Eine traurige Pressemitteilung: Die Rallye Dakar ist heute, einen Tag vor dem geplanten Start des Rennens, vom Veranstalter abgesagt worden.

Angesichts der Ermordung von vier französischen Touristen am 24.12.07 in Mauretanien, durch eine vermutlich dem Terrornetzwerk Al-Qaïda nahestehenden Gruppierung, sowie der direkten Androhnung von Anschlägen gegen das Sportereignis, sah sich der Veranstalter gezwungen die Rallye nicht durchzuführen, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten. Die Veranstalter sind damit der Empfehlung der französischen Regierung gefolgt, die dazu geraten hatte die Rallye nicht durchzuführen.

Eine nachvollziehbare, aber dennoch nicht unstreitbare Entscheidung – auf der einen Seite durch die Verantwortung der Veranstalter gegenüber den Teilnehmern absolut nachvollziehbar, verständlich und legitim, aber auf der anderen Seite auch mit einem bitteren Nachgeschmack behaftet: Der Terrorismus war stärker als unser Wille und hat unsere Lebensart erneut erfolgreich angegriffen und eingeschränkt.

Trotzdem war die Entscheidung wohl richtig: Menschenleben haben immer Vorrang vor einem Sportereignis.

Dennoch bleibt die Enttäuschung groß.

Update:

In einem Spiegel Artikel zum Thema sind nun erste kritische Stimmen zur Entscheidung des Veranstalters nachzulesen. Zudem wird überlegt Schadensersatzforderungen zu stellen.

Update #2:

Es wird nun überlegt, den Außtragungsort der Dakar komplett zu verlegen, Südamerika ist im Gespräch, zudem hat sich der kritische Ton noch verschärft und weitere Schadenersatzforderungen werden wohl gestellt.

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Financial Times Deutschland, OÖ Nachrichten, Kurier, Netzzeitung

via moppedblog.de, dirtgirls.de