Hier stünde normalerweise ein schönes Bild. ;-)

Technik |

Neue Stulpen, Test der Heidenau K60 snow

Es hat mich sehr gefreut, als Stephan von Mopeten.TV fragte, ob ich noch einen gebrauchten Satz Winterreifen (Heidenau K60 snow) von seiner Baghira gebrauchen könnte, die – wie sich dann herausstellte – sogar die selben Felgengrößen hat, wie mein kleiner 250er Giftzwerg. Nach einigen Tagen kam das Paket dann an (herzlichen Dank an dieser Stelle!) und ich ließ die Reifen beim örtlichen Reifenmeister aufziehen.

Einen Tag vor den Reifen, hatte ich auch glücklicherweise endlich meine neuen Lenkerstulpen von Touratech erhalten. Schweineteure Dinger, aber ungemein einfach zu montieren und gut durchdacht. Außerdem sind die Einstiege verstärkt, so dass es kein Problem ist nach dem Visierwischen die Hand wieder in die Stulpe zu bekommen. Bei meinen alten Lenkerstulpen war das so friemlig, dass es teilweise schon gefährlich war. Naja, wer billig kauft, kauft zweimal – von den Touratech Stulpen werde ich jedenfalls länger etwas haben.

Was ich allerdings bei Touratech eine Frechheit finde: “Ab 500.00 EUR liefern wir innerhalb von Deutschland versandkostenfrei!”. Geht’s noch? Wenn ich etwas für 160 € bestelle, dann erwarte ich einfach, dass mir die 6 € Versandkosten nicht auch noch aufgedrückt werden. Andere Online-Händler machen es doch vor.

Am Dienstag morgen konnte ich dann endlich die KLX mit komplettierter Winterausrüstung testen und fuhr mit den frisch montierten K60 snow los. In der ersten Kurve hatte ich dann sofort ein sehr komisches Gefühl, die Reifen fallen quasi von selbst in die Schräglage, was ich im ersten Moment als sehr kippelig empfunden habe. Wie sich später herausstellen sollte, ist dies aber ein großer Vorteil. Da die Straßen relativ gut geräumt und frei waren, bin ich dann mit der KLX auf eine ungeräumte und vereiste Landstraße gefahren, um die Reifen unter diesen extremen Bedingungen zu testen.

Die KLX 250 spielt im Schnee.

Schnell konnte ich bei diesen Bedingungen nicht fahren, maximal 40 Km/h waren drin und das Gas wollte sehr fein dosiert werden, sonst drehte sofort das Hinterrad durch. Aber: Ich kam selbst bei leichten Steigungen auf dem mit leichtem Schnee bedecktem Eis noch gut voran.

Was ich bei den Heidenau K60 snow übrigens absolut top finde ist eben genau die oben erwähnte “Kippeligkeit”. Beginnt nämlich das Vorderrad den Grip zu verlieren, weil man zu schnell fährt, führt das dazu, das sich das Rad durch deutliche Bewegungen der Gabel bemerkbar macht. Der Reifen gibt ein erstklassiges Feedback, so dass ich sofort bemerken konnte, wann ich zu schnell für den Untergrund war. Dann habe ich einfach immer etwas Gas rausgenommen, das leichte Schwingen der Gabel verschwand.

Im Vergleich zu den vorher montierten Metzeler Enduro 1 eine riesen große Steigerung, denn der Enduro 1 ist ja eher ein Langstrecken-Allrounder, der im Winter – zumindest bei mir – überhaupt nicht funktioniert hat. Da war sogar die Dunlop DT605 Grobstolle, die ich im letzten Winter gefahren noch wesentlich besser, gab aber auch einfach nicht so viel Feedback wie der K60 snow. Beim Dunlop war es so, dass der Verlust des Grips sehr plötzlich einsetzte, beim K60 snow kündigt es sich viel angenehmer an.

Mein Fazit zum Heidenau K60 snow: Erstklassig. Und auf Asphalt und bei Regen so und so Gripmonster, wie dieser Bericht hier zeigt.

