Ach wie ist das herrlich! Endlich habe ich mal die Gelegenheit zwei Dinge, die mir äußerst wichtig sind mit einander zu verknüpfen. Letzten Freitag hat mich Alexander Morlang (Abgeordneter der Piraten in Berlin) telefonisch kontaktiert und mir eine wirklich schöne Idee präsentiert: Die Berliner Fraktion will uns Piraten aus NRW unterstützen und das nützliche mit dem schönen Verbinden. Wir machen eine Motorrad Wahlkampf Tour. Hell yeah! Piraten UND Moppeds, das wird awesome! Und ich darf das Event auch noch koordinieren. Super!
Also geht’s jetzt los, ein Eintrag im Koordinations-Pad der Wahlkampfaktionen habe ich bereits gemacht, die Berliner überlegen derweil, wie sie eine Flaggenhalterung an die Moppeds basteln und @acepoint, der Pressesprecher des Landesverband NRW ist mit im Boot und von der Idee ebenso begeistert. Ist halt auch so ein Mopped Nerd. ;-)
An alle Piraten da draußen: Wenn ihr am Osterwochenende (7.4. – 8.4.) in NRW einen Infostand habt und euch das bockt, wenn die Berliner mit dem Mopped vorbeikommen, meldet euch bitte bei mir (siehe Impressum), damit ich euch bei der möglichen Tourplanung berücksichtigen kann. Das mit der Lokalpresse und dem Fernsehmedien regele ich auch, ihr müsst mir nur einen Termin und eine Location nennen.
Auf in den Wahlkampf!
[Update]
Orga-Seite im Wiki: http://wiki.piratenpartei.de/BE:Squads/Motorradgruppe#Plan
Ist ja fast schon Frühling, Zeit für ein kleines Winterfahrer Review. Um es kurz zu machen: Es war langweilig. Wir hatten keinen Winter. Ich bin nur einmal im Schnee gefahren, den Rest der Zeit hat es gepisst und es war auch nur vielleicht 2 Wochen richtig kalt. Die teuren Stulpen, die ich mir vor dem letzten Winter geleistet habe, liegen noch seit dem Umzug letzten Sommer unbenutzt in der Garage und die Griffheizung blieb weitgehend aus. Klimaerwärmung, El Niño, Mikrowellenbestrahlung vom Mars? Keine Ahnung warum es so “warm” war, ist ja eigentlich auch egal. Irgendwie bin ich auch ganz froh drum.
Denn, was ich merke: “Man wird ja nicht jünger” ™. Es ist jetzt wohl der sechste Winter, den ich durchfahre und ich kann nicht sagen, dass ich von der diesjährig entspannten Wetterlage sonderlich enttäuscht gewesen bin. Es war recht entspannend sich mal nicht durchs Chaos kämpfen zu müssen, sich nicht die Finger abzufrieren, oder die maximale Schräglage von 90° zu erreichen, was in richtigen Wintern ja nicht immer ausbleibt. Und ich gebe sogar zu, dass ich auf Wunsch meiner Frau zwei Mal mit dem Auto gefahren bin, oder habe mich bringen lassen, als es richtig glatt war. Hinzu kommt auch, dass sich meine Frau Sorgen macht, wenn ich bei beschissenen Verhältnissen Motorrad fahre – das kann ich auch durchaus verstehen, hängt schließlich viel dran, falls mir was passiert. Umgekehrt aber auch – so ist das halt mit einer großen Familie.
Unabhängig von den recht guten Bedingungen diesen Winter, bin ich trotzdem rund 2.000 Kilometer gefahren, obwohl sich die Fahrten nur auf den Arbeitsweg und sonstige Kurzstrecken beschränkten. Als Reifen fuhr ich meine “Sommerreifen”, die Metzeler Enduro 1, die ich in einem richtigen Winter niemals fahren würde, denn bei Schnee gehen die sofort ab, als wäre die Straße aus Schmierseife. Im Sommer sind die Reifen allerdings ziemlich genial, sehr haltbar, gehen auch auf Schotter und lassen sich angenehm fahren.
Imprägniert oder vorbereitet habe ich die KLX vor dem Winter auch nicht, wozu auch? Viel Salz wurde bei uns nicht gestreut, ich habe einfach auf die durch konsequentes Nichtputzen vorhandene Dreckschicht vertraut. Die KLX hat jetzt über 18.000 Kilometer auf dem Tacho – bis auf das Kabelbaum Problem (Rückrufaktion) – alles töfte.
Um diesen langweiligen Bericht (eben genau wie der Winter) noch etwas aufzulockern, folgender abschließender Fakt: Ich muss zum TÜV. Seit über drei Monaten bereits. Was gibt’s da eigentlich für eine Strafe, wenn die mich anhalten?
Und noch ein Rageface. Weil ich im Moment so wenig Zeit habe und Arbyte nervt.

ffffffffffffffffffffffuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu arbyte
Letztes Jahr war ich ja beim Bosch Motorrad Infotag und durfte da Motorräder mit ABS testen. Heute ist mir beim zufälligen rumklicken auf YouTube dann das offizielle Video von Bosch zu diesem Event unter den Mauszeiger gekommen. Schon ziemlich professionell das Video. Mir gefällt’s. Deswegen hier einfach mal der direkte Vergleich zu einem Profi-Video und einem Blogger-Appertiser-Video. Viel Spaß damit. ;-)
Video von Bosch
Video von mir
Tja, da kann man halt nicht gegen anstinken… vorallem, wenn man nicht das gesamte Material zur Verfügung hat. ;-)
Lieber Onkel Ramsauer,
ich mag dich ja eigentlich, weil du einen lustigen Namen hast und so toll Klavier spielen kannst. Auch deine Idee Wechselkennzeichen wie in Östereich und der Schweiz einzuführen fand ich von Anfang an total toll. Schließlich kann ich – wie du ja weißt – nicht mit zwei Motorrädern gleichzeitig fahren. Deswegen wäre es schön gewesen, wenn wir das machen könnten wie unsere deutschsprachigen Nachbarn: Ein Wechselkennzeichen für zwei Fahrzeuge, nur für das teuerste werden KFZ Steuern erhoben. Das hätte sich bei mir schon richtig gelohnt, weil ich habe ja vier Motorräder. Da hätten sich sicher auch ganz viele andere Bürger gefreut.
