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2RadKamele die Dritte und Biketramper

Filmpremiere: Die Welt ist keine Gerade – Artur entdeckt Afrika

Frank Göpel von den 2RadKamelen ist kürzlich mit der Bitte an mich herangetreten, auf dem Blog der Fernreisenden einen kleinen DVD Shop zu basteln, da bald die dritte DVD erscheint. Da ich ja gerne solche Dinge mit WordPress mache, war das recht schnell und problemlos realisiert. Und da ich bereits bei der Filmpremiere der zweiten DVD vor Ort war, möchte ich euch die Premiere der neuen DVD “Die Welt ist keine Gerade – Artur entdeckt Afrika” empfehlen. Aber vor der Nennung weiterer Daten noch etwas Hintergrund zu den 2RadKamelen.

Die bereiften Kamele, das sind Laurens, Georg, Frank und sein Sohn Artur. Die Vier bereisen seit 2006 den Afrikanischen Kontinent in Jahresetappen. Und genau das macht die Expedition so interessant, da es keine Gewaltetappen gibt, sondern nur der Weg das Ziel ist. Ein bis zwei Monate im Jahr fahren die Drei Richtung Süden, lassen die Motorräder dann stehen, um im nächsten Jahr zurückzukehren. Doch nicht nur das ist besonders: Franks Sohn Artur fährt die Touren, seit er sechs Jahre alt ist, von Anfang an mit. Für ein Kind sicherlich ein großes Abenteuer. Und so wird mit der dritten DVD der 2RadKamele nun Artur in den Vordergrund gestellt und er berichtet seine Sichtweise der Dinge. Ich bin gespannt, was er uns zu erzählen hat.

Die Premiere findet am Samstag, den 5. Juni 2010 um 17 Uhr im Savoy Kino (Atelier) statt. Erwachsene latzen moderate 5 € und Kinder 2,50 € – viel Spaß! Näheres auch auf dem Blog der 2RadKamele. Dort gibt es auch die Trailer aller drei DVDs zu schauen.

Interessantes Projekt: Biketramper

Und noch ein interessantes Projekt kam gestern per Twitter rein: 1.000 Kilometer trampen, aber nur mit zwei- bis dreirädrigen Motorrädern. Autos sind tabu. Na, wenn das mal nicht eine nette Idee zur gerade angelaufenen Saison ist.

Hinter dem Projekt verbirgt sich der Journalist Holger Steffens, der bereits einige andere kuriose Tramp-Projekt durchgezogen hat, unter anderem das Trampen mit Binnenschiffen. Autos kann schließlich jeder.

Auf seiner Projektwebseite kann der aktuelle Standort seiner Reise und weitere Details abgerufen werden. Wer also noch Platz auf dem Soziussitz hat und in der Nähe ist: Holger freut sich bestimmt, wenn er seinem Ziel ein Stück näher gebracht wird.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie sich das Projekt entwickelt und falls Holger hier im Sauerland durchkommt, ist ihm meine Unterstützung in jedem Fall gewiss, wenn er sich für den harten Soziussitz meiner KLX erwärmen kann.

Kurz angefahren: Kawasaki Versys

Da sich meine KLX gerade bei Motorrad Schnock wegen zuwenig Bumms in Behandlung befindet, wurde mir freundlicherweise eine Kawasaki Versys als Leihmotorrad zur Verfügung gestellt. Die Gelegenheit habe ich natürlich genutzt, dieses spacige Mopped ein wenig zu testen.

Die Sitzposition erinnert mich ein wenig an die kürzlich gefahrene Honda TransAlp, auch wenn die Maschine selbst ein klein wenig tiefer baut, für meine Körpergröße aber immernoch sehr angenehm, die langen Beine müssen schließlich irgendwo hin. Der Sitz ist breit und bequem, auch der Soziasitz sieht sehr tourentauglich aus. Der breite Tank und der relativ hohe Lenker vermitteln auf Anhieb ein gutes Gefühl für die Versys, ich bin auf der Rückfahrt gestern sofort mit dem Mopped klar gekommen, was auch am – für einen Tourer – relativ niedrigen Gewicht von 209 Kilo fahrfertig liegen mag. Von der Haptik her also subjektiv ein richtig toller Tourer: Nicht zu schwer, nicht zu verkleidet, interessant anzuschauen und richtig langstreckentauglich.

Die Optik ist zugegeben etwas gewöhnungsbedürftig, aber nachdem ich gestern Abend die Versys in der Garage hatte und sie mir genauer angesehen habe, ging das Konzept dann doch auf. Highlight ist für mich der Auspuff, den ich suchen musste und schließlich kurz hinter und ein Stück unter dem Schwingenlager fand. Das finde ich ziemlich mutig, denn lange Zeit und auch heute noch dominieren beim Motorrad-Design “dicke Tüten” – übrigens eine Gemeinsamkeit mit der amerikanischen Pornoindustrie, aber nicht jeder steht eben auf Silikonbusen so groß wie Medizinbälle. Dadurch, dass der Auspuff bei der Versys so dezent ist, wird der Blick auf ganz andere Details des Motorrads frei. Da hat Kawaski wirklich etwas gewagt und es geht auf, denn die Schwinge und der Rahmen haben gerade rechtsseitig eine ganz eigene und besondere Kontur – optisch sehr eigenständig. Zudem dürfte der unten liegende Auspuff den Schwerpunkt der Maschine positiv beeinflussen.

