Lieber Onkel Ramsauer,
ich mag dich ja eigentlich, weil du einen lustigen Namen hast und so toll Klavier spielen kannst. Auch deine Idee Wechselkennzeichen wie in Östereich und der Schweiz einzuführen fand ich von Anfang an total toll. Schließlich kann ich – wie du ja weißt – nicht mit zwei Motorrädern gleichzeitig fahren. Deswegen wäre es schön gewesen, wenn wir das machen könnten wie unsere deutschsprachigen Nachbarn: Ein Wechselkennzeichen für zwei Fahrzeuge, nur für das teuerste werden KFZ Steuern erhoben. Das hätte sich bei mir schon richtig gelohnt, weil ich habe ja vier Motorräder. Da hätten sich sicher auch ganz viele andere Bürger gefreut.
Aber dann hast du dir leider von der deutschen Büro- und unserer Scheindemokratie ins Hirn scheißen lassen, das finde ich sehr schade, denn nun bekommen wir eine Regelung, die genauso teuer und aufwändig ist, als würde ich 2 Motorräder parallel anmelden, nur das ich beim Wechsel des Motorrads nun auch jedes Mal noch das Nummernschild umklemmen muss. Mir ist klar, dass du dich mit den Wechselkennzeichen profilieren wolltest, aber leider hast du dich nicht durchsetzen können. Das ist in der Politik ja inzwischen immer so. Gute Ideen werden so lange zerredet, bis sie ins Absurde verkehrt sind und werden dann trotzdem umgesetzt, weil man das halt so macht. Oder die guten Ideen scheitern gleich am unbedeutenden Koalitionspartner.
Zu der verkackten Führerscheinreform hast du dich nun auch bei deinem zweiten großen Projekt nun nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Aber ist ja auch egal, denn im Endeffekt bleibt nun alles beim alten. Die Wechselkennzeichen wird kaum ein Mensch benutzen und die vermurkste Reform dann irgendwann in der Versenkung der Unbedeutsamkeit verschwinden. Aber ich möchte dir das auch nicht persönlich zum Vorwurf machen, du kannst ja nichts dafür, Politik ist halt so.
Als treuer und langjähriger CSU Wähler werde ich dann wohl bei der nächsten Wahl bei der Piratenpartei mein Kreuzchen machen müssen, die sind im Moment zwar noch ziemlich chaotisch, aber arbeiten wenigstens fakten- und basisorientiert, da wird nichts zerlabert. Und es geht auch darum die Grundfunktionen der Politik zu verändern. Das wäre auch für dich gut, denn dann würdest du mit deinen guten Ideen nicht mehr am System scheitern.
Liebe Grüße,
Dein fiktiver Neffe Marc
Heute hat mich per E-Mail eine Pressemitteilung erreicht: “40 Jahre Kawsaki Z900″ und dass es da irgendein T-Shirt zu diesem besonderen Anlass zu kaufen gibt. Nun gut, dass ich für ein recht simpel bedrucktes Shirt 20 € plus Versand hinblättern soll [Update: Der Versand ist inklusive], das möchte ich nun nicht weiter kommentieren, wohl aber den Spruch, der auf dem T-Shirt zu lesen ist. “40 years that separate the men from the boys”. Das passt ganz gut zur Z900, die mir bisher nur wegen der schönen 4 in 4 Anlage und der urigen Optik aufgefallen war. Ein wenig Recherche ergab allerdings, dass die Z900 nicht nur mit einer schönen Abgasanlage, sondern auch mit echt beschissenem Fahrverhalten glänzen kann. Und ich sagte ja bereits: “Die unfahrbaren Eisenhaufen werden zur Legende“. Das ist wohl auch der Grund, warum eine gut erhaltene und unverbastelte Z900 auf dem Gebrauchtmarkt kaum unter 10 Kiloeuros zu haben ist. Zeit einen näheren Blick auf diesen Kultstuhl zu werfen.
Als die Z900 im Jahr 1972 auf der IFMA in Köln vorgestellt wurde, hat Kawasaki den Motorrad-Markt neu definiert – die Z900 war das erste Vierzylinder-Big-Bike. Mit rund 80 PS, einer Beschleunigung auf 100 Km/h in 3,5 Sekunden und 72 Nm maximalem Drehmoment war die erste Z900 damals der Traum vieler Motorradfahrer, die schnell unterwegs sein wollten. Doch als die Z900 im Jahr darauf endlich ausgeliefert und den Weg in die Hände der Motorradfachpresse fand, waren die Meinungen durchaus gemischt. Einerseits begeisterte die Motorleistung, andererseits waren Fahrwerk und Bremsen dem Gewicht und der Power der Maschine nicht gewachsen. Um mal Winni Scheibe zu zitieren: “War das Triebwerk eine Wucht, konnte das Fahrverhalten dagegen selbst abgebrühten Motorradfahrern Angst und Schrecken einjagen. Ob bei schneller Kurvenfahrt oder im Topspeed-Bereich, das Fahrwerk entwickelte ein sehr ausgeprägtes Eigenleben, das kaum zu bändigen war” (Quelle: Classic Motorrad).
