eintraf, hatte sich das mit dem schlechten Gewissen aber auch ganz schnell wieder erledigt. Das GPR (Grand Prix Evolution, mit EU Zulassung) Auspuff-Komplettsystem ist sehr gut verarbeitet und der Endtopf (komplett aus Aluminium), wiegt grob geschätzt nur ein Fünftel vom Serien-Endtopf. Zudem wurde das System durch den optimierten Krümmer (Edelstahl) und ovalen Endtopf als leistungssteigernd angepriesen und bei 22 PS zählt wirklich jedes zusätzliche Pferdchen, wie ich auf meiner Tour im Odenwald feststellen musste (Bericht folgt).

Am Samstag habe ich die Anlage dann montiert – übrigens problemlos, alles sehr passgenau und auch alles dabei, was benötigt wird. Das System wird mit zwei Schalldämpfern geliefert, einem Endschalldämpfer und einem Dämpfer hinter dem Krümmer. Mein Endschalldämpfer ist noch drin, den zweiten DB-Eater habe ich zum testen erstmal nicht verbaut.

Nach dem ersten Anlassen tropfte mir dann wie bei der Bestellung der Sabber auf den Garagenfußboden, um es kurz zu machen: Rattenscharfer Sound – dumpf, pötternd, wie es sich für eine Enduro gehört. Und die anschließende Probefahrt bewies: Die Auspuff-Anlage wirkt sich tatsächlich sehr positiv auf die Leistung der Maschine aus. Der 5. Gang lässt sich nun locker und flüssig bis 100 ziehen, insgesamt hängt der kleine 250er Motor viel besser am Gas, die Beschleunigung ist gerade im 3. und 4. Gang wesentlich besser und unten rum wird mehr Drehmoment zur Verfügung gestellt.

Am Sonntag habe ich dann fix ein Video gemacht, das den Klang des Topfes kurz, aber deutlich darstellt: Einmal im Stand und danach bei einer Vorbeifahrt. Viel Spaß dabei!

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Mein Fazit: Auch wenn die GPR Anlage teuer war, es hat sich gelohnt. Die kleine KLX macht so wesentlich mehr Spaß! Andererseits kann ich bei dem Preis ja auch gar nichts anderes sagen, oder? ;-)

Jetzt noch einen leichteren Tank, denn weniger Gewicht = mehr Leistung.

Kleiner Nachtrag: Wer hören will, wie der Sound vorher war, der sollte sich das Flip Testvideo ansehen (Idee von Max, siehe Kommentare).

[Update]

Als ich gestern nach Hause gefahren bin, stand auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Polizeiwagen, der gerade mit dem Kontrollieren eines anderen PKW beschäftigt war. Als ich angepöttert kam, blickte der Polizist im geschlossenen Polizeiwagen sofort auf und sah mich an. Nachgefahren sind sie mir nicht, da sie ja gerade beschäftigt waren, hätten sie Zeit gehabt, wäre ich fällig gewesen – jedenfalls gehe ich davon aus.

Deswegen habe ich heute morgen den 2. DB Eater doch noch eingebaut (Sache von 10 Minuten), Ergebnis: Klingt genauso geil, nur etwas leiser und umweltverträglicher. Damit ist der Auspuff nun sogar offiziell zugelassen, eine EU Zulassung ist ja der ABE gleichgestellt und ich muss mir keine Sorgen mehr machen.

Leider hat der DB Eater auch etwas Leistung gekostet, aber dem werde ich ja vielleicht bald mit einem Power Commander Modul entgegnen, wenn alles klappt. :-)

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Mein Start in den Tag, ein kleines Moppedvideo mit dem Flip Ultra HD

Da ich nicht so gerne alles doppelt und dreifach schreibe, gibt’s in meinem Privatblog eine etwas ausführlichere Review zum Flip Ultra HD und seinem ersten Einsatz.

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Aufstocken der Winterausrüstung: Beheizte Handschuhe und Enduro Stiefel im Wintertest

Weil meine Handschuhe und Stiefel bereits älter und in keinem guten Zustand sind, habe ich etwas Geld in die Hand genommen und mir bei Polo neue Ausrüstung geleistet. Um genauer zu sein: Ein Paar günstige beheizte Handschuhe für 100 € und Enduro Stiefel für 170 €. Eine neue Gesichtsmaske für den Winter und ein Enduro-Lenkerschutz für die KLX haben es dann auch noch in das Paket geschafft. Da es in den letzten Wochen teilweise verdammt kalt war, konnte ich die neue Ausrüstung endlich unter realen Winterbedingungen testen und kann nun über die Qualität berichten.

Die “Heat Handschuhe” sind für 100 € sehr günstig, da habe ich mich schon gefragt, ob die Handschuhe überhaupt etwas taugen, schließlich gibt es beheizte Handschuhe mit Steuergerät eigentlich erst ab 300 € aufwärts. Das war mir allerdings dann doch zu teuer, und besser als meine alten kaputten Drei-Finger-Handschuhe würden die Neuen hoffentlich allemal sein.