Übrigens kann ich nun dank der Stulpen in Kombination mit der Griffheizung mit Sommerhandschuhen fahren, wenn es nicht gerade -10° ist. Fast schon zu warm. Einfach Genial!

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Nachwuchs im Stall, #alpen50, Griffheizung an der KLX 250

Herr Troelf und die Kollegen von der Handwaschpasten-Ranch hatten mal wieder eine geniale Idee. Wir erstürmen nächstes Jahr voraussichtlich im August die Alpen. Es wird allerdings keine gewöhnliche Alpen-Tour, sondern wir werden die Pässe auf Kleinkrafträdern mit 50ccm erklimmen. Und wenigstens ein Alpenpass über 2000 Meter soll mit dabei sein. Natürlich wird die Tour auch wieder auf Twitter zu verfolgen sein, Hash-Tag ist “#alpen50“. Was für eine Gaudi. :-)

Da ich Spackonaut kurz bevor ich von der Tour erfuhr meine Simson S51 verschachert hatte musste ich mir nun deswegen zwangweise etwas Neues zulegen, aber zu teuer sollte es nicht sein. Glücklicherweise habe ich dann bei eBay eine recht günstige Honda MT5 (AD 01) gefunden, die ich für 181,- Euro ersteigern konnte und letzten Samstag abgeholt habe. Die MT5 ist eine kleine 2-Takt Enduro, ein Kultmokick aus den Achtzigern und sie soll mich auf der Alpentour begleiten.

Ein bisschen Baustelle ist die MT5 bei dem Preis natürlich auch, die Elektrik ist ein Chaos, aber das Zündschloss funktioniert und der Motor läuft. Ich werde über den Winter also die Verkabelung neu machen und die Maschine insgesamt ein wenig herrichten. Schön finde ich, dass bereits ein Gepäckträger und ein Top-Case beim Kauf dabei waren, ich habe also für die Tour bereits einen Teil meines Gepäcksystems zusammen.

Und dann noch eine Winterfahrermeldung

Gestern habe ich Heizgriffe von Daytona an die KLX gebastelt. Das ging recht problemlos, die alten Griffgummis habe ich einfach abgeschnitten, wobei ich beim Gasgriff wohl eher abschnitzen sagen müsste. Zudem musste der Gasgriff noch ein wenig umgestaltet werden, der hat am Ende zur Armatur hin so eine Wulst. Diese habe ich mit einem Messer entfernt, danach passte das neue beheizte Griffgummi dann auch sofort. Das Kürzen der Heizgriffe wegen meinen Handprotektoren von D-Tusk war ebenfalls kein Problem.

Beim verlegen der Kabel habe ich mir Zeit genommen, da ich die Kabel entlang des original Kabelbaums verlegen wollte. Hierzu musste ich die Kabel allerdings verlängern, also löten. Ich hasse Lötarbeiten, aber letztendlich ging es doch recht einfach. Ich habe die Heizgriffe dann direkt an die Batterie angeschlossen, eine Sicherung muss ich noch nachträglich einsetzten, weil ich keine fliegenden Sicherungshalter mehr hatte. Aber für ein paar Tage wird’s auch ohne gehen.

Heute Morgen konnte ich die Griffheizung dann zum ersten Mal richtig testen. Bei -4° bin ich zur Arbeit gefahren und hatte angenehm warme Handflächen. Sollten die Temperaturen aber noch weiter sinken, komme ich um Lenkerstulpen nicht herum, da sonst die Fingerkuppen zu stark auskühlen – zumindest bei längeren Fahrten.

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Kreatives aus Chips: Tankdeckeldichtung

Bei meiner Diesel Enfield hatte ich von Anfang an das Problem, dass der Tankdeckel des großen Tanks undicht war und mir immer wieder den Tank mit Diesel versaut hat. Blöderweise ist Diesel aggressiv, greift den Lack an und dazu noch schmierig und verdunstet auch nicht einfach wie Benzin. Ein Lösung musste her.

Glücklicherweise war ich offensichtlich nicht der Einzige mit diesem Problem, denn ein Benutzer im Royal Enfield Forum (“drstrange” alias Boris) postete kürzlich eine einfache aber meiner Meinung nach geniale Lösung. Die Idee klingt erstmal total bekloppt, funktioniert aber wirklich hervorragend. Ich verneige mich vor diesem genialen Einfall, der Abfall einer sinnvollen Verwendung zuführt. Solche Ideen liebe ich.

