Am letzten Samstag war ich (wie angedroht) auf dem 6. internationalen Dieselmotorradtreffen in Hamm. Schönstes Wetter und angenehme Temperaturen machten die Landstraßenfahrt von Dortmund nach Hamm schon zu einem Genuss.

Die Ankunft am Platz war mal wieder überwältigend: Viele Dieselumbauten, auch einige Enfield Beziner und auch „ganz normale Motorräder“ und einige Oldtimer waren vor Ort. Die Veranstaltung war am Samstag wirklich sehr gut besucht und einige bekannte Gesichter konnte ich auf Anhieb sichten.

Dann habe ich erstmal ein wenig gequatscht und habe mir ein Bierchen gegönnt und bin danach über den Platz geschlendert und habe die Umbauten bestaunt.

Wirklich ins Auge stach mir dabei ein Dieselgespann, bei dem der HATZ Motor nicht in den Rahmen des Motorrads, sondern auf den Beiwagen gebaut war. Mittels Gelenkwelle erfolgte die Kraftübertragung auf das Getriebe, das natürlich im Motorradrahmen verblieben war. Leider noch nicht ganz fertiggestellt und ohne Zulassung, aber ein weiterer Besucher versicherte mir eindringlich, dass eine Zulassung des Gefährts kein großes Problem wäre. Darüber war ich sehr erstaunt, denn das Gespann sah wirklich abenteuerlich aus. Ein Foto findet sich übrigens in der Bildergalerie.

Großen Andrang gab es auch beim „Dieselwiesel“ Erfinder Bernhard Leitner, der mit einigen Vorführmaschinen angereist war. Entsprechend viel hatte er zu tun, denn die Besucher nahmen das Angebot der Probefahrt natürlich gerne wahr. Ich wünsche ihm, dass er auf dem Treffen einige weitere Abnehmer für sein wirklich schönes, in Kleinserie produziertes Motorrad gefunden hat.

Wo ein Dieselmotor auf zwei Räder trifft, darf Jochen Sommer natürlich nicht fehlen. Auch er war mit einigen Sommer HATZ Diesel auf Enfield Basis angereist. Und übrigens auch viele seiner Kunden. Die Enfield HATZ Motorräder waren in wirklich großer Zahl vertreten, was sehr für Jochen Sommer und sein ebenfalls in Kleinserie produziertes Motorrad spricht.

Unter anderem war auch eine Sommer HATZ Enfield da, die laut Aussage des freundlichen Besitzers seid rund 40.000 Kilometern ausschließlich mit Pflanzenöl betrieben wird. Lediglich der Dieselfilter wurde dafür ausgetauscht und ansonsten keine Veränderungen vorgenommen. Der Vorteil von Pflanzenöl: Wenn man sich unterwegs ein Schnitzel braten will, einfach einfach etwas Sprit auf den Zylinderkopf tropfen lassen, Schnitzel gut festschnallen, 20 Kilometer fahren und danach frisch genießen.

Ebenfalls gefreut hat mich, dass ich den Dieselumbau „Flitzibitz“ auf MZ Basis, den ich bereits auf Fotos bestaunt hatte, in der Realität erleben durfte. Ein technisch und optisch sehr gut gemachtes Dieselmotorrad und zudem Dieselmotorrad Rekordhalter: Vom Nordkap nach Gibraltar – 5676 in nur 114 Stunden und mit nur 107 Liter Diesel. Das sind gerade mal 1,88 Liter Verbrauch auf 100 Kilometer. Und ohne schweres Gepäck wäre es noch weniger gewesen.

Wolfgang „Mr. Wooli“ Kurock, war natürlich auch wieder anwesend und hatte einige Teile aus Indien dabei und so habe ich meiner Enfield für gnadenlos günstige 8 Euro einen schönen indischen („Quality Madras“) Wimpernschlag spendiert und direkt verbaut. Werkzeug habe ich ja immer an Bord.

Das Ergebnis und noch einige weitere Bilder vom Treffen finden sich in der Bildergalerie.

Fazit: Ich freue mich schon auf das nächste Jahr.