Bevor es mit dem Heizen (#verbalsadismus) losgehen kann, wollten die Akkus der Handschuhe geladen werden, die übrigens oben in den Stulpen in einem kleinen Täschchen mit Reißverschluss verstaut werden. Das Laden dauert laut Handbuch 4 Stunden, was schon der erste Mangel ist, denn nach 4 Stunden sind die Akkus nicht vollständig geladen, realistisch dauert es wenigstens 6 Stunden. Dafür halten die Akkus dann bei voller Leistung etwa 3,5 Stunden, aber auch das kann ich nach meinen Feldversuchen nicht bestätigen, wobei fairerweise erwähnt werden muss, dass die Akkulaufzeit ab -5° abnimmt, was auch im Handbuch vermerkt ist. Leider waren auch die Akkus selbst dazu noch schlecht verarbeitet. Bei einem Akku war der Druckknopf, der als Ein-, Leistungs- und Ausschalter fungiert, in den Akku eingelassen, beim Zweiten stand dieser allerdings heraus, so dass sich der Akku durch die Handbewegungen beim Fahren teilweise selbst ausgeschaltet hat. Suboptimal.

Die Verarbeitung der Handschuhe selbst ist gut, das Innenfutter ist angenehm weich und wärmt auch ohne die eingebaute Heizung recht gut. Aber nun mal Butter bei die Fische, was kann der Handschuh bei -15° in der Kombination mit Lenkerstulpen? Kurz gesagt: Nicht viel. Großes Manko dieser Handschuhe sind die Fingerspitzen, denn diese werden von der Heizung nicht gewärmt. Die Heizung heizt lediglich die Handrücken und die ersten Knöchel der Finger. Nun sind aber gerade die Fingerspitzen beim Motorradfahren im Winter das größte Problem und deswegen taugen die Handschuhe für mich nicht als Winterhandschuhe für Motorradfahrer. Für den Weihnachtsmarkt sicherlich eine tolle Sache, aber wenn selbst 20 Kilometer Fahrt bei -15° und dann auch noch mit Stulpen die Fingerspitzen so stark abkühlen lassen, dass ich mit schmerzverzerrtem Gesicht zuhause ankomme, dann muss ich leider dieses harte Urteil fällen: Finger weg – im wahrsten Sinne des Wortes.

Glücklicherweise ist POLO sehr kulant und nimmt die Handschuhe zurück, obwohl ich sie schon einige Male benutzt habe. Ich werde dann wieder zur traditionellen Schweinepfote (Drei-Finger-Handschuhe) greifen, aber diesmal etwas mehr hinlegen, als beim letzten Mal. Die Schweinepfote für 20 € ist schon nicht schlecht, da werden die für 50 € sicherlich meinen Bedürfnissen genügen.

Aber nun zu einem erfreulicheren Thema: Den Stiefel “PT-P Pharao” für stolze 170,- €. Da dieser Stiefel auch in der POLO Shop-Kategorie “Winterstiefel” zu finden ist, hoffte ich endlich warme Füße zu bekommen. Und oh ja, der Stiefel entäuschte mich überhaupt nicht. Ich hatte bei -15° zwar kalte Füße, aber nicht so kalt, dass es störend oder gar schmerzhaft gewesen wäre. Ein weiterer Vorteil im Winter: Die Enduro-Stiefel bieten absolut sicheren Halt auf Schnee und falls es doch mal zu einem Sturz kommt, sind Bein, Knöchel und Fuß wirklich gut geschützt. Diesen Stiefel würde ich mir auf jeden Fall nochmal kaufen.

Manchmal ist es eben doch besser nicht preisbewusst zu kaufen, sondern gelegentlich etwas tiefer in die Tasche zu greifen. In der Regel gibt’s dafür nämlich auch die bessere Qualität. Die 60 € Billigstiefel von Louis haben jedenfalls keine eineinhalb Jahre überlebt, danach war die Sohle abgelaufen. Bei dem Preis trotzdem keine schlechte Leistung, wenn man bedenkt, wie intensiv ich diese Stiefel genutzt habe, nämlich beinnahe täglich.

Wer übrigens noch eine Empfehlung für Winterhandschuhe aussprechen möchte: Ich freue mich über Anregungen und Kommentare.

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Motorradfahren im Winter, Tipps für Fahrer von Zweirädern

Der Winter ist für viele Motorradfahrer eine besondere Zeit. Während sich die Meisten in Ihre Garage zurückziehen, etwas basteln und im warmen auf das Frühjahr warten, gibt es einige “Bekloppte”, die ihr Motorrad auch in den unwirklichen Verhältnissen des Winters bewegen müssen. Letztere Gruppe weiß zu schätzen, dass Winterfahrten die Natur nah an den Menschen heran bringen, denn das Fahren im Winter ist hart und fast jede Fahrt ist kleines Abenteuer. Vorallem, wenn kein Gespann das Gefährt der Wahl ist, sondern ein gemeines Zweirad. Auch ich fahre dieses Jahr kein Gespann, sondern bin auf einer kleinen und leichten Enduro, meiner Kawasaki KLX 250 unterwegs. Und es klappt bis jetzt ganz gut, auch mit zwei Rädern.

Da ich euch meine und die Erfahrungen der anderen Winterfahrer in meinem Umfeld nicht vorenthalten möchte, habe ich über Twitter um Tipps zum zweirädrigen Winterfahren gebeten, um meine persönliche Liste zu ergänzen. Aber lange Rede kurzer Sinn, hier die Tipps, gruppiert nach den Kategorien Mensch, Maschine, Fahrtechnik und Sonstiges.

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