Meine XJ lief in letzter Zeit irgendwie nicht so schön wie ich es gewohnt war. Sie war ein wenig brummelig und schlapp. Also habe ich mir gestern die Zeit genommen und die Sitzbank abgenommen, was bei meinem Koffersystem ein wenig fummelig ist – vermutlich hatte ich den Tausch des Luftfilters deswegen immer vor mir her geschoben – und entnahm den alten Luftfilter. Naja, was soll ich sagen, ich habe noch keinen dermaßen zugesetzen Luftfilter gesehen, kein Wunder, dass die XJ nicht mehr aus dem Quark kam.
Also habe ich kurzerhand den Ersatzfilter eingebaut, der seit über einem Jahr in meiner Garage liegt und eine Probefahrt gemacht: Ja, so muss meine singende Vagabundin laufen. Wie ausgewechselt, was ja auch irgendwie zutrifft.
Danach habe ich noch den Killschalter stillgelegt, weil dieser einen so derben Wackelkontakt hatte, das die XJ die Zündwilligkeit versagte, wenn der Schalter nur lange und intensiv genug angestarrt wurde. Dazu habe ich die Armatur auseinander genommen und die Kabel abisoliert und zusammen gecrimpt. Und weil ich dabei etwas unvorsichtig war, weiß ich nun endlich auch, welche Sicherung für diesen Stromkreis zuständig ist. Den Gasbowdenzug habe ich auch noch geölt, der war auch ein bischen Schwergängig.
Jetzt muss ich noch die Zündkerzen und einen Zündkerzenstecker – der bei Feuchtigkeit immer Probleme macht – tauschen und Italien kann kommen. Sind ja auch nur noch 10 Tage, dann geht es los.
Ansonsten bin ich mit der XJ sehr zufrieden. Sehr robust, schön zu fahren und ein sehr langlebiger Motor, bei geringem Wartungsaufwand. Am liebsten würde ich mir noch eine zweite XJ in die Garage stellen.
Die Vorbereitungen für die Twitaly Tour laufen langsam an, es ist ja nicht mehr lange hin. Derzeit beschäftigen wir uns im von Alexander bereitgestellten Wiki mit der Packliste. Was brauchen wir, wer nimmt was mit, wie wollen wir fahren, wie sieht das mit dem Essen aus und so weiter und so fort. Einfach losfahren ist ja nicht, sonst haben wir alles doppelt und dreifach dabei und das was wirklich gebraucht wird liegt Zuhause. Das wäre doch ein wenig unvorteilhaft.
Ich nehme mit (diese Liste wird sicher noch erweitert…):
- Werkzeugrolle
Maulschlüssel, die wichtigsten Stecknüsse, Ratsche, Schraubendreher, diverse Inbusschlüssel, Messgerät - Seitenkoffer links
Wechselwäsche, eine Jeans, Winterhandschuhe, Thermounterwäsche für die Alpen, Sturmhaube, einen Pullover, Waschzeug, Sonnencreme, Badehose, Kamera, Handtuch, Ladegerät Telefon, USB Kabel Telefon, Batterien, ATC 5000 Kamera - Seitenkoffer rechts
ENDERS Benzinkocher (muss noch getestet werden!), Spritze um den Kocher zu befüllen, Teller, Tasse, Besteck, Kochgeschirr, Öl zum nachfüllen, Espressocafe (mahle ich frisch vor der Fahrt), Espressokocher, Zucker, Milchdöschen, Geschirrhandtuch, Klopapier, Hammer für Erdnägel, Taschenlampe, Müllbeutel, Gewebeklebeband - Gepäckrolle 1 (50 Liter)
Iso-Matte - Gepäckrolle 2 (75 Liter)
Schlafsack, Zelt, Falthocker, Regenzeug, Warnweste, Erstehilfetasche - Am Motorrad befestigt
Gepäckrolle 1, Gepäckrolle 2 - Immer am Mann
Führerschein, Fahrzeugpapiere, Ausweis, Kredit-/EC-Karte, Portmonai, Mobiltelefon, Leatherman, Feuerzeug, Taschentücher und natürlich die ADAC Plus Mitgliedskarte! ;-)
Weil wir womöglich durch Österreich fahren muss ich mir noch eine Erstehilfetasche und eine Warnweste besorgen. Da ich aber so oder so noch zu Polo fahren muss, weil mir noch eine zweite Gepäckrolle fehlt, passt das ja ganz gut.
