Ja, ich geb’s zu. Ich schraube nicht gerne mit Handschuhen, da habe ich kein Gefühl in den Händen und irgendwann ziehe ich sie mir genervt von den Fingern, um doch wieder schutzlos zu arbeiten. Das dies leider auch nach hinten losgehen kann, musste ich am Montag nach meinem Besuch beim Hautarzt feststellen.
Bereits seit zwei Jahren plagt mich an den Handrücken und am Puls eine allergische Reaktion der Haut. Was ziemlich harmlos im Sommer 2007 begann, hat sich in den letzten Wochen nun zu einer ziemlich übel juckenden Qual entwickelt, die mich schließlich doch zum Arzt trieb. Diagnose: Neurodermitis. Mit großer Wahrscheinlichkeit ausgelöst durch den Kontakt mit Öl.
Und ja, ich war da bisher ziemlich schmerzfrei und habe nicht immer so drauf geachtet, ob’s mir nun beim Ölwechsel über die Hände spritzt, oder nicht. Hauptsache es tropft nichts auf den Garagenboden und ölige Pfoten gehören ja auch irgendwie mit dazu.
Nun darf ich meine Hände erstmal vier Wochen lang mit Cortisonsalbe und noch zwei anderen Pasten einschmieren – in der Hoffnung, dass es danach wieder gut ist. Kann auch sein, dass das gar nicht mehr verschwindet. Und Handschuhe muss ich auch tragen beim Schrauben, womit ich das größere Problem habe. Normale Arbeitshandschuhe vermitteln nicht ausreichend Gefühl bei gewissen Dingen und Latexhandschuhe sind einfach widerlich. Die habe ich keine zehn Minuten an, dann kriege ich die Kretze. Aber darauf wird es wohl hinauslaufen.
Total blöd. :-(
Tags: öl, basteln, garage, Gegenwart, gesundheit
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schreibt am 05 Mrz 2009 um 18:21
Och ne, das ist ja echt ätzend! Ob dann aber Latexhandschuhe so gut sind? Da schwitzt man doch arg drin?
Ich habe vom Polo (Nein, ich werde nicht dafür bezahlt. :-)) ganz dünne Arbeitshandschuhe, die sind echt nicht schlecht.
Textil mit Lederverstärkung.
Damit kann man zwar keine Unterlegscheibe von einer Fliese aufheben, aber man hat doch noch mehr Gefühl als mit den meisten anderen Arbeitshandschuhen.
schreibt am 05 Mrz 2009 um 19:49
Schöner Mist… Aber dann machst Du eben mal den großen Handschuhtest für’s Motorrad-Blog!
Vielleicht kommst Du dann ja auch ein wenig mehr zum Fahren, wenn Du mit den Schrauben pausieren musst… ;-)
schreibt am 05 Mrz 2009 um 21:13
schon mal mit solchen handschuhen probiert:
http://tinyurl.com/7m2b4k ???
lg
vbernd
schreibt am 06 Mrz 2009 um 11:25
Hallo Bernd, ich werd’s damit mal versuchen, allerdings ist ölabweisend nicht unbedingt das was ich suche, sondern eher ölundurchlässig. Dann vielleicht schon eher sowas was Alexander meinte, also es sollte schon möglichst dicht sein irgendwie, weil nochmal möchte ich das nicht so schlimm habe… kratzen bis es blutet und so… ist schon echt scheiße.
Ach Dennis, im Moment schraube ich eh nicht viel, weil ich jetzt wieder mit der Yamaha unterwegs bin. Irgendwie doch ein wenig befreiend mal einfach fahren zu können, ohne sich zu Sorgen. ;)
schreibt am 06 Mrz 2009 um 12:28
Hm… als ölundurchlässig würde ich die Handschuhe jetzt nicht bezeichnen. Sie halten zwar ganz gut das Öl ab, aber wenn du mal so einen richtigen Schwapp auf die Oberseite bekommst (die Handinnenfläche ist nahezu undurchlässsig), geht das bestimmt auch durch.
schreibt am 07 Mrz 2009 um 14:02
Ich habe mich beim Lesen darüber gewundert, dass als Auslöser Öl in Frage kommt. Aber angesichts der zahlreichen Chemikalien, die inzwischen dem Öl zugesetzt werden, wer weiß…
Gute Besserung!
schreibt am 10 Mrz 2009 um 21:44
Also ich benutze auf der Arbeit und zuhause in der Werkstatt, Arbeitshandschuhe von Mapa (Ultrane 550). Die sind zwar aufm Handrücken porös, aber ich bekomme nie schwitzige Hände und man kann mit denen auch Kleinteile gut greifen.
Top fürs arbeiten und zumindest ein bißchen Schutz gegen Öl. Wobei ich beim Mopped nie sonderlich viel mit Öl zu kämpfen hab. Eher mit Dreck allgemein.
schreibt am 09 Mai 2009 um 15:58
Gibt doch auch “flüssige Handschuhe” http://www.dupli-color.de/webgate/WG_5_2.nsf/ContentByKey/PKXR-5PBLKE-DE-p .