Aber dann hast du dir leider von der deutschen Büro- und unserer Scheindemokratie ins Hirn scheißen lassen, das finde ich sehr schade, denn nun bekommen wir eine Regelung, die genauso teuer und aufwändig ist, als würde ich 2 Motorräder parallel anmelden, nur das ich beim Wechsel des Motorrads nun auch jedes Mal noch das Nummernschild umklemmen muss. Mir ist klar, dass du dich mit den Wechselkennzeichen profilieren wolltest, aber leider hast du dich nicht durchsetzen können. Das ist in der Politik ja inzwischen immer so. Gute Ideen werden so lange zerredet, bis sie ins Absurde verkehrt sind und werden dann trotzdem umgesetzt, weil man das halt so macht. Oder die guten Ideen scheitern gleich am unbedeutenden Koalitionspartner.
Zu der verkackten Führerscheinreform hast du dich nun auch bei deinem zweiten großen Projekt nun nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Aber ist ja auch egal, denn im Endeffekt bleibt nun alles beim alten. Die Wechselkennzeichen wird kaum ein Mensch benutzen und die vermurkste Reform dann irgendwann in der Versenkung der Unbedeutsamkeit verschwinden. Aber ich möchte dir das auch nicht persönlich zum Vorwurf machen, du kannst ja nichts dafür, Politik ist halt so.
Als treuer und langjähriger CSU Wähler werde ich dann wohl bei der nächsten Wahl bei der Piratenpartei mein Kreuzchen machen müssen, die sind im Moment zwar noch ziemlich chaotisch, aber arbeiten wenigstens fakten- und basisorientiert, da wird nichts zerlabert. Und es geht auch darum die Grundfunktionen der Politik zu verändern. Das wäre auch für dich gut, denn dann würdest du mit deinen guten Ideen nicht mehr am System scheitern.
Liebe Grüße,
Dein fiktiver Neffe Marc
Heute hat mich per E-Mail eine Pressemitteilung erreicht: “40 Jahre Kawsaki Z900″ und dass es da irgendein T-Shirt zu diesem besonderen Anlass zu kaufen gibt. Nun gut, dass ich für ein recht simpel bedrucktes Shirt 20 € plus Versand hinblättern soll [Update: Der Versand ist inklusive], das möchte ich nun nicht weiter kommentieren, wohl aber den Spruch, der auf dem T-Shirt zu lesen ist. “40 years that separate the men from the boys”. Das passt ganz gut zur Z900, die mir bisher nur wegen der schönen 4 in 4 Anlage und der urigen Optik aufgefallen war. Ein wenig Recherche ergab allerdings, dass die Z900 nicht nur mit einer schönen Abgasanlage, sondern auch mit echt beschissenem Fahrverhalten glänzen kann. Und ich sagte ja bereits: “Die unfahrbaren Eisenhaufen werden zur Legende“. Das ist wohl auch der Grund, warum eine gut erhaltene und unverbastelte Z900 auf dem Gebrauchtmarkt kaum unter 10 Kiloeuros zu haben ist. Zeit einen näheren Blick auf diesen Kultstuhl zu werfen.
Als die Z900 im Jahr 1972 auf der IFMA in Köln vorgestellt wurde, hat Kawasaki den Motorrad-Markt neu definiert – die Z900 war das erste Vierzylinder-Big-Bike. Mit rund 80 PS, einer Beschleunigung auf 100 Km/h in 3,5 Sekunden und 72 Nm maximalem Drehmoment war die erste Z900 damals der Traum vieler Motorradfahrer, die schnell unterwegs sein wollten. Doch als die Z900 im Jahr darauf endlich ausgeliefert und den Weg in die Hände der Motorradfachpresse fand, waren die Meinungen durchaus gemischt. Einerseits begeisterte die Motorleistung, andererseits waren Fahrwerk und Bremsen dem Gewicht und der Power der Maschine nicht gewachsen. Um mal Winni Scheibe zu zitieren: “War das Triebwerk eine Wucht, konnte das Fahrverhalten dagegen selbst abgebrühten Motorradfahrern Angst und Schrecken einjagen. Ob bei schneller Kurvenfahrt oder im Topspeed-Bereich, das Fahrwerk entwickelte ein sehr ausgeprägtes Eigenleben, das kaum zu bändigen war” (Quelle: Classic Motorrad).
Und warum wurde dieses Eisen nun zum Kultobjekt? Der robuste und standfeste Motor war sicherlich ein Grund, aber auch die Optik ist und bleibt gefällig. Die Kawasaki 900 Z1 – so die genaue Modellbezeichnung – ist heute immer noch zeitlos schön: Speichenräder, Chromschutzbleche und Tropfentank, dazu noch Kick- und E-Starter, das Ganze nackt serviert – wen stören da noch Kleinigkeiten wie Fahrwerk und Bremsen! Fazit: Ein wunderschönes Alteisen, das leider nur noch mit hohem finanziellem Einsatz zu bekommen ist. Die Ur-Z1 wurde nur 3 Jahre gebaut, relativ kurz im Vergleich zu anderen Kult-Motorrädern. Deswegen gratuliere ich Jedem, der eine Z900 noch sein eigen nennen kann.