Und warum wurde dieses Eisen nun zum Kultobjekt? Der robuste und standfeste Motor war sicherlich ein Grund, aber auch die Optik ist und bleibt gefällig. Die Kawasaki 900 Z1 – so die genaue Modellbezeichnung – ist heute immer noch zeitlos schön: Speichenräder, Chromschutzbleche und Tropfentank, dazu noch Kick- und E-Starter, das Ganze nackt serviert – wen stören da noch Kleinigkeiten wie Fahrwerk und Bremsen! Fazit: Ein wunderschönes Alteisen, das leider nur noch mit hohem finanziellem Einsatz zu bekommen ist. Die Ur-Z1 wurde nur 3 Jahre gebaut, relativ kurz im Vergleich zu anderen Kult-Motorrädern. Deswegen gratuliere ich Jedem, der eine Z900 noch sein eigen nennen kann.
Gestern gegen Abend habe ich nach irgendetwas Moppedspezifischem gegoogelt und bin dabei durch Zufall auf ein weiteres Motorrad Blog gestoßen. Als ich den ersten aktuellen Beitrag überflogen habe, ist mir echt alles aus dem Gesicht gewürfelt: Es wurde ein Beitrag von mir kopiert, leicht abgewandelt, damit Google das nicht als “Duplicate Content” erkennt und dann unter falschem Namen auf dem mir völlig fremdem Blog veröffentlicht. Guttenberg hätte es nicht besser machen können. Und nicht nur das, auch ein zweiter Beitrag von hier wurde kopiert.
Konkret geht es um diesen Beitrag und um diesen Beitrag (Update 3: Die Beiträge sind offline, siehe unten), den ihr ja gerne mal mit diesem Artikel und dem Zweiten hier auf dem Blog vergleichen könnt. Nach dem Vergleich ist eindeutig, dass es sich bei den Artikeln auf “motorrad-blogger.net” um kaschierte Plagiate handelt.
Was kann ein Blogger in so einem Fall tun? Nun, zuerst habe ich den Inhaber der Domain recherchiert. Das geht mit einer sogenannten “WHOIS”-Abfrage. Diese teilt mir mit, wer der Inahber von “motorrad-blogger.net” ist. Also google ich den Mann und stelle fest, er hat eine private Webseite und die hat ein Impressum. Das ist schonmal gut, denn damit kann ich überprüfen, ob die WHOIS-Daten noch aktuell sind, was bei dem Inhaber der Fall ist. Ich habe dem Herren dann mal eine E-Mail geschrieben, aber später ist mir noch ein weiteres Detail aufgefallen.
Als Autor der Plagiate wird auf “motorrad-blogger.net” eine andere Person ausgewiesen. Also nutze ich Google, und der dritte Treffer verrät mir den vollen Namen des Autors. Eine Google-Suche bringt hervor, dass auch dieser Herr eine private Webseite besitzt und die hat natürlich auch ein Impressum. Und siehe da, er kommt aus dem selben Ort wie der Domaininhaber und auf seinem privaten Blog finden sich auch Fotos, die zeigen, dass er Motorrad fährt – übrigens genau wie auf der Site des Domaininhabers. Ich würde mal sagen: Treffer, der ist es. Also habe ich ihm eine E-Mail geschrieben, in der ich ihn dazu auffordere die Plagiate umgehend zu entfernen. Jetzt muss ich abwarten, wenn sich nichts tut, werde ich die Sache einem Anwalt übergeben.

ffffffffffffffffffffffuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu
Zur rechtlichen Situation: Meine Inhalte stehen unter einer CC Lizenz (by-nc-sa). Das bedeutet, dass die Inhalte bei Namensnennung und nicht kommerzieller Verwendung gerne von jedem verwendet werden dürfen, wenn sie mit der selben Lizenz weitergegeben werden. Das Problem beim oben angegebenen Blog ist aber, dass auf dem Blog Linkwerbung geschaltet wurde, damit ist das Blog kommerziell. Es wurde also in allen Punkte gegen die von mir verwendete CC Lizenz verstoßen: Mein Name wurde nicht genannt, die Typen verdienen damit auch noch Geld und haben das “kaschierte Plagiat” (um das es sich hier rechtlich gesehen handelt) nicht unter eine CC Lizenz gestellt. Im übrigen funktioniert bei “motorrad-blogger.net” das Impressum nicht (inzwischen korrigiert). Das ist abmahnfähig.