Und wie fährt sie sich? Einfach draufsetzen, bequem losfahren und nach 100 Metern der Maschine vertrauen. Die Schaltung gefällt mir dabei besonders gut: Keine weichgespülte quirlige Schaltpampe, sondern ein Getriebe bei dem noch Kraft aufgewendet werden muss und es eine deutliche Rückmeldung gibt, wann der nächste Gang drin ist. Der 650 Kubik Zweizylinder ist unter 3.000 U/min etwas brummbärig, darüber läuft er aber sehr ruhig und hängt gut am Gas. Die 64 PS sind genau richtig für ein unkompliziertes Tourenkraftrad, sportliche Ambitionen konnte ich bei der Versys allerdings nur wenige finden. Sicherlich kann jedes Motorrad schnell um die Ecken getrieben werden, doch das Eine verleitet dazu, das Andere eben nicht. Die Versys würde ich nach meinem Gefühl in letztere Kategorie einsortieren.

Über 3000 U/min ist das Motorrad sehr vibrationsarm, allerdings klapperte die Plastikverkleidung bei bestimmten Geschwindigkeiten ein wenig, was ich als störend empfand – ein Problem, das sich sicherlich mit dem Gummi eines alten Fahrradreifens beheben lässt. Ansonsten gibt’s nicht viel zu meckern, nur das die äußere Tachoverkleidung vom Plastik irgendwie billig rüberkommt, sonst ist die Optik der Kanzel interessant anders und die seltsame Form der Rückspiegel vermittelt den Eindruck, auf einem Batman-Motorrad zu sitzen – schon spaßig.

Es fährt gut, es bremst gut – dank serienmäßigem ABS, es hat ordentlich Reichweite, daher mein Fazit: Richtig interessantes und doch sehr solides Tourenmotorrad. Und obwohl meine Freundin eher auf Chopper steht, fand sie die Versys auf Anhieb optisch richtig toll. Das hat mich – wie der Neupreis von gerade mal 8.000 € – ziemlich überrascht.

Kleiner optischer Vorgeschmack zu den Honda Pressetagen 2010

Da mein Bericht “Honda Pressetag 2010 – von CBR125 bis Goldwing” sicher noch bis morgen Abend in der Schreibe ist, hier vorab einige kleine optische Appetithäppchen. Viel Spaß beim linsen! Mein Lieblingsbild ist übrigens das, wo die CBR 600 RR ABS im Vordergrund und die CBR 1000 RR Fireblade im Hintergrund unscharf zu sehen ist. :-)

Ich habe übrigens bewusst versucht keine schnöden Fotos von der Seite zu machen, weil mich das selbst immer irgendwie anödet. Zuerst habe ich einfach mal die meisten Typbezeichnungen als Nahaufnahme aufgenommen und dann auch möglichst immer einige Details fotografiert. Ich hoffe es ist gefällig, ich finde es so zumindest interessanter und lebendiger.

Vorbereitungen zum Honda Testtag im Spessart

Donnerstag Nachmittag geht’s Richtung Spessart, ich freue mich schon. Die Anreise mit der KLX wird vermutlich etwas langweilig und anstrengend, denn ich werde wohl die Autobahn benutzen müssen, da ich am Donnerstag noch arbeiten muss, aber ich bin gespannt, wie der darauf folgende Freitag werden wird und ob es mir gelingt dieses Ereignis auch medial ansprechend zu dokumentieren.

Zur Erinnerung: Ich darf die aktuelle Modellpalette von Honda zusammen mit Dennis vom Moppedblog und vermutlich vielen weiteren Pressevertretern, wie z.B. Jochen Vorfelder, ordentlich durchtesten. Da ich noch nie Honda gefahren bin, eine spannende Sache.

Getestet werden können ziemlich viele der edlen Honda Krafträder:

  • Gold Wing
  • VT1300CX
  • CB1300
  • VFR1200F
  • CBR1000RR Fireblade
  • CB1000R
  • CBF1000F ABS
  • CBF1000 ABS
  • Varadero 1000
  • VFR800
  • Shadow 750
  • VT750S
  • Transalp
  • CBR600RR ABS
  • CBF600SA
  • Hornet
  • SilverWing 600, ABS
  • SW-T400
  • CBR125R
  • CBF125
  • SH125
  • Innova

Ich möchte gerne die neuen 125er (CBR/CBF) testen, weil Kaja nämlich mit 16 – also in nichtmal 2 Jahren – den A1 Führerschein machen will. Da lohnt es sich für mich auf jeden Fall Eindrücke über die aktuellen 125er von Honda zu sammeln, auch was Leistung, Sicherheit und Handling angeht. Ein wenig Sorgen mache ich mir nämlich schon, auch wenn ich es toll finde, dass sie sich für das Motorradfahren begeistert.