Butter bei die Fische, wie kriege ich den Tankdeckel nun dicht?

Dazu gehst du erstmal in einen Supermarkt deiner Wahl und kaufst dort 3 bis 6 Dosen Stapelchips, oder meinentwegen auch Pringles. Als Geschmacksrichtung empfehle ich: Paprika, Hot und Barbecue, die sind eigentlich alle ganz lecker. Wenn du die Chips nicht magst, kein Problem, es geht uns nämlich nicht um den Inhalt der Dose, sondern um einen Teil der Verpackung. Die Dosen sind oben mit einem runden Plastikdeckel verschlossen und genau diese Plastikdeckel lassen sich hervorragend zu Dichtungen umarbeiten.

Also entfernst du Zuhause die Plastikdeckel der Chips-Dosen und schneidest den Rand mit einer Schere ab und passt den Durchmesser dem des Deckels an. Nun kannst du aus dem alten Tankdeckel die originale Dichtung entfernen, auf den Plastikdeckel legen und hast so eine prima Vorlage für das Loch in der Mitte, das du dann ausschneidest.

So bearbeitest du alle zur Verfügung stehenden Chips-Dosendeckel und setzt diese anschließend in den Tankverschluss ein. Ich würde erstmal nur drei der Dichtungen einsetzen und dann den Tank testweise verschließen. Optimal ist es, wenn sich der Deckel mit etwas Widerstand zudrehen lässt. Solange das nicht der Fall ist müssen weitere Dichtungen in den Tankverschluss eingesetzt werden.

Bei mir wurde es mit fünf Dichtungen schon recht brauchbar, eine sechste will ich aber noch einsetzen, nur leider sind mir die Deckel ausgegangen, wer will auch schon soviel Chips essen? Jedenfalls ist mein Tank nun dicht, ich denke das liegt einfach daran, dass die Chips-Dosendeckel flexibeler sind, als die originale Gummidichtung und sich durch den Druck gegenseitig abdichten und sich besser der kraterähnlichen Wulst des indischen Tanks anpassen. Aber warum ist egal, blöd aber glücklich, Hauptsache es ist dicht.

Genial einfach, kostet im Grunde nichts (vorrausgesetzt, du magst Stapelchips) und mit einem hohen Nutzwert!

Hast du schonmal eine ähnlich gute Idee gehabt, oder zum Beispiel eine Notreperatur am Straßenrand mittels etwas, dass eigentlich Abfall gewesen wäre durchgeführt? Dann ab in die Kommentare damit, ich bin schon gespannt!

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Royal Enfield Diesel Update

Nachdem mich am Freitag eine Halsentzündung dahingerafft hat und ich schon Sorge hatte, am Wochenende nicht schrauben zu können, wie ich es geplant hatte, war ich dann am Samstag glücklicherweise doch bereits wieder soweit genesen, dass ich den Nachmittag und auch den Sonntag in der Garage verbringen konnte.

Am Samstag habe ich als erstes einen Ölwechsel vorgenommen und dabei dem Motoröl einen Motorölzusatz von Mathy beigemischt. Bevor ich so richtig loslegen konnte, musste ich allerdings erstmal in Baumarkt fahren, weil ich keinen Innensechskantschlüssel für meinen Proxxon hatte. Das ist auch ehrlich gesagt die erste Ölablassschraube mit Innensechskant, die ich je beschraubt habe. Als Frischöl besorgte ich mir normales 15W40 an der Tankstelle.

