Batterien sind Verschleißmaterialien, die nur bei guter Pflege lange halten. Da die eh schon angeschlagene Batterie meiner XJ 650 vor zwei Tagen aufgrund der Kälte und Nässe nun endgültig die Grätsche gemacht hat, habe ich gestern Abend die neue Batterie mit Säure befüllt, über Nacht geladen und heute morgen eingebaut. Die XJ ist dann auch sofort angesprungen, also scheine ich wohl alles richtig gemacht zu haben.
Beim Befüllen der neuen Batterie mit Schwefelsäure bin ich wie folgt vorgegangen:
Beim Einbau der neuen Batterie sollte folgendes beachtet werden:
Nun noch ein paar Tipps zur Pflege der Motorradbatterie, damit sie lange ihren Dienst verrichten kann:
Es muss aber übrigens nicht immer gleich eine neue Batterie fällig sein. Die alte Batterie der XJ wurde einfach nicht richtig gepflegt, der Säurestand war viel zu niedrig, einige Kammern sogar fast leer. Aber auch solche Batterien können mit ein wenig Glück wieder in Betrieb genommen werden. Hierzu muss die Batterie gründlich ausgespült, dann neu befüllt und geladen werden. Die Batterie wird zwar nicht unbedingt ihre volle Leistung wiedererlangen, kann aber trotzdem noch gut funktionieren. Ein Versuch ist es allemal wert, denn Schwefelsäure für die Neubefüllung ist wesentlich billiger als gleich eine neue Batterie zu kaufen.
Wer mal mit einer schwachen Batterie liegen bleibt, muss nicht gleich den ADAC rufen: Solange die Batterie nicht total tot ist, und nur zuwenig Saft für den Anlasser hat, kann das Motorrad meist problemlos angeschoben werden. Also: Licht aus, zweiten Gang einlegen, Kupplung ziehen, kräftig schieben, Kupplung relativ zügig kommen lassen und wenn der Motor anspringt natürlich sofort wieder ziehen. So bin ich mit der XJ übrigens auch in den 2 Tagen ohne richtige Batterie immer wieder vom Hof gekommen. Hält fitt, ist auf Dauer aber eher nervig und die Kollegen schauen so komisch. ;-)
Jetzt muss ich bei der XJ nur noch einen Kerzenstecker erneuern, der hatte nämlich Feuchtigkeit gezogen, als es so heftig geschneit hat und meinte dann, den Funken nicht mehr an die Zündkerze abgeben zu müssen, sondern direkt auf den Ventildeckel. Dreizylinder finde ich zwar auch interessant, aber nicht unbedingt, wenn eigentlich doch vier Zylinder vorhanden sind. Einige Minuten im Stand zu warten, reichte übrigens, um den Stecker mit Hilfe der Motorhitze so weit zu trocknen, dass er wieder tat, was er sollte.
schrob am 16 Apr 2008 um 05:54
Moin,das mit dem Entlüftungsschlauch muß man wirklich sehr ernst nehmen. Hab mir mit einem falsch verlegten Schlauch übern letzten Sommer eine nette Ätz- und jetzt Roststelle am Auspuff meiner SR 500 zugelegt.
[]Gruß Jens