Naja, ein wenig hirnen muss ich wohl noch… ich habe jetzt bestimmt etwas vergessen. Hinweise nehme ich gerne per Kommentarfunktion entgegen. :-)
[Update]
So ein paar Dinge habe ich nun noch bei Louis bestellt, unter anderem ein kleineres leichteres Zelt, weil mein aktuelles Zelt mir für die schnelle Reise von Ort zu Ort zu groß ist. Ist zwar klasse, aber der Aufbau dauert doch so seine 20 Minuten. Und dann habe ich noch ein wenig Campingzubehör und neue Zündkerzen und einen Zündkerzenstecker bestellt. Auch eine Warnweste und ein Verbandspaket gehört nun zu meinem Zubehör… man kann ja nie wissen.
Und endlich hat unsere Tour dank Ernie einen anständigen und zeitgemäßen Titel: Twitaly. Da die Idee zur Tour ja auf Twitter geboren wurde passt das einfach wie Arsch auf Eimer. Auch ein kleines Logo hat Ernie gebastelt, dass ich nun noch ein wenig für meine Bedürfnisse angepasst habe, eye candy muss sein! ;-)

(Orischinal: Download als FireWorks PNG mit Vektorobjekten, zur freien Verfügung)
Ich find’s schön und werde es benutzen, wenn ich mein Blog für die Tour etwas umbasteln werde. Einen Tag bevor wir losfahren werde ich ein “Twitter Fenster” über den normalen Inhalten anbringen, so dass die Tour hier auf dem Blog, oder natürlich bei Twitter mitverfolgt werden kann.
Wer bereits einen Twitteraccount hat und nicht nur meine Tweets abonnieren will, sondern auch die von Ernie, Alexander und Stephan, der “folgt” einfach den folgenden Accounts auf Twitter: ErnieTroelf (Ernie), pistonpin (Alexander) und vjstpehan (Stephan). Ich bin über das Profil “motorradblogger” abonnierbar.
Der Beitrag war jetzt ein wenig nerdig, aber so ist das halt wenn man eine Motorradtour über die modernen Medien organisiert… macht aber auch Spaß, ist ein spannendes Online wie Offline Projekt.
Über ein paar Links aus der Blogosphäre zu unserem Tourenprojekt würde ich mich übrigens freuen. :-)
Twitter ist ja schon eine feine Angelegenheit um sich in einer Gruppe mittels Kurznachrichten auszutauschen. Vor ein paar Monaten meldete ich mich bei Twitter an und traf schnell auf mir bekannte Macher von Weblogs zum Thema Motorradfahren: Stephan von Mopeten.TV, Dennis vom MoppedBlog, Alexander von Abgeschweift und Ernie Troelf von Handwaschpaste kam später auch noch dazu. Ein kleines Mininetzwerk von Leuten mit ähnlichen Interessen also.
Und irgendwann vor ein paar Wochen schrieb der Ernie der eigentlich Patrick heißt dann mal, er wollte genitalien gen Italien Reisen und zwar mit dem Mopped. Darauf fragte Alex, ob er alleine zu reisen plante, oder vielleicht noch etwas Begleitung suchte. “Hm, Gruppe wäre schon netter”, darauf der Ernie und da ich sehr gerne und auch schon einige Male in Italien war – aber noch nie mit dem Motorrad – bekundete ich ebenfalls mein Interesse. Zu guter Letzt meldete sich dann noch Stephan, der ebenfalls dabei wäre.