Da die Füllmenge des Motor 1,4 Liter beträgt, habe ich 0,2 Liter Mathy-M und 1,2 Liter Öl eingefüllt. Das entspricht etwa 15 % Mathy, was denke ich okay ist. Jochen Sommer mischt dem Öl der Hatz Enfields nur 10% bei, aber ich denke etwas mehr schadet da sicherlich nicht. Während das Öl auslief, habe ich auch noch einen neuen Kickstarter angebaut. Den anderen hatte es abgeschüttelt. Außerdem habe ich den Rücklichträger nochmal abgebaut und die Blinker hinten neu verkabelt, beim Anbau der Chromschutzbleche hatte ich da aufgrund von Hirnerschöpfung irgendwas zusammengesteckt, was meine Blinker dazu veranlasste als Warnblinkanlage zu fungieren. Als ich mir dann im Wachzustand die Kabel nochmal angesehen habe, war dann sofort klar, wie es zusammen gehört. Ansonsten war der Ölwechsel langweilig. Das Gewinde nicht überdreht und dicht ist auch alles.

Am nächsten Tag habe ich dann endlich diesen unsäglich fetten Kofferträger demontiert. Problem dabei: Die Blinker waren am Träger montiert und die original Blinkerhalter waren nicht dabei. Aber da hat mir mein Vater ausgeholfen und wir hatten uns überlegt, einfach aus der alten Halterung einer Deckenlampe neue Blinkerhalter zu bauen. Was soll ich sagen? Einfach in der Mitte durchgeflext, entsprechend gekürzt, Löcher gebohrt und lackiert sahen sie wirklich gut aus und auch solider als die Originale, die doch recht schmal sind. Der Kofferträger war schnell entfernt und dann ging es daran die Blinker zu befestigen.

Dazu musste erstmal das Nummerschild wieder runter und ich kramte aus meiner Werkzeugkiste noch ein paar Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben hervor. Eiserne Reserven. Dann habe ich die Halter am Rücklichträger mit ordentlich foffo montiert, um festzustellen, dass die Bohrlöcher einen Tick zu klein für die Blinkergewinde waren. Die Rundfeile löste dieses Problem und danach waren die Blinker ruck zuck wieder dran.

Dann widmete ich mich den vorderen Blinkern, aber nicht, weil diese es nicht taten, sondern weil die runter mussten, um diese hässliche “Powered by Lombardini” Frontplate gegen ein verchromtes Original zu tauschen. Wenig Arbeit, großer Effekt. Nur der Aufkleber fehlt noch auf dem neuen Teil, das wird nachgeholt.

Das Beste hob ich mir für den Schluss auf: Die Goa-Pipe wurde montiert. Leider musste ich dabei vom hinteren Halter die letzte Schraube weglassen, egal was ich gemacht habe, es passte einfach nicht. Egal, wird schon halten…

Die anschließende Probefahrt war ein Traum: Endlich Sound! Endlich kein Monstrum mehr am Heck und seltsamerweise springt die Enfield mit dem neuen Topf und vielleicht auch wegen dem Mathy-M Zusatz besser an, auch der Durchzug ist besser! Sehr fein, wieder was geschafft, was die Enfield immer mehr zu meinem Motorrad werden lässt.

Und jetzt zum Abschluss noch einige wenige Fotos, die ich heute Abend in der Garage geschossen habe. Ein Video folgt noch, wenn ich Zeit habe und das Wetter am Wochenende mal gut ist.

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KLX 250 Update: D-Flex Handprotektoren von Tusk

Vor einiger Zeit hatte ich Acerbis Handprotektoren bestellt, die aber leider nicht an meinen KLX Lenker gepasst haben. Die waren um’s verecken nicht zu montieren. Also habe ich mich im Netz ein wenig umgesehen und bin über das Planet KLX Forum auf die D-Flex Handprotektoren der Firma Tusk gestoßen. Leider gibt’s die nur in den USA, aber ich habe ja Geduld. Nach 3 Wochen war das Paket endlich da, wobei die Frachtkosten genau so teuer waren, wie das Kit selbst. Narf!

Dann habe ich mich natürlich sofort daran gemacht die Dinger anzubauen und nach dem ersten groben anhalten war klar: Es passt. Irgendwie. Doch nachdem ich mit einem Messer den Gasgriff beschnitten hatte, staunte ich erstmal nicht schlecht: Kawasaki hatte die tolle Idee innen im Lenker Lenkerendengewichte einzuschweißen. Mit drei Schweißpunkten. An dieser Stelle vielen Dank dafür.

(weiterlesen …)

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