Meine Meinung dazu? Ich finde es eine riesen Sauerei. Dieses Blog existiert nun bereits seit fast 6 Jahren und es steckt in meinen Inhalten wirklich viel Arbeit, weil ich fast alles selbst mache. Fotos, Videos, Texte. Und ich zahle bei der Geschichte noch drauf, denn ich bin bei keinem großen Verlag angestellt, der mir das Spritgeld zahlt, oder die Klamotten und Teile, oder gar einen Dauertester zur Verfügung stellt. Ich mache das, weil ich es gerne mache, es ist eine Passion. Ich schreibe weil es Spaß bringt und ich dabei noch “irgendwas mit Medien” machen kann. Ich mache das sicherlich nicht so gut, wie ein ausgebildeter Kraftradjournalist, aber ich selbst bin zufrieden und auch ein bischen stolz auf das was ich hier mache. Und dann kommt so ein Hansel daher und bedient sich einfach ohne zu fragen an dem, was mir aus dem Kopf geflossen ist, um seinen Google Rank nach oben zu treiben, damit die Linkwerbung mehr bringt. Ich glaube es hackt. Empört euch.
[Update]
Der Autor hat nun in seinem Blog reagiert – ich bin sprachlos ob dieser Verkennung der Realtiät. Hat er die Beiträge hier und die Beiträge bei “motorrad-blogger.net” nicht mit einander verglichen? Zudem wirft er mir vor, ich würde seinen Kommentar hier nicht freischalten – mea culpa, der war leider von Akismet als Spam gekennzeichnet. Und dann wird mir auch noch vorgeworfen, ich hätte die Jungs in meinen zwei Mails beleidigt. Naja, ein bischen vielleicht, Auslegungssache, aber bestimmt nicht so wie dargestellt. Macht mal einen Realitätscheck, deswegen hier nun der Mailverkehr:
Mail 1 von mir:
Hallo xxx,
ich denke die Mail unten, die ich an deinen Kumpel yyy gesendet habe, ist an dich eigentlich besser adressiert, da du im Blog als Autor der Beiträge aufgeführt wird.
Nochmal an dich:
Entferne umgehend den von mir plagiierten Content, sonst übergebe ich die Sache meinem Anwalt. Mein Content steht unter cc-by-nc Lizenz, da du Linkwerbung auf deiner Seite hast, ist das also sogar ein doppelter Lizenzbruch.Ich betreibe “Das Motorrad Blog” nun bereits seit fast 6 Jahren und in dem Blog steckt logischerweise jede Menge Arbeit drin. Wenn dann Pfosten wie du daherkommen und den mühsam erstellten Content plagiieren, dann stimmt mich das schon sehr sauer. Wenn du selbst nicht in der Lage bist Themen zu finden, über die du schreiben kannst, dann solltest du den Blog schließen.
Gruß,
Marc Schieferdecker
Das Motorrad Blog—————————————-
> From: m_schieferdecker@hotmail.com
> To: xxx@yyy.de
> Subject: motorrad-blogger.net
> Date: Wed, 23 Nov 2011 17:22:22 +0100
>
>
> Hallo yyy,
>
> ich nehme mal an, dass du der Verantwortliche für die im Betreff angegebene Domain bist, jedenfalls spuckt der WHOIS zu der Domain das aus.
>
> Hiermit fordere ich dich dazu auf, die von meinem Blog “Das-Motorrad-Blog.de” plagiierten Beiträge aus “motorrad-blogger.net” zu entfernen, da ich sonst leider rechtliche Schritte einleiten muss. Du hast die Beiträge zwar etwas umformuliert, es ist aber klar erkennbar, dass es sich um Plagiate handelt. Im übrigen ist solches Verhalten armselig und unter aller Sau. Ich werde das auch so öffentlich machen, wenn du nicht umgehend handelst. Noch können wir das im Guten regeln, aber dies hier ist sicherlich meine letzte Mail, in der ich freundlich bin.
>
> Solltest du nicht der richtige Ansprechpartner sein und nur die Domain verwalten (wovon ich nicht ausgehe, weil auf deinem privaten Blog ein Link auf “motorrad-blogger.net” gesetzt ist), nenne mir bitte den richtigen Ansprechpartner.