Dann ging es um die Terminfindung – was auch online erledigt wurde – und die Woche vom 04.07. bis zum 12.07. als Reisezeitraum festgelegt. Alex installierte dann noch ein geschütztes Wiki, wo wir schonmal einige mögliche interessante Reiseziele eintrugen, die später dann in GoogleMaps verfügbar gemacht wurden. Tourenplanung 2.0 sozusagen. Schon irgendwie cool.
Tja, also werden 4 Motorradfahrer, die sich eigentlich fast nur über das Internet kennen und ihre 3,5 Alteisen – eine MZ Baghira, eine Yamaha SR 500, eine Suzuki GS 400 E und eine Yamaha XJ 650 – das Land jenseits der Alpen bereisen. So richtig geplant wo es denn überhaupt hingehen soll haben wir noch nicht, aber wird sind ja spontan und uns wird schon was schönes einfallen. Ich werd das Blog während der Zeit in den Twittermodus schalten und ein wenig berichten, was so passiert.
Anspruchsvoll wird die Tour aber in jedem Fall: Nicht wegen den Streckenabschnitten, nö, wegen der komischen Gesetze der Italiener. ;-)
Kumpels, Moppeds, Zelten, Grillen, Bier trinken – gehört alles meine Lieblingsbeschäftigungen. Ich freu mich schon.
Ciao!
Heute morgen war ich mit der XJ 650 beim TÜV und lediglich die Warterei, bis der Prüfer im Internet endlich eine Reifenfreigabe für die Metzeler Lazertec gefunden hatte, war etwas nervig. Die Stahlflex Bremsleitungen sind im alten Brief eingetragen, den ich natürlich dabei hatte, für Koffer und Scheibe brauchte ich nur die Allgemeine Betriebserlaubnis vorweisen. Technisch ist an der 650er alles in Ordnung, etwas anderes habe ich von der XJ aber auch nicht erwartet. Lediglich die Bremsflüssigkeit sollte ich mal wechseln, gab mir der freundliche Prüfer noch mit auf den Weg. Recht hat er.
Danach bin ich zurück nach Menden gefahren, um mich bei Yamaha mal mit meiner FZR zu beschäftigen. Wir haben die leere Batterie überbrückt und gestartet. Die Kilo läuft sofort, als wäre nichts gewesen. Also weg mit der Starthilfebatterie und das Messgerät ran. Die Ladespannung beträgt 14,7 Volt, die Lima funktioniert also und der Regler ist auch okay.
Das macht mich stutzig. Wie kann sich eine Batterie während der Fahrt sonst entladen? Tritt das Problem eventuell nur bei heißem Motor auf, wenn die Lichtmaschine warm wird? Oder ein wackeliger im Kabel?
Der Mechaniker meint er will die Batterie erstmal volladen und dann morgen messen. Vielleicht liegt es ja wirklich nur an der Batterie.
Ich geh derweil aber auch nochmal recherchieren, was es sonst noch für Ursachen für dieses strange Problem geben könnte.
Zu guter Letzt hier noch etwas Beweisführung. ;-)
[Update]
Ich war heute morgen nochmal in der Werkstatt und wir haben die Batterie durchgemessen: Voll bis zum Anschlag, auch nach einer Nacht rumstehen. Die Batterie wird also nicht defekt sein. Bleiben also noch Lichtmaschine und Laderegler.
Um den Übeltäter nun zu finden werde ich mir temporär eine Messgerät an die FZR basteln, so dass ich während der Fahrt die Ladespannung beobachten kann. Im Grunde ganz einfach, aber effektiv: Zu geringe Spannung deutet auf eine defekte Lichtmaschine, zu hohe oder pendelnde Spannung auf einen defekten Laderegler hin.
Meine Vermutung: Der Laderegler funktioniert nicht mehr richtig, wenn er heiß wird – wir werden sehen.


