Irgendwie flog mir kürzlich ein interessanter Gedanke durch den Kopf, ich glaube bei einer Autobahnfahrt während der Twitaly Tour – da hat man ja Zeit den Geist schweifen zu lassen.
Die Idee ist einfach: Warum integriert ein findiger Hersteller nicht ein Head-Up Display in einen Motorradhelm. Die Daten der Maschine könnten per Funk an den Helm übertragen werden und im Helm könnte dann Geschwindigkeit, Drehzahl, Gang, Blinker, Betriebstemperatur, Schaltblitz und so weiter, direkt im Sichtfeld des Fahres angezeigt werden.
Und das wäre nicht nur eine extrem coole Sache, wie ich finde, sondern würde auch die aktive Sicherheit erhöhen, denn ablenkende Blicke auf Tacho, Temperatur- oder Ganganzeige würden so entfallen. Der Fahrer könnte sich – obwohl ich diese Assoziation nicht wecken will, ähnlich einem Kampfpiloten – voll und ganz auf die Straße und das Fahren konzentrieren. Im Rallye Sport wäre es übrigens auch eine praktische Sache, wenn das Fahrtenbuch direkt im Helm erscheinen würde.
Technisch machbar müsste es auch sein, schließlich haben Luxuskarossen z.B. bei BMW inzwischen auch ein Head-Up Display in der Frontscheibe integriert, welches die aktuelle Geschwindigkeit und Informationen des Navigationssystems darstellt. Im Grunde müsste ja nur ein Datenstandard spezifiziert werden, in dem die Informationen an den Helm übertragen werden und so könnten alle neuen Motorräder mit dem System ausgerüstet werden, während die Helmhersteller nachziehen. Oder gleich ein System, dass nicht an den Helm gebunden ist – zum nachrüsten.
Man was bin ich heute wieder visionär. Und das, obwohl ich ja eigentlich gegen noch mehr Elektronik in Fahrzeugen bin. Aber so ein Head-Up Display – das fände ich irgendwie verschärft.
Und, wie fändest du das so? Sinnvoll? Bescheuert? Über Meinungen und Kommentare würde ich mich freuen.
Ich bin zurück aus Italien, der Alltag hat mich schon beinnahe wieder, doch von den vielen Eindrücken während der Tour kann ich sicherlich noch lange zehren.
Wie geht’s nun weiter?
Ich werde natürlich die Tour detailliert beschreiben und meine Fotos online stellen. Wir wollen auch versuchen die Twitter Tweets der Twitaly Tour zu archivieren und anhand einer Zeitleiste darzustellen, das dauert aber noch ein wenig, weil wir hier noch nach brauchbaren Tools suchen.
Patrick hatte einen GPS Logger am laufen, auf die Ergebnisse des GPS loggings bin ich schon sehr gespannt.
Da Stephan wärend der Tour viel gefilmt hat, werden wohl 2 Folgen für Mopeten.TV mit sicherlich tollen Bildern entstehen.
Das alles wird natürlich noch ein wenig dauern.
Mein erstes Fazit zu unserer Tour lautet: Absolut genial!
[Update]
Wer übrigens alle Twittertweets in chronologischer Abfolge nochmal nachlesen möchte, der klickt mal bitte auf den folgenden Link: http://www.codemonster.de/twitaly/
[Update 2]
Meine Bilder sind hochgeladen: Bildergallerie aufrufen.
[Update 3]
Patrick hat eine erste Auswertung des GPS Loggings auf Twitter veröffentlicht. Interessant: http://twitpic.com/a9mfp/full
[Update 4]
Bei Mopeten.TV gibt’s nun einen netten kurzen Trailer für die kommende Folge: Mopeten.TV
Scheiße. Ganz große Scheiße. Es ist gestern und ich fahre von meiner Wohnung zu Steffi, als kurz hinter Balve die Vorderbremse anfängt grauselige Geräusche zu machen und an einer Stelle zu schleifen. Mit einem großen “FUCK OFF! Nicht jetzt, nicht hier, nicht heute” im Hirn lasse ich mich ausrollen und schaue mir die Sache an. Nichts zu erkennen, ist ja logisch. Was kann das sein? Radlager? Bremsscheibe? Bremskolben? Egal, ich muss erstmal weiter. Nach einigen hundert Metern verschwindet der Effekt wieder und ich nehme mir vor die vordere Bremse erstmal nicht mehr zu benutzen, denn wenn die totalblockiert, dann lege ich mich ab. Diesen Beitrag vollständig lesen
Alte Dinge müssen nicht schlecht sein, so auch nicht die kultigen Benzinkocher der Firma Enders. Weil ich diese alten Benzinkocher wirklich ansprechend finde, habe ich mir vor einigen Monaten bei eBay einen alten Enders 9060D geleistet und für nur 30 € bin ich seit dem Besitzer eines Benzinkochers aus den 50er Jahren.
