Juli 2007

Beschiss

Was macht man bei Regen? Na logisch: Unter einem Baum anhalten und die Regenklamotten anziehen. Die Baumkrone hält derweil den Regen fern, birgt jedoch leider andere Gefahren.

Zum Beispiel Vögel, die einem aus Spaß ganz gewitzt den Tank, den Helm und die Jacke vollscheißen.

Ich fand’s NICHT LUSTIG!

Zurück im Alltag

Der Alltag hat mich wieder. Zeit für einen kurzen Zwischenbericht: Die Rückfahrt von Dresden nach Dortmund ist ohne Probleme verlaufen, jedoch war sie nicht so angenehm, wie die Hinfahrt, da das Wetter nicht wirklich prickelnd war. Ich bin 3/4 der Strecke in Regenkleidung gefahren und es war auch recht kalt. Dafür habe ich aber etwas weniger Zeit für die Rückfahrt gebraucht – diesmal nur 13 Stunden.

Insgesamt bin ich in den zwei Wochen Urlaub übrigens 1.530 Kilometer mit der Enfield gefahren und das ohne technische Probleme. Lediglich das Schloss vom Luftfilterkasten hat es mir bei einer Fehlzündung beim Starten wieder mal zerlegt (zum dritten mal glaube ich…), aber wofür hat man schließlich Klebeband dabei.

Was mich Zuhause aber dann noch wirklich erstaunt hat, war meine Verbrauchsrechnung: Nur rund 3,34 Liter auf 100 Kilometer… wenn das mal nicht ein genialer Wert für ein Mopped wie die Enfield ist.

Von Dortmund nach Dresden

Halb sechs, der Wecker klingelt. Meine Güte ist das früh und entgegen meiner Gewöhnung. Ich bin bekennender Spätaufsteher, aber heute komme ich ganz gut aus dem Bett, denn endlich kann ich mal wieder eine längere Strecke mit der Enfield fahren – ganz für mich allein, nur ich und die Maschine. Darauf habe ich mich seit Wochen gefreut.

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Google Maps nun ideal für Motorradfahrer

Landstraße von Dortmund nach DresdenGerade zur rechten Zeit – morgen starte ich meine “Fast married” Tour nach Dresden – kommt Google Maps mit zwei neuen Features: “Autobahnen vermeiden” und dem Verändern der Route durch Ziehen mit der Maus. Erstere Funktion habe ich lang vermisst, gibt es aber nun bereits seit einiger Zeit, das zweite Feature ist in meinen Augen der absolute Kracher. Wenn eine Route berechnet wurde lässt sich die Route durch einfaches Ziehen an einem beliebigen Punkt der Route verändern. So macht Routenplanung wirklich Spaß. Und da es ja in JavaScript mit AJAX gelöst wurde, ist die Berechnung auch noch furchtbar schnell und interaktiv. Map24 hat den Kampf der Technologien spätestens ab jetzt gegen Google verloren, denn das Map24 Java Applet ist gegen Googles JavaScript/AJAX Technologie so schwerfällig wie ein Öltanker im Vergleich zu einem Segelschiff.

Das Planen der Route war durch die neuen Funktionen kinderleicht und ich glaube es ist eine schöne Strecke dabei herausgekommen. Hier der Link: Route Dortmund/Dresden mit Google Maps (527 Kilometer Landstraße, meine geschätzte Fahrzeit: 12 – 14 Stunden).

Auch bei der Druckfunktion kann Google übrigens gegenüber Map24 punkten. Hier lässt sich nämlich sehr einfach genau einstellen, zu welchen Routenstationen Übersichtkarten angezeigt werden sollen und die Übersichtskarten lassen sich sogar je Punkt individuell einstellen. Also wirklich genau das, was ich brauche.

Bleibt nur noch zu hoffen, dass die Enfield durchhält… aber da bin ich zuversichtlich. Und da ich jetzt sogar eine Kartentasche für den Tank habe kann eigentlich gar nichts schief gehen.

Morgen um sechs geht es los.

Und noch ein paar schöne Zitate zum Thema heiraten (Quelle: Zitate.de):

“Heiraten sind der Hauptgrund für Ehescheidungen.”

“Heiraten ist die erste Dummheit, die man begeht, wenn man vernünftig geworden ist.”

Demokrit heiratete eine sehr kleine Frau und kommentierte: “Man soll unter den Übeln das kleinste auswählen.”

Aber eigentlich ist es doch eher so…

“Der einzige Entschuldigungsgrund für eine Liebesheirat ist die unüberwindliche gegenseitige Zuneigung.”

Krass geblitzt

… allerdings nicht vom Blitzgerät der Ordnungshüter, die Überschrift ist wörtlich zu nehmen: Gestern am späten Nachmittag ist der Blitz in den Baum eingeschlagen, unter dem ich immer meine Motorräder abstelle.

Aber von vorne: Kurz nach Feierabend, ich war gerade auf der Rückfahrt, begann es in meiner Hose hektisch zu vibrieren. Normalerweise lasse ich mich vom Mobiltelefon beim Motorradfahren nicht stören, aber als das Vibrieren kein Ende nahm fuhr ich dann doch rechts ran.

“Schatz, du musst schnell nach Hause kommen, in den Baum wo deine Motorräder immer stehen ist der Blitz eingeschlagen und die Feuerwehr muss den fällen. Die Motorräder müssen weg.”

Glücklicherweise ist der Blitz auf der Rückseite des Baums eingeschlagen, so dass meine Motorräder nicht beschädigt wurden. Schwein gehabt.

Als ich dann Zuhause bin herrscht Volksfest Atmosphäre: Jede Menge Schaulustige, mehrere Einsatzwagen von Polizei und Feuerwehr, die das Gebiet um den Baum herum großflächig abgesperrt haben. Einsam und verlassen steht vor dem Baum meine MZ. Die Schwalbe haben sie wohl einfach weggetragen. Leider bin ich nicht geistesgegenwärtig genug und mache ein Foto von diesem ziemlich skurilen Bild. Auf Geheiß der Feuerwehrmänner schiebe ich die MZ dann hinter die Absperrung und wünsche “gut Holz!”.

Der Blitzeinschlag hat den Baum auf der Linken Seite gesprengt. Der Baum wurde von der Feuerwehr notgeschlachtet.

Hinter der Absperrung mache ich dann erstmal zwei Fotos von der Szenerie, während die Feuerwehr anfängt den Baum stückchenweise zu zerteilen. Bis der Baum wirklich liegt wird es noch ein paar Stündchen dauern.

Keine Ahnung warum, aber irgendwie muss ich an das Lied “Mein Freund der Baum” denken. Schließlich habe ich meine Motorräder dort, seit wir da wohnen jeden Tag abgestellt.

Mein Freund der Baum ist tot, er fiel im späten Abendrot…

Obwohl… einen Vorteil hat es: Jetzt kacken mir die blöden Vögel nicht mehr auf die Karren.

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