Steffi hat mir bereits vor längerer Zeit das Buch “Cologne – Shanghai: Eine Abenteuerreise” geschenkt und während die Tour lief, habe ich die Internetseite der beiden Fahrer intensiv verfolgt. Da ich leider wenig Zeit habe, hat es dann ein wenig gedauert, bis ich das Buch endlich lesen konnte.
An einem Samstag Morgen nahm ich das Buch in die Hand und las die ersten 40 Seiten, bis ich dann unterbrochen wurde, weil wir zum grillen bei meinen Eltern eingeladen waren. Nach der Rückkehr am frühen Abend schnappte ich mir dann sofort wieder das Buch und las es in wenigen Stunden bis zum Ende durch. Damit wäre eigentlich schon alles gesagt: Das Buch liest sich sehr flüssig, unterhaltsam und teils auch spannend. Dem Leser wird sehr gut vermittelt wie es ist so ein Abenteuer zu unternehmen und gibt Einblicke in die unterschiedlichen Kulturen am Wegesrand. Ob halblegale Polizeikontrollen, russische Gastfreundschaft, oder die seltsamen Essgewohnheiten der Mongolen.
Was mir an dem Buch besonders gut gefallen hat: Es wird nichts beschönigt. So eine Tour fährt man eben nicht problemlos und vorallem zeigt Eriks Bericht auch, dass beim Packen weniger oft mehr ist und das eine gute Vorbereitung auch in technischer Hinsicht sehr wichtig ist. Es braucht kein High-End Motorrad, aber ein Motorrad, bei dem alle Verschleißteile erneuert werden. Mit einem Ölwechsel ist es nicht getan.
Die Geschichte zeigt aber eben auch, dass es immer irgendwie weiter geht und manchmal ein Zufall dabei behilflich ist, dass es weiter geht. Ein kurzweiliges schön geschriebenes Buch über das Motorradabenteuer zweier Freunde, das ich sehr empfehlen kann.
Gestern bin ich der Einladung von Armin (vintage dual sport blog) gefolgt und habe den Enduro-Stammtisch in Overath besucht. Direkt nach der Arbeit bin ich los und über die Autobahn nach Overath gefahren, was glücklicherweise nicht länger als 90 Minuten gedauert hat. Positiver Nebeneffekt: Auf der Autobahn konnte ich mein neues Hitzeschutzband von ThermoTec einfahren und zugleich auch testen. Das “Cafe Lukas”, in dem der Stammtisch stattfand, war nicht zu verfehlen und pünktlich um kurz nach 19 Uhr, hatte ich mein Ziel erreicht.
Der Abend gestaltete sich nett, 8 Personen waren gekommen, um sich über Enduros, Trialmotorräder und andere Dinge auszutauschen. Benzin- und Techniksprech, wie es sich gehört. Schön war auch einen weiteren Motorrad-Blogger mal persönlich kennenzulernen, schließlich ist die Szene überschaubar, aber doch recht weit über Deutschland verteilt. Vielleicht wird’s langsam mal Zeit für eine “Re:Moppedblogger:Publica” oder so.
Viertel nach neun bin ich dann wieder aufgebrochen, wobei die Autobahn außen vor blieb. Die recht langweilige B55 führt mich zügig nach Gummersbach, von dort aus nahm ich die sehr schön zu fahrende Strecke Richtung Meinerzhagen. Eine recht kurvige Bundesstraße, die zum Ende hin auf eine Geschwindigkeit von 60 Km/h beschränkt ist und vorher das motivierende Schild “Unfallstrecke” am Straßenrand prangt. Genau das richtige für ein Mopped also.
In Meinerzhagen bin ich dann auf die B54 geschwenkt und über Kierspe war Lüdenscheid fix erreicht. Von dort ist es über Werdohl nur noch ein Katzensprung bis Menden, wo ich um 23 Uhr in die Heimatgarage einlaufen konnte. Interessanterweise dauert die Fahrt über Land nur 30 Minuten länger, als über die Autobahn. Das werde ich mir merken. Auf die halbe Stunde kommt es nämlich wirklich nicht an, wenn man sich damit eine nette Strecke und vorallem einen nicht schmerzenden Hintern erkauft.
Die KLX lief übrigens wie gewohnt super und ohne Probleme. Durch das Hitzeschutzband (Bericht folgt) ist der Sound noch etwas dumpfer geworden. Es pöttert so herrlich vor sich hin, dass ich auf der Rückfahrt eher den Sound, als die Kurven genossen habe. Im sechsten Gang mit neunzig kann eben auch schön sein.