>
> Marc Schieferdecker
> Das Motorrad Blog
Antwort von xxx:
Hallo Marc und yyy,
vielen Dank für deine E-Mail die ich gerne beantworte. Die Beiträge sind von
einer Firma verfasst bzw. geschrieben. Diese prüft vorher ob der Text oder
Textzeilen kopiert wurden (Copyscape). Ich kann da kein Plagiat erkennen und
auch das Online Tool sieht das so.Unsere Reputation hast du ja so oder so schon öffentlich in Frage gestellt.
Siehe dein Twitter (twitter.com/motorradblogger) Account. Dann ist das Kind
für uns ja eh schon in den Brunnen gefallen. Freundliche Mails sehen
definitiv anders aus!Beste Grüße aus xxx
yyy
Meine Antwort dazu:
Hallo xxx,
du kommst also aus Menden und fährst eine KLX und wurdest auch noch zu einem BOSCH Event eingeladen für das du ein Motorrad mieten wolltest.
Ähm sorry, aber meinst du allen ernstes das du damit durch kommst? Ich würde an deiner Stelle hier nicht auf ein Tool vertrauen, deutsche Gerichte können das durchaus anders sehen. Wie heißt es so schön: Auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand.
Und glaub mir: Ich war noch sehr freundlich bisher. Und wenn ich will, dann kann ich dir jede Menge ärger bereiten, was ich aber eigentlich nicht möchte. Lösch einfach die zwei Beiträge und gut. Mehr will ich nicht. Dann ist das Thema für mich durch.
Wenn du aber auf Konfrontation aus bist… dann gehe ich auch diesen Weg mit.
Die Optionen kennst du nun, entscheide dich bitte und teile mir mit, wie es weiter gehen soll.
Gruß,
Marc
[Update 2]
Folgende Mail habe ich den beiden heute geschickt und eine letzte Frist zum Löschen der Beiträge gesetzt. Desweiteren habe ich den Weg aufgezeigt, sollten die plagiierten Beiträge nach der Frist immer noch im Netz stehen. Als Alternative könnte aber auch einfach meine CC Lizenz genutzt werden, aber Plagiate kann ich nicht akzeptieren.
Hallo xxx, hallo yyy,
ich bitte daraum, die von mir in vorherigen Mails beanstandeten Beiträge auf der Domain “motorrad-blogger.net” (wie auch auf meinem Blog nachzulesen unter http://www.das-motorrad-blog.de/ein-besonders-dreister-fall-von-content-klau/) bis spätestens zum _Sonntag, den 4. Dezember 2011_ von eurem gemeinschaftlich betriebenen Blog zu entfernen, da es sich um Plagiate meiner Beiträge handelt. Die Begründung dafür sind in meinem Blog-Beitrag dazu und auch in den Kommentaren ausführlich nachzulesen. Auch habe ich bei xxx im Blog, sowie auf “motorrad-blogger.net” ein paar Hinweise dazu gegeben, warum diese plagiierten Beiträge so nicht veröffentlicht werden können.
Sollten die Beiträge zum angegebenen Termin noch immer im Netz sein, werde ich die Sache meinem Anwalt übergeben, der im Versuch eine außergerichtliche Einigung zu erreichen eine Abmahnung an den Blog-Betreiber (yyy) samt zu unterzeichnender Unterlassungserklärung richten wird. Sollte keine außergerichtliche Einigung erfolgen, werde ich die entsprechenden Schritte einleiten, um die Sache vor Gericht zu verhandeln.
Das ist der Weg den ich gehen werde, solltet ihr nicht einlenken. Es liegt nun bei euch, ob ihr diesen Weg mitgehen müsst, oder nicht.
Ein Tipp im Guten noch: Meine Inhalte stehen unter CC Lizenz (BY-NC-SA), ihr dürft diese gerne nutzen, lieber wäre es mir allerdings, wenn die Beiträge auf eurem Blog verschwinden.
Den Shitstorm hättet ihr übrigens vermeiden können, wenn ihr einsichtig gewesen wärt, denn alle, die sich die Beiträge durchgelesen und verglichen haben, waren NICHT eurer Ansicht, dass das so schon in Ordnung geht. Darüber würde ich an eurer Stelle nachdenken und nochmal einen Realitätsabgleich machen, ob euer Standpunkt wirklich richtig ist.
