Der Winter ist für viele Motorradfahrer eine besondere Zeit. Während sich die Meisten in Ihre Garage zurückziehen, etwas basteln und im warmen auf das Frühjahr warten, gibt es einige “Bekloppte”, die ihr Motorrad auch in den unwirklichen Verhältnissen des Winters bewegen müssen. Letztere Gruppe weiß zu schätzen, dass Winterfahrten die Natur nah an den Menschen heran bringen, denn das Fahren im Winter ist hart und fast jede Fahrt ist kleines Abenteuer. Vorallem, wenn kein Gespann das Gefährt der Wahl ist, sondern ein gemeines Zweirad. Auch ich fahre dieses Jahr kein Gespann, sondern bin auf einer kleinen und leichten Enduro, meiner Kawasaki KLX 250 unterwegs. Und es klappt bis jetzt ganz gut, auch mit zwei Rädern.
Da ich euch meine und die Erfahrungen der anderen Winterfahrer in meinem Umfeld nicht vorenthalten möchte, habe ich über Twitter um Tipps zum zweirädrigen Winterfahren gebeten, um meine persönliche Liste zu ergänzen. Aber lange Rede kurzer Sinn, hier die Tipps, gruppiert nach den Kategorien Mensch, Maschine, Fahrtechnik und Sonstiges.
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Nachdem ich die KLX vom Händler abgeholt hatte, ging mir die Maschine gelegentlich beim ausrollen einfach aus und die Leerlaufdrehzahl wanderte bei warmem Motor immer zwischen 2.000 und 3.000 U/min hin und her. Auch eine intensive Recherche im Netz brachte kaum etwas nützliches hervor – kein Wunder, bei einem total neuen Mopped. Nur bei Motorradfrage.net fand ich einen Eintrag, wo ein ähnliches Problem beschrieben wurde, aber leider keine Lösung. Auch der Händler konnte mir nichts sagen und versprach nach dem Wochenende bei Kawasaki nachzufragen.
Weil mir das Problem aber keine Ruhe gelassen hat, habe ich mir mal das Owners-Manual der KLX 250 vorgenommen, ein wenig durchgeblättert und tatsächlich wurde ich fündig. Die Leerlaufdrehzahl soll bei der KLX zwischen 1.250 und 1.350 U/min betragen, bei mir war der Leerlauf aber auf 2.000 U/min eingestellt. Viel zu hoch also.
Also ab in die Garage, Mopped warmlaufen lassen und dann den Leerlauf neu reguliert. Das wird bei der Einspritzung der KLX über eine große Schraube geregelt, die an der Einspritzanlage sitzt. Und weil ich gerade dabei war, habe ich noch den Bremslichtschalter und das Spiel des Gaszugs eingestellt.
Danach ging es auf die Probefahrt, und alle so Yeaahh: Problem behoben. Die KLX läuft nun perfekt, hält das Standgas sauber und geht nicht mehr ab und zu aus. Ich vermute, dass die Einspritzelektronik den Leerlauf manchmal nicht schnell genug hochregeln kann, wenn der Leerlauf zu hoch ist, so dass der Motor abstirb.
Und da sag noch einer, an Neumotorrädern gäb es nichts zu schrauben. ;-)
PS: Gestern hab ich die KLX über die Hausstrecke getrieben – prima! Macht echt Spaß die Kleine!
Wegen meines Umzugs bin ich ja in letzter Zeit zu nicht wirklich viel gekommen – ein Haus renovieren und zwei Haushalte zusammenlegen, nebenher noch Arbeiten, das ist eine recht zeitraubende Angelegenheit – aber der Umzug hatte auch einen Vorteil: Ich musste zwangsweise meine 650er Ural wieder zum Laufen bekommen, weil das gute Stück in der neuen Garage ihren Platz einnehmen sollte. Diesen Beitrag vollständig lesen
Meine XJ lief in letzter Zeit irgendwie nicht so schön wie ich es gewohnt war. Sie war ein wenig brummelig und schlapp. Also habe ich mir gestern die Zeit genommen und die Sitzbank abgenommen, was bei meinem Koffersystem ein wenig fummelig ist – vermutlich hatte ich den Tausch des Luftfilters deswegen immer vor mir her geschoben – und entnahm den alten Luftfilter. Naja, was soll ich sagen, ich habe noch keinen dermaßen zugesetzen Luftfilter gesehen, kein Wunder, dass die XJ nicht mehr aus dem Quark kam.
Also habe ich kurzerhand den Ersatzfilter eingebaut, der seit über einem Jahr in meiner Garage liegt und eine Probefahrt gemacht: Ja, so muss meine singende Vagabundin laufen. Wie ausgewechselt, was ja auch irgendwie zutrifft.
Danach habe ich noch den Killschalter stillgelegt, weil dieser einen so derben Wackelkontakt hatte, das die XJ die Zündwilligkeit versagte, wenn der Schalter nur lange und intensiv genug angestarrt wurde. Dazu habe ich die Armatur auseinander genommen und die Kabel abisoliert und zusammen gecrimpt. Und weil ich dabei etwas unvorsichtig war, weiß ich nun endlich auch, welche Sicherung für diesen Stromkreis zuständig ist. Den Gasbowdenzug habe ich auch noch geölt, der war auch ein bischen Schwergängig.
Jetzt muss ich noch die Zündkerzen und einen Zündkerzenstecker – der bei Feuchtigkeit immer Probleme macht – tauschen und Italien kann kommen. Sind ja auch nur noch 10 Tage, dann geht es los.
Ansonsten bin ich mit der XJ sehr zufrieden. Sehr robust, schön zu fahren und ein sehr langlebiger Motor, bei geringem Wartungsaufwand. Am liebsten würde ich mir noch eine zweite XJ in die Garage stellen.
Auf der Suche nach dem seltsamen Geräusch aus meinem Bullet 500 Motor ist der nächste Schritt zu gehen: Nachdem ich den Primärkasten geöffnet und dort bereits einige Teile wie Lichtmaschine und Kupplung demontiert und geprüft habe, ist nun der Zylinder und der Kopf dran. Diesen Beitrag vollständig lesen