Da wir ja nun die Twitaly Tour bald starten werden, wollte ich natürlich wissen, ob mein Kocher auch das tut was er soll – nämlich kochen. Also habe ich heute mit einer Spritze ein wenig Benzin aus dem Tank meiner FZR gezogen und den Kocher befüllt, um meine Erfahrungen mit dem Gerät zu machen. Die Handhabung ist erstmal etwas gewöhnungsbedürftig, denn einfach nur anzünden ist nicht.
Zuerst muss der Kocher mit dem Treibstoff befüllt werden. Da ich erstmal nur testen wollte, habe ich nur sehr wenig Benzin in den Tank gefüllt. Danach muss die Reinigungsnadel des Kochers nach oben gedreht werden, so dass die Düse zu ist und natürlich die Regulierung komplett zu gedreht sein, damit der Kocher vorgeheizt werden kann.
Dieser Benzinkocher funktioniert nämlich nach einem einfachen, aber genialen Prinip: Der Tank wird durch die Verbrennung mit erwärmt und das Benzin im Tank gerät dadurch unter Druck und vergast. Der Druck transportiert das Benzingas dann zur Düse am Kopf des Brenners und der Kreislauf aus Verbrennung und Druckvergasung setzt sich fort, bis der Tank fast leer ist.
Damit vor dem ersten Vorheizen im Tank schon Druck aufgebaut ist, befindet sich am Tank übrigens eine Handpumpe. Vor dem Vorheizen wird diese 20 bis 30 Mal betätigt, dann dürfte genügend Druck aufgebaut sein. Danach füllen wir irgendetwas brennbares, z.B. Spiritus oder einfach Benzin (bleifrei), in die Vorheizschale, die sich unter dem Brennerkopf befindet und entzünden es. Jetzt heizt sich der Kopf und das Benzin im Tank auf.
Wenn die Vorheizschale fast leer gebrannt ist, drehen wir die Reinigungsnadel ganz nach unten und geben damit die Düse frei. Dann kann mit der Regulierung dem Druck aus dem Tank nachgegeben werden und das Benzingas strömt durch die Düse in den Kopf und entzündet sich. Bei mir hat es beim ersten Mal nicht geklappt, ich musste zwei mal vorheizen, weil ich das mit dem herunter drehen der Reinigungsnadel vercheckt habe, aber dann klappte es sofort super.
Ich hatte dann aber anfangs das Problem, dass ich keine blauen Flammen am Kopf hatte, wie es bei einem Gaskocher der Fall wäre, sondern eher gelbliche und mehrere Zentimeter hohe Flammen, was auf zu wenig Druck oder zu geringe Tanktemperatur hindeutet. Deswegen habe ich dann noch mal ein paar Hübe mit der Pumpe nachgeholfen den richtigen Druck aufzubauen und siehe da: Nun brennt der Benzinkocher, als wäre es ein Gaskocher. Klasse! Und selbst mit dem wenigen Benzin hat die Verbrennung über 10 Minuten funktioniert.
Aber warum benutze ich so ein antiquirtes und gegenüber dem Gaskocher auch ein nicht ganz ungefährliches und komplizierteres System? Hauptsächlich wegen dem Brennstoff. Benzin habe ich als Motorradfahrer immer dabei und ich spare mir im Endeffekt Gepäck. Hinzu kommt noch, das ein alter Benzinkocher einfach ein wunderschönes Stück Technik ist.
Besonders stark gemüffelt hat der Kocher übrigens nicht, und die Brenngeräusche waren ebenfalls angenehm.
Und hier natürlich noch das obligatorische Beweisfoto… :-)