Mit freundlichen Grüßen
Marc Schieferdecker
Das Motorrad Blog
[Update 3]
Der Autor der Plagiate hat nun eingelenkt und die Beiträge aus dem Netz genommen. In einer recht offenen Mail hat er mir die Hintergründe zu diesem Desaster erläutert: Es handelte sich bei den zwei Beiträgen um zugekaufte Inhalte. Er wusste also nicht, dass es sich um Plagiate handelte, hat aber nun dem Content-Zulieferer mitgeteilt, das hier etwas plagiiert wurde, worauf die Autoren der Beiträge eine Verwarnung ausgesprochen wurde. Das nicht schneller eingelenkt wurde, sei aus Trotz geschehen, weil ich ja in meiner Wortwahl auch nicht gerade zimperlich war.
Abschließend haben wir uns darauf geeinigt unsere eigene Berichterstattung so zu modifizieren, dass keine Klarnamen mehr verwendet werden, Privatsphäre und so. Deswegen habe ich den Beitrag oben noch entsprechend bearbeitet.
Abschließend stelle ich fest, dass das Zukaufen von Inhalten für den Blog-Betreiber mit großen Risiken verbunden ist. Die gekauften Beiträge werden zwar vorher mit Copyscape geprüft, aber es werden durch diese Software nur Wort-für-Wort Plagiate erkannt (also geguttenbergte Texte). Ob ein Text 1 zu 1 kopiert wird, ist aber nur ein Kriterium von vielen, die ein Plagiat definieren können. Hier wird durch den Einsatz von Copyscape rechtssicherheit vorgetäuscht, die es aber so gar nicht gibt, wie der aktuelle Fall zeigt.
Unangenehm für beide Seiten – deswegen: Kauft einfach keinen Content, schreibt lieber selbst, das ist immer noch am sichersten.
Als ich versucht habe ein Motorrad zu mieten habe ich ja bereits erwähnt, dass ich bei Louis so ein Gelkissen für die Sitzbank gefunden habe und das ich das testen werden. Nun, ich habe es getestet und bereits mehrere Monate auf meiner krass harten Enduro Sitzbank der KLX 250 montiert und kann nun guten Gewissens ein realistisches Urteil abgeben.
Das Ding kostet 50 € im Angebot (70 € regulär), ist mit Gel-Material aus der Medizintechnik gefüllt und kinderleicht montiert. Einfach die Sitzbank abnehmen, das Kissen positionieren und die seitlich abgehenden Bänder unter der Sitzbank straff zusammenknoten, Sitzbank wieder drauf, fertig. Das Kissen gibt’s in zwei verschiedenen Größen, ich habe das Kleinere genommen, das für meine Sitzbank sogar noch einen Tick zu groß ist, was sich aber als unproblematisch herausgestellt hat.

Gelkissen für die Sitzbank, (c) Louis
Nach dem nun lange andauernden Test sind mir bis jetzt fast nur positive Dinge ausgefallen. Ein wichtiger Punkt ist, dass das Kissen dank gummierter Unterseite beim Fahren nicht verrutscht und so der Kontakt zum Motorrad nicht leidet. Während der Fahrt spüre ich das Kissen gar nicht, nach einer längeren Fahrt allerdings schon, weil nämlich die Schmerzen im Hintern nicht vorhanden sind. Es funktioniert tatsächlich. Ich bin zwar noch nicht länger als eine Stunde am Stück damit gefahren, aber früher tat mir bereits nach 60 Minuten der Hintern so weh, dass ich eine Zwangspause einlegen musste. Das ist nun weg, der Sitzkomfort ist tatsächlich deutlich gestiegen, optisch ist es allerdings nicht so der Bringer.
Fazit
Wer keine Lust hat, sich die Sitzbank neu polstern zu lassen, für den ist ein Gelkissen sicherlich eine gute Alternative. Es ist schnell montiert und schont bei längeren Touren das Sitzfleisch, auch auf dem Soziussitz. Zudem lässt sich das Kissen beim Wechsel des Motorrads wieder zügig demontieren und auf’s neue Mopped mitnehmen – auch deswegen lohnt sich die Anschaffung. Einziges Manko: Sonnenbestrahlung lässt die Farbe des Kissens (schwarz) etwas ausbleichen, was ich aber nicht schlimm finde, weil die Optik von dem Ding so oder so fragwürdig ist (Siehe Bild aus dem Louis Katalog, Foto von der KLX reiche ich nach).
In diesem Sinne: Kann ich empfehlen und werde es selbst weiterhin benutzen.
PS: Sorry für den faden Wortwitz in der Überschrift. Ich schmeiß 5 € ins Phrasenschwein. Ehrlich.