Hier stünde normalerweise ein schönes Bild. ;-)

September | 2008 |

Waschanlage für Motorräder

Was musste ich da im Enfieldforum lesen? Es hat sich tatsächlich eine Firma hingesetzt und eine Motorradwaschanlage entwickelt. Für Putzmuffel wie mich – ich fahr halt lieber als zu putzen – eine wirklich sinnvolle und praktische Erfindung. Gerade im Winter fände ich es schön gelegentlich mal in die Waschanlage fahren zu können, denn wer Winterfahrer ist, der weiß: Im Winter putzen gibt immer kalte Finger. Und wer nicht putzt nimmt die Korrosion in Kauf, oder sprüht das gesamte Krad mit Kettenfett ein.
Und wer mit seiner Straßenenduro gelegentlich im Dreck unterwegs ist, hätte sicherlich auch Gefallen an einer solchen Anlage.

Auch technisch ist die Waschanlage recht interessant: Da bei der Motorradwäsche keine rotierenden Bürsten zum Einsatz kommen können, setzt der Entwickler “Powerwash” auf Druck, spezielle Reinigungsmittel und bewegliche Düsen, die sich der Kontur des Motorrads anpassen – ein direkter Kontakt zum Motorrad ist dabei ausgeschlossen.

Das Motorrad wird vor der Wäsche einfach in die Waschkabine mittig auf den Drehteller gefahren und auf dem Seiten- oder Hauptständer abgestellt. Nach Einwurf der Waschmarke geht’s dann los: Es kann eine Vorwäsche von Hand gemacht werden, danach läuft das Reinigungsprogramm durch, der Drehteller sorgt dabei für eine Reinigung von allen Seiten. Los geht’s mit Schaumreiniger, eine Art Vorwäsche, dann folgt die Hauptwäsche. Danach wird eine chemische Trocknungshilfe und Osmosewasser (mineralfrei) aufgetragen und abschließend mit der Trocknung begonnen. Der gesamte Vorgang dauert übrigens ca. 7 Minuten.

Leider gibt es (laut Pressebericht) erst eine dieser Anlagen an einer Tankstelle in Ibbenbüren. Der Waschvorgang kostet 7 Euro. Etwas happig wie ich finde, aber wohl angemessen.

Mal sehen, ob sich das durchsetzt und wir demnächst an größeren Tankstellen solche Anlagen finden können. Ausprobieren würde ich es auf jeden Fall gerne mal. :-)

Weitere Infos und Bilder:

Danke @ Achim für den Hinweis im Enfieldforum. Das wär mir sonst durchgegangen. :-)

Abgestempelt unter , , , ,
12 Leute haben was dazu gesagt und 2427 haben das bereits gelesen.
Ich will das weitergeben: Tweet Facebook Share

Baustelle MZ, die Reifen sind da, die Gabel zerlegt

Gestern Abend hat mich meine Nachbarin angehauen, dass sie eine Lieferung für mich angenommen hat, meine online bestellten Motorradreifen, sie stünden in ihrer Garage. Ich habe mir die Reifen sofort abgeholt und in meine eigene Garage verfrachtet.

Heidenau K37Es sind übrigens Heidenau K37 3.50 – 18, die ich diesen Winter ausprobieren möchte. Letzten Winter bin ich Metzeler Enduro 1 gefahren, aber da gibts leider für Vorne die Größe 3.50 nicht mehr – zumindest habe ich nichts im Internet gefunden – und irgendwie waren mir die auch zu grobstollig. Ich denke der K37 wird auf Schnee besser funktionieren, denn das Profil ist zwar stollig, aber eben nicht grob. Der Kostenpunkt für die 2 Reifen betrug übrigens 101 Euro und 80 Cent. Dazu bestellt habe ich noch Felgenband und zwei neue Schläuche, die ich mir auf Halde lege, falls ich mir mal wieder was einfahre. Endbetrag: 130 Euro. Ist okay.

Aufziehen werde ich die Reifen selbst so richtig stylisch mit Spüli und Montiereisen. Ich will das unbedingt mal selbst machen, damit ich weiß wie es geht und mir theoretisch auch selbst helfen könnte, wenn ich irgendwo in der Pampa stehe. Klar könnte ich auch mit den Felgen zum Reifenhändler fahren, aber dabei würde ich nichts lernen. Und darüber zu berichten wäre auch irgendwie langweiliger.

Die Reaktivierung der MZ für den Winter schreitet im Moment in großen Schritten voran, letzte Woche habe ich das Vorderrad ausgebaut und mit meinem Vater zusammen die oberen Schrauben der Standrohre gelöst. Über 30 Minuten für zwei Schrauben, meine Güte, waren die angeknallt. Müssen sie aber auch. Die Schrauben zu lösen war etwas tricky, weil die Gabel nicht gegen den Lenkeranschlag abgestützt werden darf, da dieser viel zu weich ist. Nach einigem herumprobieren und einen gebrochenen Besenstiel später, kam mir dann eine gute Idee, die auch funktionierte: Ich habe einfach zwei Brettchen genommen – Reststücke, die ich immer unter den Hauptständer schiebe, wenn ich ein Hinterrad ausbaue – die Brettchen übereinandergelegt und dann zwischen Standrohr und Tank geklemmt. Mit meinem langen Drehmomentschlüssel und einer guten Stecknuss konnte ich die Schrauben dann lösen, ohne Schäden anzurichten.

Danach habe ich das Gabelöl abgelassen, die Gabeln mit Kettenreiniger grob durchgespült, ausgebaut, zerlegt und gründlich gereinigt. Dann habe ich die Simmeringe rausgepopelt, was gar nicht so einfach war, weil ich nicht das richtige Werkzeug hatte. Soweit sehen die Standrohre und Gleitrohre noch ganz gut aus, ich weiß nicht, warum der linke Simmering direkt zwei Wochen nach dem Einbau wieder siffte. Ich vermute allerdings, dass das Standrohr von der Werkstatt nicht richtig gereinigt wurde und ein Rostpickel oder Schmutzpartikel den Dichtring hat wieder undicht lassen werden.

Sei’s drum, jetzt mach ich es selbst und es fehlen mir nur noch zwei neue Dichtringe und Gabelöl, ein 15ner soll es werden, ich mag’s nicht, wenn die Gabel zu weich ist. Das Öl hole ich mir beim Yamaha Händler in Menden, die Simmeringe kommen aus dem Internet und dann geht es an den Zusammenbau. Vorher werde ich allerdings die Standrohre noch mit einer feinen Scheifpaste bearbeiten um eventuelle Unebenheiten auszugleichen und danach alles nochmals gründlichst reinigen. Gerade sind sie glücklicherweise noch und der Verschleiß hät sich auch noch in Grenzen.

Ich bin guter Dinge, dass die MZ bald zum TÜV kann. Wenn die Gabel fertig ist, gibt’s noch die zwei neuen Reifen, Bremsen, Elektrik und Kette sind noch in Ordnung. Getriebeöl könnte ich allerdings mal wieder wechseln – fällt mir gerade ein.

Abgestempelt unter , , , , , , , ,
2 Leute haben was dazu gesagt und 464 haben das bereits gelesen.
Ich will das weitergeben: Tweet Facebook Share
Bloggeramt.de bloggerei.de - deutsches Blogverzeichnis Blog Top Liste - by TopBlogs.de blogoscoop AKISMET

Inhalte und Theme: Marc Schieferdecker, angetrieben durch WordPress