Viele, auch ich, hatten gedacht, es würde gestern beim letzten MotoGP Rennen für die Saison 2006 einen fast sicheren Sieg für Valentino Rossi geben, der ihn damit erneut zum Weltmeister kürt, denn die Vorraussetzungen dafür waren bestens: Eine top Startposition und einige Plätze zwischen Hayden und ihm. Doch leider hat es nicht sollen sein. Valentino Rossi verpatzte den Start, stürzte früh im Rennen und konnte die fast 30 Sekunden, die er dadurch auf die Führungsgruppe verlor nicht wieder einfahren. Nicky Hayden sicherte sich mit einem dritten Platz nicht nur den Platz auf dem Podium, sondern auch verdient die Weltmeisterschaft.
Sehr überrascht hat beim letzten Rennen der Saison Troy Bayliss, der für den ausgefallenen Sete Gibernau auf die Ducati gebeten wurde. Ohne große Möglichkeiten sich auf die Maschine und die Rennklasse vorzubereiten – Bayliss fährt sonst in der Superbike WM und erfuhr erst eine Woche vor dem Rennen von seinem Glück – gewann er mit seinen 37 Jahren das Rennen und hat den zumeist jüngeren Fahrern in der Moto GP Klasse bewiesen, dass Rennfahrer wie Wein sein: Je älter sie sind, desto besser werden sie. Hut ab vor dieser Leistung.
Davon abgesehen empfand ich das Rennen als recht unspektakulär, freue mich jedoch schon auf die nächste MotoGP Saison, die bereits im März 2007 beginnt. Wir werden sehen, ob sich der Zweikampf zwischen Nicky Hayden und Valentino Rossi in den dann insgesamt 18 Rennen weiter zuspitzt, oder ob gar noch weitere Teams um den Titel mitkämpfen.
Alles ist möglich. Das hat das Abschlussrennen ja eindrucksvoll bewiesen.
Gefährliche Chinakracher: Pocket Bikes und die Risikoabwägung
Nein, es geht nicht um den Jahreswechsel, aber trotzdem um gefährliche Chinakracher, die sogenannten “Pocket Bikes”. Gleich vorweg: Ich will Niemandem den Spaß an diesen durchaus lustigen Gefährten nehmen, aber kürzlich lief im Radio ein Bericht, der die niedlichen Gefährte in einem nicht mehr ganz so glanzvollen Licht erscheinen lässt. Wer sich also dem Vergnügen hingibt ein Pocket Bike zu fahren, sollte sich jedoch der möglichen Konsequenzen bewusst sein, wenn dies nicht im gesetzlichen Rahmen geschieht. Diesen Beitrag vollständig lesen
Warum? Brittany Morrow kann es euch erklären – und zeigen.
Nur gut, dass die Zeiten in denen mit T-Shirt und Jeans gefahren wird nun für einige Monate vorbei sind. Wenn ich sowas sehe, wird mir immer mulmig.
Denn sie wissen nicht, was sie tun… und was sie damit riskieren.
[Update]
Den Bericht von Brittany gibt es nun auch in deutscher Übersetzung.
Der Film “The World’s Fastest Indian” ist gestern unter dem unsäglichen Titel “Mit Herz und Hand” in den deutschen Kinos angelaufen. Nähere Informationen gibt es von Jochen Vorfelder: Eine ausführliche Filmvorstellung.
Wenn ich die Zeit finde werde ich mir den Film auf jeden Fall ansehen. Gute Filme, in denen Motorräder ein Thema sind, existieren nämlich leider nicht wirklich. “Biker Boyz” und “Hart am Limit” sind zwar ganz witzig, aber auch irgendwie ziemlich peinlich und voller Klischees. Ich sag nur: “Verbrenn das Gummi, aber nicht deine Seele” (aus Biker Boyz). Peinlicher geht es nimmer.
Also dann: Ab ins Kino.
Und falls du noch andere sehenswerte Motorradfilme kennst – die Kommentarfunktion wartet auf eine Gegenheit sinnvoll genutzt zu werden!
[Update]
Der Filmverleih hat den Start des Films kurzfristig verschoben. Der Film läuft nun ab dem 26.10. in den Kinos.