Was mich auch noch sehr interessiert ist die Transalp, die einen sehr guten Ruf besitzt. Die Zuverlässigkeit kann ich zwar nicht testen, wohl aber, wie sich die “Transe” bewegen lässt und wie gut die Komponenten des Motorrads ingesamt zusammen passen.

Was ich sonst noch so fahren werde, weiß ich noch nicht, das lasse ich einfach auf mich zukommen. Die CBR1000RR Fireblade wäre natürlich der Oberkracher, aber ich könnte mir auch durchaus vorstellen die Goldwing mal zu fahren. Vielleicht überzeugt mich die Maschine ja sogar, dass meine Aversion gegen “Dickschiffe” unbegründet ist. Die VFR800 finde ich auch noch ziemlich interessant, weil mir die Optik gefällt.

Interessant wäre auch, wenn Dennis und ich die gleichen Maschinen fahren würden, so ließen sich unsere Einschätzungen später vergleichen, was sicherlich spannend wäre. Naja, mal sehen… ich quatsche ihn einfach mal darauf an.

Um einige optische Eindrücke von der Veranstaltung vermitteln zu können, werde ich meine Flip HD Videokamera mitnehmen und neben Twitter (Hashtag: #honda2010tt :D) und dem nachträglichen Schreiben eines Blog-Eintrags auch versuchen die Veranstaltung per Video festzuhalten. Das wird auf jeden Fall spannend, da es das Blog vielleicht endlich um eine weiteres Medium erweitert. Hoffentlich verliere ich meine Kamera-Ausrüstung nicht wieder auf der Autobahn… ich denke aber nicht. So ein Mist passiert mir nur einmal.

Auf den Freitag folgt meistens der Samstag, den ich mit den Jungs von der Handwaschpaste und mit Alexander von abgeschweift.de im Odenwald verbringen werde. Wenn ich schonmal da unten bin und Herr Troelf mir dieses verlockende Angebot unterbreitet, dann kann ich das einfach nicht ausschlagen.

Worüber ich mich jedoch besonders freue: Das ist meine erste Tour mit der KLX. Mal sehen, wie ich den Packsack auf die dünne Sitzbank gefriemelt bekomme und ob mir der Arsch am Abend blutet. :-)

Vorfreude ist was schönes. Und eine 4-Tage Arbeitswoche auch.

Bevor ich es vergesse: 4 Jahre “Das Motorrad Blog” mit Aufruf: Rettet Stress Press International!

Mensch, wie die Zeit vergeht, seit dem 4. Februar bereits ist mein Blog 4 Jahre alt, fast hätte ich es verpennt. Was soll ich sagen, mir macht es immer noch Spaß, auch wenn mir in letzter Zeit manchmal die Zeit fehlt viel zu bloggen, aber es war ja auch Winter, so viel gab es einfach nicht. Im Winter mache ich meist keine großen Touren, der tägliche Weg zur Arbeit und wieder nach Haus ist bereits Abenteuer genug.

Jetzt da der Frühling so langsam ins Rollen kommt, wird es auch direkt wieder interessanter, denn wie im letzten Beitrag bereits angekündigt: Im April habe ich zwei wirklich tolle Termine, über die es viel zu bloggen geben wird. Und der Diesel-Umbau der Enfield steht ja auch noch an. Ich habe da übrigens noch zwei Motorräder zu verkaufen… schließlich muss der Umbau ja auch finanziert werden. ;-)

Im Rahmen dieses Jubiläumsbeitrags möchte ich noch auf eine wichtige Sache hinweisen: Stress Press International. Stress Press ist eine underground Motorradzeitschrift, von Motorradfahrern für Motorradfahrer, die Inhalte werden von den Lesern erstellt. Doch nun könnte es nach über 30 Jahren für Stress Press eng werden, denn die Zeitschrift hat im Moment nicht genug Abonnenten, um die Kosten für den Druck zu decken.

Deshalb hier ein Aufruf: Erhaltet diese wirklich tolle underground Zeitschrift, die ich bedingungslos empfehlen kann, am Leben. Stress Press enhält eine große Bandbreite an Geschichten, manchmal traurig, manchmal ernst, meistens aber witzig und charmant. Ich denke die SPI wird sich über ein Jahresabo freuen. Und die 15 Euro sind wirklich gut angelegt.

Außerdem werden von Stress Press noch Inhalte gesucht, also schickt eure Anekdoten, Gedanken und Geschichten ein, wenn ihr Lust am Schreiben habt.

Alles wird gedruckt, nichts wird zensiert. Freier kann “Presse” nicht sein.

Mehr auf der Webseite: http://www.stresspress.de

Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit.

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