Mai 2009

Kupplungskorb bei der Enfield nun demontiert

Mit dem Kupplungskorb habe ich bei der Enfield etwas länger gekämpft weil dieser sich ja logischerweise mitdreht, wenn die Zentralmutter gelöst werden will. Nach einigen erfolglosen Versuchen einen Schraubenschlüssel unter die Stehbolzen zu schieben, den ich schnell wieder verwarf, weil die Bolzen abzubrechen drohten. Ich habe dann einfach einen Spanngurt um die Stehbolzen gewickelt und am hinteren Fußrastenträger festgezurrt. Mit dem langen Drehmomentschlüssel war das Lösen der Mutter dann kein Problem mehr.

Den Tipp aus dem Enfield Forum, den vierten Gang einzulegen und die Hinterradbremse mit einem Spanngurt zu blockieren werde ich dann beim Zusammenbau ausprobieren.

Der Motor muss nun aber doch komplett raus, da die Gefahr eines vorhandenen Lagerschadens einfach zu groß ist. Klar, es könnte ja nur die Lima gewesen sein, die geschliffen hat, aber was wenn nicht? Dann baue ich den ganzen Kram wieder zusammen und das Geräusch ist immer noch vorhanden und dann müsste ich den Motor auch in jedem Fall komplett zerlegen. Also gehe ich jetzt lieber auf Nummer sicher. Es sei denn ich entlarve noch den Anlasserantrieb als Übeltäter.

Traurig ist es aber trotzdem: Ich hatte eigentlich vor die Maschine bis zum 05.06. wieder auf der Straße zu haben, denn an dem Wochenende ist Enfield Jahrestreffen. Das kann ich nun knicken.

Nächstes Wochenende muss ich dann echt reinhauen.

Und die XJ muss auch noch zum TÜV und die Katjuscha braucht einen Ölwechsel und Zündeinstellung.

Manchmal glaube ich, ich habe zuviele Moppeds. Manchmal…

Die Polizei, dein Freund und Helfer

Nee, jetzt wirklich, das ist ernst gemeint. Also ich hätte mir selbst sogar einen Strafzettel verpasst. Warum? Naja, ganz einfach…

Es ist Nacht, es regnet, ich brause mit der FZR von Balve nach Menden. Ich fahre relativ langsam, die Straße ist ja nass und das Visir mal wieder verschmiert, so dass mich entgegenkommende Fahrzeug ganz schön blenden. Allerdings fahre ich nicht so langsam, dass ich im Hönnetal den Starenkasten nicht umfahren müsste, um dann auf der anschließenden kurzen Geraden ein wenig zu beschleunigen.

Danach bin ich dann innerorts und fahre am Kalkwerk vorbei. Auf der Bundesstraße außerhalb der Ortschaft gebe ich wieder Gas, bis ich nach einigen Kilometern in den Rückspiegeln ein blaues, rotierendes Leuchten wahrnehme. Scheiße, denke ich, jetzt gibt’s Ärger. Ich stoppe die FZR auf dem Seitenstreifen und ein Polizeiwagen hält neben mir.

“Ihr Rücklicht ist kaputt!”

Da ich das nicht widerlegen, nehme ich das erstmal als Tatsache hin.

“Wo müssen Sie denn hin?”

Nach Menden ins Lahrfeld, sind noch etwa 8 Kilometer.

“Gut, dann fahren wir jetzt mal hinter Ihnen her, man sieht Sie wirklich schlecht, nicht das Ihnen noch einer hinten reinfährt. Im Hönnetal ist das übrigens echt gefährlich ohne Rücklicht.”

Wir fahren los und ich achte peinlichst genau darauf, dass ich keine Ampeln bei gelb nehme, die obligatorischen 50 zu 60 Km/h mache und komme mir vor wie damals in der Fahrschule. Und ja, der Polizeiwagen folgt mir tatsächlich bis auf den Parkplatz.

“Für die 10 Euro, die ich Ihnen jetzt nicht abnehme, kaufen Sie sich bitte morgen direkt neue Rücklichtbirnen.”

Ja, das mache ich. Versprochen. Und ich hielt mein Versprechen.

Dann lacht der Polizist noch: “Ist komisch mal wieder wie in der Fahrschule zu fahren, oder? Naja, schönen Abend noch.”

Recht hat er. Aber ich bin dankbar, weil es auch anders hätte laufen können. Mängelkarte und solcher Pipapo. Von daher war die Polizei in diesem Fall wirklich freundlich und hilfsbereit, anstatt zu maßregeln. Gute Sache!

Was ich mich allerdings immer noch frage: Wie lange sind die mir eigentlich vorher schon hinterher gefahren…? Und warum schaut man auf einer FZR eigentlich so selten in die Rückspiegel?

Royal Enfield 500: Zylinderkopf und Zylinder demontiert

Auf der Suche nach dem seltsamen Geräusch aus meinem Bullet 500 Motor ist der nächste Schritt zu gehen: Nachdem ich den Primärkasten geöffnet und dort bereits einige Teile wie Lichtmaschine und Kupplung demontiert und geprüft habe, ist nun der Zylinder und der Kopf dran. Diesen Beitrag vollständig lesen

Der Ultra Chopper

Wie sowas für mehr als fünf Kilometer fahrbar ist? Keine Ahnung. Wer mal eine Deckenlampe installiert hat, wird wissen warum ich keine Antwort darauf habe. Mir würden jedenfalls nach ein paar Minuten die Arme abfallen.

Der Ultra Chopper

Und ich weiß übrigens nicht was ich schlimmer finde… den Lenker, oder die Fransen daran… ;-)

Mit der Ural beim Eifeler Elefantentreffen

Rein in die Garage, Sprit aus dem Tank und noch kurz den Ausgleichsschlauch der die zwei Kammern des Tanks verbindet wechseln, denn dieser sorgte in den letzten Tagen im Umkreis von drei Metern um den Russen herum für eine dezente Duftnote. Nun ist es zwar üblich, dass ein Uralgespann irgendwie immer sein Revier markiert, aber Benzin ist brennbarer als Öl und zudem schmerzt der Verlust aus dem Tank auch noch im Portmonai. Außerdem kriege ich so endlich das Wasser aus dem Tank, das sich ja immer unten absetzt. Danach schmeiße ich mein Zeug in den Beiwagen und fahre – rückwärts, wie es sich für eine Ural gehört – aus der Garage. Die Strecke gibt der wie immer selbstgeschriebene Routenplan in der Kartentasche vor und ich brumme meinem ersten Wintertreffen in der Eifel entgegen. Und das auch noch mit der Großbaustelle Katjuscha, auch bekannt als 650er Ural Inlandsschlampe Inlandsmodell. Ein wenig Sorgen mache ich mir schon, ob sie mich überhaupt bis ans Ziel trägt, aber wir werden sehen.

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